Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

Zur Nachahmung empfohlen!

Monday, September 6th, 2010

examples to follow

examples to follow

Vollmond
Marlen Liebau, Marc Lingk Solare Klanginstallation

In den Weddinger Uferhallen: Zur Nachahmung empfohlen!

Nein, den Begriff Klimawandel habe man nach dem großen Rummel um den letzten Weltklimagipfel in Kopenhagen gezielt vermieden, sagt Kuratorin Adrienne Göhler. “Als Langzeitbeobachter muss sich Kunst jedoch auch dort verorten, wo sich die Weltöffentlichkeit vielleicht schon wieder abwendet”. Der Schwerpunkt liegt bei der Ausstellung “Zur Nachahmung empfohlen!” deshalb auf der “Nachhaltigkeit”, einem durch großzügigen Gebrauch heute fast schon entwertetem Begriff. Für die “Expeditionen” hat man sich jedoch auf traditionellere Nachhaltigkeitsbegriffe gestützt, und sich etwa an Joachim Heinrich Campe orientiert. Der lehrte einmal Schüler wie Alexander von Humboldt und prägte 1809 die pragmatische Definition: “Nachhaltigkeit ist das, woran man sich hält, wenn alles andere nicht mehr hält”.
(mehr hier)

Autodemontierwerkstatt

Saturday, September 4th, 2010

Zur Nachahmung empfohlen!
Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit

Autofahrrad1

Autofahrrad

Autos zu Fahrrädern!
Es begann 2008 in Graz. Im Laufe von drei Wochen transformierten Folke Köbberling und Martin Kaltwasser auf einem Grazer Innenstadtparkplatz einen Peaugeot 205 in zwei voll funktionierende, benutzbare Fahrräder. Dazu sperrten sie vier Parkplätze ab und richteten eine dreiwöchige Open-Air-Autodemontierwerkstatt ein.
(Infos aus: hold it)

Auf Wiedersehen (?), Kunsthalle!

Tuesday, August 31st, 2010

Kunsthallenraum

Die Temporäre Kunsthalle Berlin hat nach Ansicht von Gerald Matt, dem Direktor der Wiener Kunsthalle, ein wichtiges Zeichen für zeitgenössische Kunst gesetzt: “Es geht um das Grundsätzliche, nämlich eine Diskussion auszulösen über die Rolle zeitgenössischer Kunst für Berlin und in Berlin.” Das Projekt habe bewiesen, dass neben den großen “Museumstankern” auch eine Art “Schnellboot”, mit dem man flexibel reagieren könne, für die Kunstszene der Stadt von großem Nutzen ist.
(mehr hier)

Kunsthalle

Kunsthalle

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat grundsätzlich seinen Willen kundgetan, eine Kunsthalle in Berlin zu ermöglichen – die konkreten Umsetzungsfragen werden die Stadt aber noch eine Weile beschäftigen, naturgemäß ist die Frage des künftigen Standorts sehr umstritten. Ein weiteres Provisorium ist deswegen nicht auszuschließen, und die Pessimisten schließen schon Wetten darüber ab, was sich länger verzögern wird: der Neubau des Stadtschlosses in seiner historischen Fassade oder die Errichtung einer Kunsthalle für Berlin.
(mehr hier)

openclose

Ursula Sax

Sunday, August 29th, 2010

Die Berlinische Galerie zeigt das vielfältige Schaffen der Bildhauerin Ursula Sax.

Looping
Ursula Sax, Looping

Zu verstehen ist das kaum. Da präsentiert die Berlinische Galerie das Lebenswerk einer Berliner Bildhauerin – vielfältig, eindrucksvoll, selbst im fünfzigsten Jahr ihres Schaffens frisch und überzeugend. Und doch hat man von ihr noch nie gehört oder höchstens zufällig Arbeiten gesehen. Die dynamisch geschwungene Stahlskulptur „Looping“ in der Nordkurve der Avus, gleich hinter dem Messegelände, kennt in Berlin wohl jeder motorisierte Ankömmling aus dem Westen, hat sie aber eher als Stadtmobiliar abgetan, als gefällige Kunst im öffentlichen Raum.

Vorstellung
Ursula Sax (rechts neben Jörn Merkert und Mercedes Vostell), Extremadura Okt. 2007

Die zweite prägende Kraft im Werk stellt Hans Uhlmann dar. Die Einkreisung des Raums, die Bändigung auseinanderstrebender Kräfte, die der Berliner Bildhauer machtvoll in Stahl zwang, erprobte die junge Künstlerin im ihr gewohnten Material. Statt mit Metall arbeitete sie mit Holz, statt mit dem Schweißgerät mit Fugen und Zapfen. Das Archaische stählerner Skulpturen verflüchtigt sich bei ihr, ein spielerisches Moment, ja Bewegung kommt hinein. Plötzlich ist das fliegende Haar von Sambatänzerinnen in einer Figurengruppe zu erkennen, die fortschreitende Silhouette des Duchamp’schen „Aktes, eine Treppe hinabsteigend“ oder der kollektive Flügelschlag von Zugvögeln. Die Reihenfotografie eines Eward Muybridge erscheint umgesetzt in die dritte Dimension. Der Besucher soll selbst die Skulptur in Bewegung versetzen, einen Drehmechanismus betätigen, sodass er das Auf und Ab der Flügel real vor sich hat.
(Zitate aus dem Tagesspiegel von Nicola Kuhn, mehr hier)

Vogelflug
Vogelflug, 1975

Schon unterwegs?

Saturday, August 28th, 2010

Lange Nacht der Museen,
wie wäre es z.B. mit der klassizistischen Skulpturensammlung in der Friedrichwerderschen Kirche ?

Johann Gottfried Schadow
Johann Gottfried Schadow von Hugo Hagen, 1869

Prinzessinnen
Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow, 1795

Treibsand

Friday, August 27th, 2010

Die wegen ihrer NS-Symbole bekannte Martin-Luther-Gedächtniskirche in Berlin-Mariendorf öffnet ab 21. August als temporäre Kunsthalle. Zu sehen seien Werke von sieben modernen Künstlern, die den Kirchenraum kommentieren und sich so im weitesten Sinne mit der NS-Zeit auseinandersetzen, sagte Horst Pfander von der Stadtentwicklungsgesellschaft Stattbau am 12. August in Berlin.
(hier mehr)

Treibsand1
SOOKI Koeppel

Treibsand
Ute Faber

Hartung-Himmel in Antibes

Saturday, August 14th, 2010

Hartung-Himmel

Diese Ausstellung mit dem verheißungsvollen Titel “Vom Esprit der Gesten” ist etwas Besonderes. Sie erlaubt, ja, sie verlangt Ruhe, Vertiefung, auch Vergleiche. Also taugt sie nicht zum rasanten Event, obwohl es um Weltkunst geht. Es ist nicht zu befürchten, dass die Massen den Grafiksaal mit diesen Gesten auf Papier stürmen, davor Schlange stehen, sich gar wie eine Paketschnur um das Kupferstichkabinett am Kulturforum wickeln, wie vor Tagen noch der Frida-Kahlo-Bilder wegen um den Gropius-Bau.
(mehr hier bei I. Ruthe in der Berliner Zeitung)

Hartung 2

Hartung

Parallel zur Ausstellung in Berlin wird die Fondation Hartung-Bergman das von Rainer Michael Mason erarbeitete Online-Werkverzeichnis der Druckgraphik Hartungs zur allgemeinen Nutzung freischalten.

Bacchantin auf Panther

Sunday, August 8th, 2010

Bacchantin

1844 präsentierte Erdmann Theodor Kalide den Entwurf der mit einem Panther scherzenden Bacchantin, der für Schadow das “Verwegene” streifte. Die lebensgroße, scheinbar willkürlich organisierte Marmorgruppe vollzog vier Jahre später den endgültigen Bruch mit der Schultradition. Die auf dem Tier ausgestreckte, in üppiger Leibesfülle ausgestreckte Frau und beider trunkenes Spiel stießen auf heftigste Ablehnung: Der künstlerische Coup, die naturalistisch-barockisierende Überwindung der zahmen idealisierenden Konvention, zog den Ruin des Urhebers nach sich.
(aus Katalog: Ethos und Pathos – Die Berliner Bildhauerschule, 1990)

Panther

Im Naturkundemuseum

Saturday, August 7th, 2010

Flugsaurier

Keine Kunstspaziergänge? Stattdessen ins Naturkundemuseum? Jack ist schuld ;-)

Jack mit Dino 6

Vom Esprit der Gesten

Wednesday, August 4th, 2010

Vom Esprit der Gesten

Hans Hartung im Kupferstichkabinett

Der Malstil, den [Hartung] prägte und in dem er sein ganzes Leben lang malte, mag auf dem schnelllebigen Kunstmarkt der vergangenen Jahre ein wenig in den Hintergrund gerückt sein. Aber Hans Hartung (1904-1989) ist immer noch der wichtigste Vertreter des Informel, der großen Geste der gegenstandslosen Malerei.
(mehr hier)

HHAEB13

HHAEB17

HHAEB23

Die Fotos sind nicht in der Ausstellung im Kupferstichkabinett gemacht worden, sondern während unseres Besuchs auf Hartungs Anwesen in Antibes.