Archive for the ‘JWD’ Category

Wege in Paphos (3)

Samstag, Januar 6th, 2018

Im archäologischen Park von Paphos

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Die schlaue Thisbe geht durch die Haustüre, nachdem sie sie geöffnet hatte, hinaus und täuscht die ihren und gelangt mit verhülltem Gesicht zum Hügel und setzt sich unter den vereinbarten Baum. Die Liebe machte sie kühn. Siehe, da kommt eine Löwin mit schäumenden Maul, das noch besudelt ist vom frischen Rinderblut, um ihren Durst im Wasser der benachbarten Quelle abzulegen. Die babylonische Thisbe sah diese von der Ferne im Mondlicht und floh ängstlichen Fußes in die dunkle Höhle und verlor ihren Schleier, der ihr vom Rücken geglitten war. Sowie die wilde Löwin ihren Durst mit viel Wasser gestillt hatte, zerfetzte sie mit blutbespritzten Maul den zufällig ohne sie selbst gefundenen, zarten Umhang, während sie in die Wälder zurückkehrte.
(Pyramos und Thisbe)

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Wege in Paphos (2)

Freitag, Januar 5th, 2018

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Agia Kyriaki mit der Paulus-Säule

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Pilger, die im 15. und 16. Jahrhundert nach Paphos kamen, [berichten] noch von der Überlieferung, die Apostel [Paulus und Barnabas] seien zuerst verhaftet und ausgepeitscht worden, bevor sie dem Prokonsul vorgeführt wurden. Unter der alten Franziskanerkirche, in der Nähe der Festung auf dem Hügel, soll sich das Verließ befunden haben, in dem [sie] als Gefangene gehalten wurden. Seigneur de Villamont, der das damals türkisch besetzte Baffo 1589 besuchte, beschreibt sogar die Ketten, die Paulus damals trug und die seitdem verehrt wurden. Und General Louis di Cesnola, der archäologiebegeisterte amerikanische Konsul, ergänzte: „Als Paulus Paphos besuchte, wurde er von der Bevölkerung so schlecht behandelt, dass er die Bürger der Stadt als die schlechtesten Menschen der Welt bezeichnete.“ Noch heute steht dreißig Meter vor der Kirche des hl. Kyriaki Chrysopolitissa eine 1,20 Meter hohe Säule, an die, wie es heißt, die Juden Paulus fesselten, um ihn auszupeitschen. Als Beleg wird auf den 2. Korintherbrief verwiesen, in dem der Apostel selbst berichtet: „Fünfmal erhielt ich von Juden die neununddreißig Hiebe“ (11,24). Die Neununddreißig – wörtlich: „Vierzig-weniger-einen“ – waren die gängige Synagogenstrafe für vermeintliche Unruhestifter, entsprechend dem Gesetz des Moses (5 Mos 25,3). Der Brite David George Hogarth berichtet, jedes Jahr am Johannestag (dem 24. Juni) würde das gläubige Volk den Handabdruck des Paulus auf der Säule erkennen. Zudem galten Bruchstücke von ihr als wirksames Heilmittel gegen Malaria; ein Eisenzaun sollte damals verhindern, dass sie auch weiterhin abgeschlagen werden.
(Martin Hesemann, mehr hier: Zypern – Wo Saulus wirklich zum Paulus wurde)

Wege in Paphos (1)

Donnerstag, Januar 4th, 2018

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Diesmal waren wir auf einer Uncertain Journey in PAPHOS, der europäischen Kulturhauptstadt 2017.

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Stunning cave art installation

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In diesem Jahr besuchten wir auch schon AARHUS, die andere Kulturhauptstadt Europas 2017. Die Berichte dazu findet ihr hier.

Abenteuer in Kassel (d14-13)

Sonntag, September 17th, 2017

Schluss mit der Documenta, und zwar für immer!

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Antonio Vega Macoleta, The Mill of Blood

Abenteuer in Kassel (d14-12)

Mittwoch, September 13th, 2017

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Lois Weinberger
Ruderal Society: Excavating a Garden (2017)
Installation
100 × 1,3 × 0,22 m
Karlsaue, Kassel

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Abenteuer in Kassel (d14-11)

Samstag, September 9th, 2017

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Der aus Nigeria stammende US-Künstler Olu Oguibe baute für die Documenta in Kassel einen Obelisken, der für das Leben im Exil steht und mit einer biblischen Heilsbotschaft Hoffnung macht. Für seine Arbeit wird er jetzt mit dem Arnold-Bode-Preis 2017 ausgezeichnet.
(mehr hier)

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Abenteuer in Kassel (d14-10)

Freitag, September 8th, 2017

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Trassen (Olaf Holzapfel in der Kasseler Karlsaue)

Die Methode des Fachwerks ist für Olaf Holzapfel eine grundlegende Art und Weise, Raum aus bloßen Linien zu schaffen.

Leben heißt, von einem Raum zum anderen gehen und dabei so weit wie möglich versuchen, sich nicht zu stoßen.
(Georges Perec)

Interesse an allerlei Formen von Datenumwandlung
Interesse an allerlei Formen von Datenumwandlung (Olaf Holzapfel, KölnSkulptur #6)

Grenzen sind willkürlich, vergänglich, wie kleine Narben in der Rinde eines uralten Baums. An der Schwelle von der Zivilisation zum Niemandsland, im chilenischen Teil Patagoniens, hat der gebürtige Dresdner Olaf Holzapfel Grenzräume erforscht und eine crossmediale Werkgruppe aus Skulptur, Malerei und Film geschaffen.
(mehr hier auf der Website des Deutschlandfunks)

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Abenteuer in Kassel (d14-9)

Donnerstag, September 7th, 2017

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Ein Möbiusband als Möbiusbank

Abenteuer in Kassel (d14-8)

Mittwoch, September 6th, 2017

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Wohnröhren von Hiwa K

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Der Künstler Hiwa K im Porträt

Abenteuer in Kassel (d14-7)

Dienstag, September 5th, 2017

Zelten in Kassel

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Marmorzelt von Rebecca Belmore