Archive for the ‘Promenadologie’ Category

Am Teltowkanal (Abschnitt 4)

Freitag, November 25th, 2016

Das ist Abschnitt 4 der Teltowkanalwanderung. Hier sind alle Bilder und hier kann man die gelaufene Gesamtstrecke ansehen.

Spaz 20161123 Track04

Heute habe ich in der Galerie Michael Fuchs in der Ausstellung „Exhibitions are the best excuses“ ganz andere Wegepläne gesehen. Die gefallen mir viel besser als meine stur aufgezeichneten GPS-Tracks, allerdings sollte sich Fernando Palomar (?) interessantere Wegstrecken aussuchen, denn als Kunstspaziergänger möchte man ja nicht nur hässliche Skulpturen sehen. Nun, vielleicht ist die Skulptur mit den tanzenden Hunden sehenswert.
Ausstellungen sind die besten Entschuldigungen Galeriepersonal zu beanspruchen, deshalb wäre es auch ein leichtes gewesen, zu den Wegeplänen den richtigen Künstler zu nennen. Vielleicht ist F. Palomar ja richtig.

MFuchsGalerie02

Der Weg am Teltowkanal entlang ist bis jetzt allerdings auch nicht sehr spannend. Immerhin habe ich Fische auf einer Rasenfläche gesehen und einen künstlerisch gestalteten Balkon.

Track 04 48

Track 04 42

Ansonsten merkt man oft nicht, dass man in einer Großstadt spazieren geht. Im nächsten Abschnitt geht es dann ins Brandenburgische Land.

Track 04 17

Track 04 18

Track 04 25

Track 04 29

Track 04 44

Am Teltowkanal (Abschnitt 3)

Dienstag, November 22nd, 2016

Der Teltowkanal verläuft in drei unterschiedlichen Landschaftsräumen. Von West nach Ost entsprechend seiner Kilometrierung sind dies das ehemalige Baketal (von der Havel bis km 18,5 in Steglitz), die Hochfläche des Teltow (km 18,5 bis km 27,0 in Neukölln) und das Niederungsgebiet der Spree (km 27,0 bis zur Spree in Grünau). Viele Naturräume sind erhalten geblieben. Sie stellen ebenso wie die Kanaluferbereiche selbst eine mit vielen Überraschungen aufwartende, abwechslungs-reiche Erholungslandschaft dar, die zum Spazierengehen und Verweilen einlädt.
(100 Jahre Teltowkanal, 1906–2006. Festschrift der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Hrsg.: Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost, Magdeburg 2006)

Spaz 20161121 Track03

Diesmal bin ich mit dem Bus bis zur Haarlemer Straße gefahren. Dort ist der Ausgangspunkt der 3. Wanderung entlang des Teltowkanals. Hier kann man sich über die gesamte Wegstrecke im Detail informieren und hier findet man alle Bilder.

Track 03 01

Mein Weg führt heute von der Neuen Späthbrücke (km 28,8; gebaut 2002) bis zum Tempelhofer Hafen (km 23,4).

Track 03 14

Track 03 24

Track 03 33

Track 03 46

Track 03 58

Am Teltowkanal (Abschnitt 2)

Montag, November 14th, 2016

It starts with a step and then another step and then another that add up like taps on a drum to a rhythm, the rhythm of walking.
(Rebecca Solnit)

Weil es gestern so schön war und heute das Wetter auch wieder so wunderbar daherkommt, begehen wir gleich den nächsten Abschnitt der Teltowkanalwanderung – von Adlershof bis Baumschulenweg. Es ist diesmal etwas langweilig, ca. 6 Kilometer sind es von Adlershof bis Baumschulenweg, immer auf der einen Seite der Kanal und auf der anderen die Schallschutzmauer der Autobahn.
Hier sind alle Bilder.

Spaz 20161113 Track02

Wir haben wieder einige Brücken passiert. Ich schreibe nichts mehr dazu, denn bei Wikipedia gibt es eine Liste. Dort sind 56 Brücken aufgeführt.

Track 02 37

Track 02 06

Track 02 29

Track 02 31

Am Teltowkanal (Abschnitt 1)

Sonntag, November 13th, 2016

Das ist der erste Abschnitt unserer Teltowkanal-Wanderung, hier sind alle Bilder.

Spaz 20161112 Track01

Die Dahme ist aufgeregt, sie hat es bis zur Hauptstadt geschafft. Bevor sie die Spree trifft, erleichtert sie sich in den Teltowkanal.

Track 01 01

Hier beginnen wir bei bestem Herbstwetter den ersten Abschnitt unserer Jubiläums-Wanderung. Nein, keine Glückwünsche! Nicht wir feiern ein Wanderjubiläum, sondern der Teltowkanal ist heuer 110 Jahre alt geworden. Der Kanal ist 38,39 km lang, die durch die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung definierte Fließrichtung geht von Ost nach West, wir gehen also kanalabwärts. Heute schaffen wir die ersten 4 Kilometer. Ob die definierte Fließrichtung mit dem natürlichen Fluss übereinstimmt, muss ich noch überprüfen, am besten durch Spucken von einer der vielen Brücken über den Kanal. Die Kilometrierung ist entgegengesetzt der Fließrichtung, sie beginnt am östlichen Ende der Glienicker Lake bei Potsdam mit km 0,0 und endet bei km 37,84 zwischen Grünau und Köpenick an der Dahme. Los geht’s!

Track 01 12

Track 01 33

In Berlin gibt es nicht viele Gehöfte mit Totempfählen. 2008 wurde im Hof der amerikanischen Botschaft ein von Ellsworth Kelly entworfener Totempfahl, 13 Meter hoch, 17 Tonnen schwer, aufgestellt. Diesen Pfahl werden wir wohl nie zu sehen bekommen. Nun, an seiner Wirksamkeit kann seit der Wahl von Trump sowieso gezweifelt werden. Ein weiteres, von einem Totempfahl bewachtes Berliner Anwesen haben wir heute an den Ufern des Teltowkanals entdeckt. Ein indianisches Anwesen? oder gehört das Haus dem Wald- und Wiesenschützen Brandenburg-Berlin e.V.? Gleich in der Nähe ist nämlich eine eingezäunte Bogensportanlage. Durch den Zaum sehen wir ramponierte Metallvögel als Zielobjekte.

Track 01 13

Track 01 21

Auf den ersten wenigen Kilometern gibt es sechs Brücken. Brücke Nr. 1 ist am Beginn unserer Wanderung. Über diese Brücke musst du geh’n, wenn du von Grünau nach Köpenick willst. Hier endet auf Grünauer Seite die Regattastraße, auf Köpenicker Seite beginnt die Grünauer Straße. Dann geht es immer „Am Kanal“ am Kanal entlang bis zu Brücke Nr. 2. Über diese Brücke fährt der Pendler aus KW mit der Regionalbahn zur Arbeit bis ins Herz der großen Stadt. Das ist zum Glück für uns vorbei. Über Brücke Nr. 3 führt das Adlergestell, gleich daneben Brücke Nr. 4 mit den S- und Regionalbahngleisen. Ja, seit kurzem fährt wieder eine Regionalbahn auf der Strecke Senftenberg – Eberswalde mit den uns interessierenden Haltestellen KW, Schöneweide, Ostkreuz, Lichtenberg und Hohenschönhausen. Die Köpenicker Straße führt über Brücke Nr. 5. Das ist seit ca. 20 Jahren eine Art Behelfsbrücke, die alte Altglienicker Brücke ist gesperrt. An der Brücke Nr. 6 (Wegedornstraße) reicht es uns erst einmal für heute. Der Hase, den wir im Gras entdecken, sieht auch nicht mehr ganz frisch aus.

Track 01 38

Track 01 27

In Altglienicke gibt es eine Straße, die nach einem Bauern benannt ist. Der Korkedamm war im 19. Jahrhundert der Wirtschaftsweg des Bauern August Korke (1844-1900).

Track 01 42

Ganz besonders gefreut hat es uns, dass „Herr Krause“ wieder da ist.

Track 01 32

Vor einem Jahr waren wir am rechten Ufer des Teltowkanals spazieren. Dort staunten wir über das Cherenkov Telescope Array. Wird das Teil noch genutzt?

Track 01 47

Track 01 22

Mitgehört

Samstag, November 5th, 2016

9 Lives
Gabi betrachtet „9 Lives“ von April Gertler in der Galerie im Körnerpark

Bisweilen, wenn ich durch die Straßen gehe, vernehme ich Bruchstücke intimer Gespräche, und fast alle betreffen die andere Frau, den anderen Mann, den jungen Mann einer dritten oder die Geliebte eines vierten … Beim bloßen Anhören dieser Schatten menschlicher Rede, worin sich erschöpft, womit sich die Mehrheit bewußter Menschen beschäftigt, überkommt mich Abscheu und Langeweile, eine Angst vor dem Exil unter Spinnen und das Bewußtsein, unter wirklichen Menschen erdrückt zu werden; ich fühle mich dazu verurteilt, dem Vermieter und den übrigen Mietern des Häuserblocks gegenüber ein gleichgestellter Nachbar zu sein, der angeekelt durch das hintere Gitter des Lagerraums den fremden Müll betrachtet, der sich bei Regen in dem Hinterhof stapelt, der mein Leben ist.
(Pessoa, Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares, 312)

Drachen

Dienstag, August 9th, 2016

Drachen

Ein Drache ist ein schlangenartiges Mischwesen der Mythologie, in dem sich Eigenschaften von Reptilien, Vögeln und Raubtieren in unterschiedlichen Variationen miteinander verbinden. Häufig ist er geflügelt, mit Adlerklauen oder Löwenpranken ausgestattet und speit Feuer. Der Drache ist als Fabelwesen aus Mythen, Sagen, Legenden und Märchen vieler Kulturen bekannt; bis in die Neuzeit wurde er als wirklich existierendes Tier angesehen.
(Wikipedia)

Rom264

Bamberg224

Tier4

St. Michael-Kirchhof I

Drachen

Pumpendrachen

Das Universum übertölpeln

Samstag, November 28th, 2015

Katzen einschließen

An jedem Flyer, der über ein entlaufenes Tier informierte, musste sie stehen bleiben. Addiert ergab das im Monat bestimmt einige hundert Schweigeminuten vor Baumstämmen, Hausmauern, Säulen und Ampelmasten. Schlecht ausgedruckte, viel zu kleine Bilder von Hunden und Katzen. Einmal war es sogar ein als zierIich und sanftmütig bezeichneter Hase. Was geschah eigentlich, wenn das vermisste Wesen gefunden wurde? Ging man dann die Straßen ab und entfernte die Flyer? Wahrscheinlich. Aber vielleicht konnte man, indem man die kausale Folge umkehrte und die Flyer einfach so einsammelte, das Universum iibertölpeln und es dazu bringen, das verlorene Tier zurückzugeben.
(aus: Clemens J. Setz Die Stunde zwischen Frau und Gitarre)

Spuren

Samstag, Oktober 17th, 2015

2015101701

Mehr als einmal ist mir widerfahren, dass ich ausging, weil ich, falls ich zu Hause geblieben wäre, fürchten musste, einem plötzlichen Entschluss nicht widerstehen zu können. Die Straße ist beruhigender, weil man dort weniger an sich selbst denkt, weil sich dort alles abschwächt und mindert, nicht zuletzt die Bedrängnis.
(E. M. Cioran)

The Poetry of Pedestrians

Montag, Juli 20th, 2015

Hüte

The dangerous passivities of space surround us, more or less constantly. Signs, arrows, hedges, painted lines, paths, rails, blockades, gates, turnstiles, barbed wire — each a reduction of oneself, one of a billion tiny resignations that comprise a collective and largely unconscious numbness. To live, here and now, is to be corralled. But in daring to apply the psychogeographic ideal — in embracing the potential of the dérive — drifting becomes a form of beautiful resistance: the pedestrian recast as physical poem.
(Dusting Illingworth, more, seen by wood_s_lot)

Bauzaun

Dreieck

Walking fosters creativity

Donnerstag, Juli 9th, 2015

Going for a walk, contemporary research confirms — a mundane activity far too easily taken for granted — may be one of the most salutary means of achieving states of enlightenment, literary, philosophical, or otherwise, whether we roam through ancient forests, over the Alps, or to the corner store.
(more here)