Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

David Ostrowski

Montag, April 15th, 2013

Peres Projects

Peres Projects ist in die Karl-Marx-Allee umezogen! Erste Ausstellung: David Ostrowski

Ostrowski

Tatsächlich ist auf den Bildern des Malers David Ostrowski nichts zu sehen. Nicht viel jedenfalls. Schon gar keine Figuration, … Man braucht eine Weile, um sich in seine meist großformatigen Gemälde einzuschauen. Weiß und Schwarz herrschen vor. Der Blick tastet die Bilder ab. Hier und da finden sich Spuren von Schmutz, im Film der weißen Farbe klebt manchmal eine Borste vom Pinsel oder ein lockiges Haar des Künstlers. Immer wieder sind Stücke Papier oder Pappe eingeklebt, dann übermalt oder wieder herausgerissen. Die abstrakte und größtenteils monochrome Oberfläche ist aus Schichten aufgebaut, welche die unterschiedlichen Materialien preisgeben, um sie dann unter der nächsten Lage Farbe wieder zu verbergen. Manchmal blättert sie ab, wie ein Anstrich von feuchtem Putz. Anderenorts sind die schadhaften Stellen wieder überstrichen. Die Gemälde bekommen so ein zartes Relief, durchbrochen von Adern geknickten Klebebandes oder den Kanten eingearbeiteten Kartons. (hier)

Komplette Zimmer

Sonntag, April 14th, 2013

Die erste Einzelausstellung von Diango Hernández bei Capitain Petzel mit dem Titel Komplette Zimmer präsentiert auf allen drei Galerieebenen speziell für den Ausstellungsort konzipierte Werke des aus Kuba stammenden Künstlers.

Komplette Zimmer

In der Haupthalle der Galerie befindet sich eine raumfüllende Bodeninstallation aus 42 graphitfarbenen, fragilen Skulpturen mit dem Titel Granite. Die augenfällige, für jedes Objekt unterschiedlich ausgearbeitete Linienführung evoziert das Bild eines hochverdichteten Feldes von Grabsteinen. Tatsächlich entstammen die hier 1:1 übertragenen Umrisse von Produktionszeichnungen aus einem Fachbuch der Granitindustrie über Grabsteine (‘Granit‘, 1950er Jahre).

Komplette Zimmer

Die Tisch-Installation im Untergeschoss mit dem Titel Silent Party soll die “Ebene der Vergangenheit” repräsentieren. Auf sechzig herausgetrennten, paginierten Blanko-Seiten eines Buches aus dem Jahr 1910 – mit Fotografien von Grabdenkmälern – liegt jeweils ein mehr oder weniger deformierter Verschluss einer Sekt- oder  Champagner-Flasche. Hernández hat sie über mehrere Jahre hinweg jeweils am Neujahrsmorgen nach der Silvesternacht am Düssseldorfer Rheinufer gesammelt und als Artefakte zahlreicher menschlicher Begegnungen und guten Wünsche aus dieser besonderen Nacht archiviert.

Komplette Zimmer

Auf der Empore bilden rahmenartige Holzkonstruktionen, die ihre Referenz in der Anordnung von Schubladen- und Türen von Schranksystemen haben, behangen mit gefalteten und von Hernández mit Aquarellfarben bemalten Leinen-Tischdecken Assemblage-artige Malereien. Diese Aussteuer-Ware lagerte jahrzehntelang verborgen in privaten Haushalten, bevor sie nun, womöglich erstmals entfaltet, als Bildträger verwendet werden und Aquarellfarbe absorbieren. Der Kontrast zwischen den Zeitspuren der Lagerung dieser Tücher und der leichten und offenen Malerei stellt für Hernández eine Perspektive auf die Zukunft dar.

Vorne Fahrn

Samstag, April 13th, 2013

Kunst im Untergrund

U-Bahnhof Schillingstraße

U-Bahnhof Schillingstraße

Schillingstraße – Homa Delvaray
Mitglied des Dabireh Kollektivs und der Redaktion des Rang Magazine, einem Online-Magazin für Grafikdesign. Delvaray ist vor allem für ihre Illustrationen bekannt, in denen sie dreidimensionale Typografie, komplexe Ornamentik und traditionelle Elemente vereint. Delvaray gestaltet nicht nur Poster, Bücher, CD-Cover und Logos, sondern entwickelt auch persische und lateinische Schrifttypen. Sie lebt und arbeitet in Teheran.

Macht Kunst

Montag, April 8th, 2013

Kunsthalle der Deutschen Bank

Hunderte Berufs- und Hobbykünstler brachten in den letzten drei Tagen ihre Werke zur neuen Kunsthalle der Deutschen Bank in Berlin. Der Andrang war so groß, dass zunächst nicht alle Bilder ausgestellt werden können.
(mehr hier)

Knäuel1
Hier hat ein Berliner Kunst gemacht ;-)

Von Beckmann bis Warhol

Montag, April 1st, 2013

Gemälde, die Jahre in Depots verbringen, sind wie Häuser, die nicht bewohnt werden. Sie verstummen.
(hier)

Von Beckmann bis Warhol

Sammlung Bayer im Martin-Gropius-Bau.

Feuerwehrzufahrt

Wir können bald einziehen ...

System und Sinnlichkeit

Sonntag, März 31st, 2013

Zeichnen, das ist eine andere Art von Sprache. Der amerikanische Bildhauer und minimalistische Meisterzeichner Richard Serra hat das einmal gesagt. Zeichnen sei das Destillat der Erfahrung einer plastischen Struktur.

Besser kann wohl keiner ausdrücken, was jetzt 18 Zeichner, meist viel jünger und auch nicht so berühmt wie Serra, mit „System und Sinnlichkeit“ zu sagen haben, einer Schau der Sammlung Schering-Stiftung und des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin. Serra ist nicht dabei, aber er hätte wohl seine Freude an dem Zeichnertreffen.

System und Sinnlichkeit

Galerie im Turm

Samstag, März 23rd, 2013

Stücke in der Galerie im Turm

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Daumier ist ungeheuer

Freitag, März 22nd, 2013

Honore Daumier im Liebermann-Haus

Daumier ist ungeheuer

Den großen Franzosen kennt man hierzulande vornehmlich als scharfen Kritiker und Zeitungskarikaturisten, der mit spitzer Feder Politiker, Richter und Unternehmer attackiert. Seine treffliche Darstellung von König Louis-Philippe in Form einer Birne gewann in Deutschland in der Ära Kohl neue Popularität. Das Liebermann-Haus am Pariser Platz aber stellt Daumier nun als „Totalkünstler“ vor, als Karikaturisten, Maler und Bildhauer. Der Ort ist perfekt gewählt, denn Liebermann war einer der größten Bewunderer Daumiers, sammelte dessen Werke mit Leidenschaft. Sein Diktum „Daumier ist ungeheuer!“ verlieh der Ausstellung den Titel.
(mehr im Tagesspiegel)

The Daumier Register

Magnificent Obsession

Sonntag, März 17th, 2013

Matthias Brunner
Magnificent Obsession
The Love Affair between Movies and Literature
in der Galerie Nolan Judin

Magnificent Obsession 2

Magnificent Obsession 1

Galerie Nolan Judin präsentiert die Videoinstallation Magnificent Obsession – The Love Affair Between Movies and Literature (2011/2012) des Schweizer Cinéasten und Künstlers Matthias Brunner – eine sinnreiche und sinnliche Kompilation von Clips aus 36 Meisterwerken des europäischen und amerikanischen Kinos der 50er- und 60er-Jahre in Vierfachprojektion.
(mehr hier in
Lola und die Lektüre in der taz)

The Artists’ Show / Synekdoche

Freitag, März 15th, 2013

Freies Museum Berlin

Matchstickman
Wolfgang Stiller, Matchstickman, 2013

Sara and Sara
Ryzard Wasko, Sara & Sara, 2013

Der Gewinner
Florence Obrecht, Der Gewinner, 2012

Mankurtinnen in der Megapolis
Gulnar Mulkazhanova, Mankurtinnen in der Megapolis, 2012

In seinem großen Roman „Ein Tag länger als das Leben“ erzählt der kirgisische Schriftsteller Tschingis Aitmatow von einem entsetzlichen Brauch asiatischer Sieger in früherer Zeit: Sie stülpten den Gefangenen die Haut eines frisch geschlachteten Tiers über den kahlen Schädel. In der Sonne schrumpfte die Haut und preßte das Hirn zusammen wie mit Eisenklammern. Das Opfer wurde wahnsinnig und willenlos. Der „Mankurt“, halb Tier, halb Mensch, diente als Sklave.
(hier)