Archive for the ‘JWD’ Category

Urlaubserinnerungen (2) – Lenin in Sassnitz

Montag, Mai 20th, 2013

Lenin in Sassnitz

Eigentlich sollte die Abfahrt ohne Aufsehen erfolgen, aber auf dem Zürcher Bahnhof ging es dann munter zu, wie der deutsche Militärattaché beobachtete. Etwa hundert Russen hatten sich versammelt, die einen “schimpften wie die Rohrspatzen, sie brüllten, die Reisenden seien alle deutsche Spitzel und Provokateure oder ‘man wird euch alle aufhängen, ihr Judenhetzer’”. Ein junger Russe tat sich besonders hervor und rief immer wieder “Provokateure, Lumpen, Schweine”. Als der Zug ausfuhr, sangen jedoch die Parteifreunde Lenins auf dem Bahnsteig die “Internationale”.

Über Berlin führte der Weg dann nach Sassnitz auf Rügen, wo die Fähre nach Trelleborg, der schwedischen Hafenstadt, ablegte. Zwei Tage dauerte die Reise bis zur Ostsee-Insel.

Später hieß es, der wohl berühmteste Zug der Weltgeschichte sei plombiert gewesen, was Winston Churchill spotten ließ, Lenin wäre “wie ein Pest-Bazillus” transportiert worden. Doch das stimmt nicht. Wohl waren drei Türen des Waggons plombiert, aber die vierte nutzten Platten und die beiden begleitenden deutschen Offiziere, um Milch für die Kinder entgegenzunehmen oder Zeitungen zu kaufen. Ein Kreidestrich auf dem Boden markierte die Trennung zwischen den “exterritorialen” Abteilen der Russen und denen der Deutschen.
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Urlaubserinnerungen (1) – Nike in Palma

Sonntag, Mai 19th, 2013

Nike
Nike, Wolf Vostell 1998

Ein Wochenende in Erfurt (Krämerbrücke)

Mittwoch, März 27th, 2013

Erfurt 180

Die Krämerbrücke ist das älteste profane Bauwerk Erfurts und zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Die beidseitige, geschlossene Brückenbebauung mit Fachwerkhäusern ist nördlich der Alpen einmalig. Die Fußgängerbrücke überspannt den Breitstrom, einen Seitenarm der Gera, und verbindet den Benediktsplatz im Altstadtkern mit dem Wenigemarkt in der östlichen Altstadterweiterung.

Erfurt 182

Ein Wochenende in Erfurt – Stockfisch

Donnerstag, März 21st, 2013

Haus zum Stockfisch

Im Haus zum Stockfisch befindet sich heute das Stadtmuseum von Erfurt.

Haus zum Stockfisch

Haus zum Stockfisch

Ein Wochenende in Erfurt

Mittwoch, März 20th, 2013

Mildenfurther Kreuzmensch
Mildenfurther Kreuzmensch (Volkmar Kühn, 2002)

Franz predigt den Vögeln
Franz predigt den Vögeln (Anne-Katrin Altwein, 1992/94)

Ein Wochenende in Erfurt – Laster und Tugenden

Mittwoch, März 13th, 2013

Erfurt 124

Die Laster und die Tugenden von Hans Walther

Erfurt 120

Ein Wochenende in Erfurt – Angermuseum

Dienstag, März 12th, 2013

Erfurt 118

Glück gehabt – Ein Wald der Skulpturen im Angermuseum (Sammlung Simon Spierer)

Keine Angst im Wald der Skulpturen

Ein Wochenende in Erfurt – Sinnenfries

Sonntag, März 10th, 2013

Erfurt 110

Haus zum breiten Herd

Zu den schönsten Baudenkmälern Erfurts gehört das 1584 von einem Tuch- und Waidhändler an der Nordseite des Platzes errichtete Renaissancehaus “Zum breiten Herd”, das mit seinem späteren Erweiterungsbau als Gildehaus bekannt ist. Der beeindruckende Fries mit der Darstellung der fünf Sinne findet auf dem Anbau mit den vier Tugenden (Gerechtigkeit, Klugheit, Mäßigkeit, Mut) eine Fortsetzung. Während des Erfurter Fürstenkongresses (1808) wurde der hier mit seinem Gefolge wohnende König AUGUST VON SACHSEN auch von Kaiser NAPOLEON I. besucht. (hier)

Sehen

Hören

Riechen

Schmecken

Fühlen

Ein Wochenende in Erfurt – Tugendenfries

Sonntag, März 10th, 2013

Der Tugendenfries am Haus zum Stötzel

Gerechtigkeit

Klugheit

Tapferkeit

Genügsamkeit

Ein Wochenende in Erfurt – Bachskulpturen

Freitag, März 8th, 2013

BWV 2001

Im Bachjahr 2000, das mit zahlreichen Veranstaltungen zum 250. Geburtstag des großen Komponisten begangen wurde, fand in Erfurt auch ein internationales Bildhauersymposium statt. Es widmete sich unter fachübergreifendem Ansatz dem Thema “Struktur und Form in der Musik von Johann Sebastian Bach”. Die Ergebnisse dieses Symposiums sind heute in der Grünanlage vor der Martinsbastion der Zitadelle Petersberg zu bewundern.
Auch wenn die Kunstwerke dem Betrachter auf den ersten Blick nicht ihre Bestimmung preisgeben, schließen sie doch eine Lücke in der hiesigen Erinnerungslandschaft. Denn es ist durchaus berechtigt, in Erfurt an Johann Sebastian Bach zu erinnern. Er stammte aus einer in der Region weit verzweigten Musikantenfamilie, sein Großvater Christoph wirkte von 1642 bis 1654 in Erfurt als Stadtmusikant, Bachs Vater Johann Ambrosius lebte bis 1671 in Erfurt und heiratete 1668 in der Kaufmannskirche die Kürschnermeistertochter Elisabeth Lämmerhirt, Bachs Mutter.
Die familiären Bande zu den Erfurter “Bachen” und Dienstgeschäfte führten J. S. Bach später zu Kurzbesuchen in die Stadt, unter anderem zur Abnahme der neuen Orgel in der Augustinerkirche 1716. Im Übrigen ist Herzog Johann Georg I. von Sachsen-Eisenach schuld daran, dass Bach kein gebürtiger Erfurter geworden ist. Hatte er doch den Wunsch von Bachs Vater im Herbst 1684 abgelehnt, aus dem Hofdienst entlassen zu werden und wieder nach Erfurt als Stadtmusikant zurückkehren zu dürfen. (hier)

BACHsteine

Symphonie

B*A*C*H