Archive for the ‘JWD’ Category

Naumburg bietet dem Spaziergänger viel

Montag, April 24th, 2017

Im leisen Zitterrascheln eines Blatts – im Farbschatten eines Grashalms – im Formgebild des Kleeblatts – im Summen einer Biene – im Schimmern eines Tautropfens – im Hauch des Winds – in den linden Düften, die vom Wald herüberstrichen – in all diesem tat sich eine Welt von Suggestionen auf – all diesem entstieg ein lustiger und buntscheckiger Zug von rhapsodischen und unmethodischen Gedanken.
(E. A. Poe, Eine Geschichte aus den rauhen Bergen)

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Wie die junge Frau mit Koffer zum Bahnhof kam

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Im Naumburger Dom erstehe ich „Uta von Naumburg – Eine deutsche Ikone (Wolfgang Ullrich). Über die Kirchenfenster von Neo Rauch im Dom habe ich hier berichtet. Im Domgarten stehen Büsten von Naumburgerinnen, alle mindestens genau so schön wie Uta.

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Der Weg vom Bahnhof Naumburg zu unserer Pension ist nicht allzuweit, aber bei der Ankunft hat sich gezeigt, dass die Straßenpflasterung nicht rollkoffertauglich ist. Deshalb nutzen wir bei der Abreise die historische Straßenbahn, um zum Bahnhof zu kommen.

Der beste Grieche in Naumburg ;-)

Es war leider keine Zeit, den besten Griechen der Stadt auszuprobieren.
An einem Abend gehen wir in den Naumburger Ratskeller. Als Kindergericht, so lese ich entsetzt auf der Speisekarte, gibt es „Nudeln mit original DDR Tomatensoße“. Die Errungenschaften der DDR sind mir aus eigener Erfahrung wohlvertraut, auch die ganz besondere, klumpige Soße aus Tomatenmark und Mehl ist mir aus der Schulspeisung bekannt. Zu den bewahrenswerten Kulturgütern hätte ich diese Pampe allerdings nicht gezählt. Das sieht man in Naumburg offensichtlich anders. Also, beim Nachkochen ist es wichtig, keine frischen Tomaten zu nutzen und außer Salz und Pfeffer keine zusätzlichen Gewürze. Nur so kommt DDR-Feeling auf.

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Bei einem Spaziergang wäre mir Nietzsche fast zum Verhängnis gworden. Auf dem Neumarkt steht das Nietzsche-Denkmal von Heinrich Apel. Das muss natürlich fotografiert werden. Dabei achte ich nicht auf den Rinnenbrunnen, der quer über den Platz verläuft. Ich knicke um, der rechte Fuß taucht schmerzhaft ins kalte Wasser. Als wir am Abend nochmals über den Platz laufen, Naumburg ist nicht so groß, ist diese gefährliche Rinne gesichert und abgedeckt. Hat der Bürgermeister mein Malheur beobachtet?

Bad Kösen – Skulpturen am Gradierwerk

Sonntag, April 23rd, 2017

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Am Gradierwerk in Bad Kösen sind sehr interessante tätowierte Steinskulpturen aufgestellt. Leider konnte ich keinen Hinweis auf den Bildhauer finden.

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Tätowierter Stein

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Naumburg – Im Domgarten

Samstag, April 22nd, 2017

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Stifter Thimo von Kistritz blickt skeptisch auf die Damen im Domgarten

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Naumburg – Friedrich Nietzsche

Freitag, April 21st, 2017

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Nutzen Sie, um zum Nietzsche-Dokumentationszentrum zu kommen, vom Bahnhof aus das Angebot der historischen Naumburger Straßenbahn, mit welcher bereits Nietzsches Mutter mit ihrem Sohn fahren konnte.

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Naumburg und Nietzsche (eine Zusammenstellung von Links)

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Das Nietzsche-Denkmal von Heinrich Apel auf dem Holzmarkt wurde 2007 eingeweiht. Wir kennen Apel von unseren Stadtspaziergängen in Magdeburg (Faunbrunnen und Philemon und Baucis).

Naumburg – Neo Rauchs Kirchenfenster im Dom

Donnerstag, April 20th, 2017

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Drei Momente aus dem Leben der Elisabeth hat der Leipziger Maler ausgewählt. Das erste Fenster zeigt die junge Frau im Moment des Abschieds von Ludwig IV., ihrem Ehemann. Ein letzter Händedruck, dann schreitet der Kreuzfahrer seinem Verhängnis entgegen.
Das Ableben des geliebten Gatten hatte für Elisabeth Folgen: Am Landgrafenhof fehlte ihr nun der Rückhalt für ihre barmherzigen Taten der Armen- und Krankenpflege. Fenster Nummer Zwei und Drei zeigen die junge Frau als hemdsärmelige Samariterin. Zunächst kann man beobachten, wie sie einem Bedürftigen in einer unwirtlichen Gegend ihren Mantel überlässt.
Das dritte und größte Fenster zeigt die Heilige schließlich im Marburger Hospital, das sie 1228 gegründet hatte. Dort pflegte Elisabeth bis zu ihrem Tod Aussätzige.
(mehr hier in der WELT vom 14.12.2007)

Ein Wochenende in Rostock und Warnemünde (5)

Sonntag, März 5th, 2017

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Tycho Brahe, auch bekannt als Tycho de Brahe (* 14. Dezember 1546 auf Schloss Knutstorp, Schonen, damals Dänemark; † 24. Oktober 1601 in Prag oder in Benátky bei Prag, Königreich Böhmen) war ein dänischer Adeliger und einer der bedeutendsten Astronomen.

Ein Wochenende in Rostock und Warnemünde (4)

Mittwoch, März 1st, 2017

Tropa

Das ist die Eintrittskarte für die Kunsthalle Rostock. Sehr schön, eine Tempera-Arbeit von Hermann Glöckner.

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Aus meinen Notizen:

Am Nachmittag besuchen wir die Kunsthalle Rostock. Dort ist die große Sibylle-Ausstellung. Gabi ärgert sich, dass sie vor Jahren ihre Sammlung dieser Zeitschrift entsorgt hat.

In der S-Bahn von Rostock-Bramow zurück nach Warnemünde können wir folgende kulinarische Feststellung mithören: „Nein, so ist es nicht. Ich esse schon Spaghetti, aber normale Nudeln sind mir lieber.“ Wir gehen am Italiener vorbei zu Herberts Restaurant und essen Fisch mit Bratkartoffeln.

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Ein Wochenende in Rostock und Warnemünde (3)

Dienstag, Februar 28th, 2017

Naturschutzgebiet Stoltera

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Ein Wochenende in Rostock und Warnemünde (2)

Montag, Februar 27th, 2017

Liste der Denkmäler und Skulpturen in Rostock

Menschen am Meer
Menschen am Meer (Jo Jastram, 1962)

Quelle
Quelle (Karl-Heinz Appelt, 1988)

Ufer
Ufer, manche sagen auch Liegende (Reinhard Buch, 1988)

Welle
Welle (Dorothea Maroske, 1999)

Fluss
Fluss (Dorothea Maroske, 1999)

Ein Wochenende in Rostock und Warnemünde (1)

Sonntag, Februar 26th, 2017

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Jo Jastram (Schreiender Hengst)

Schreiender Hengst

Schreiender Hengst

Wer ihn ansah, ihm zuhörte, seine exzentrische Art bewunderte, sich in weiche Lederstiefelchen und Jacken zu kleiden als sei er Pierre Brice, und sich Brillen an weißen Kettchen aufzusetzen, die es damals in der DDR in keinem Laden zu kaufen gab, der ahnte, das müsse ein Mann sein, der sich unabhängig fühlt.
(mehr hier in der Berliner Zeitung)

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Jo Jastram (Brunnen der Lebensfreude, Detail)