Archive for September, 2008

Peter Rogiers

Freitag, September 19th, 2008

Rogiers1

Bei Thomas Schulte ist die erste Soloschau des belgischen Bildhauers Peter Rogiers in Deutschland zu bestaunen. Die Figuren sind aus Kunststoff, mit Aluminium oder Terrakotta. Die expressiven Plastiken erscheinen wie Gäste aus dem weiten Weltenraum: Aliens. Durch amöbenhaft fließende Formen wirken sie schwerelos. Die Oberflächen erinnern an Kleckerburgen am Strand, die mal mit Händen, mal mit einem Brettchen oder einer Getränkebüchse geglättet wurden.
(hier)

Im Atelier

Donnerstag, September 18th, 2008

 Atelierbesuch bei Mark Lammert

Lammert

Wenn man einen berühmten Ahnen hat, muß man es sich gefallen lassen, an ihm gemessen zu werden.Im Falle von Mark Lammert handelt es sich um seinen Großvater, den Bildhauer Will Lammert, Nationalpreisträger der DDR, 1957 posthum geehrt und bekannt als Plastiker eines „humanistischen“ Ideals aus dem Geist des sozialistischen Antifaschismus. Mark Lammert aber wehrt ab. Er möchte nicht darüber reden, hat offenbar Bedenken, in eine östliche Ecke gedrängt zu werden.

1989 bis 1992 war er Meisterschüler an der Akademie der Künste.Ein Glücksfall: Aus seinem Atelier im alten Akademiegebäude am Pariser Platz hatte er einen Logenplatz auf die deutsche Geschichte mit dem Fall der Mauer. Es war eine bewegte Zeit, vor allem auch durch Lammerts enge Beziehung zu Heiner Müller. Mit ihm erarbeitete er Bühnenräume für die Müller-Inszenierungen „Fatzer“, „Philoktet“ und „Germania 3“ am Berliner Ensemble, die mit wenigen farbigen Flächen auskamen und das Theater als Raum neu interpretierten. Müller war damals schon sehr krank.Der Gedankenaustausch spielte sich im Medium dicker Arbeitsbücher ab, in denen Lammerts Entwürfe mit den Ideen des Dichter-Regisseurs zusammentrafen.
(mehr hier)

Seltsame Stadt

Mittwoch, September 17th, 2008

Seltsame Stadt, dachte Frank, Hütten, Wege, Wälder, er hatte sich das irgendwie anders vorgestellt, irgendwie urbaner und so weiter. Aber da kam auch schon ein großer, beleuchteter Turm in Sicht, und Wolli sagte:
„Da! Der Funkturm!“

SEX

Herr Lehmann ist endlich wieder da.
Sven Regener
Der kleine Bruder

Ruhende Kraft

Dienstag, September 16th, 2008

Diesen Prachtkerl haben wir doch erst vor kurzem in Lübeck gesehen, natürlich auch schlafend.

Pssst

Das Scharnhorst-Grabmal auf dem Invalidenfriedhof wurde nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel geschaffen. Das Motiv des Hochsarkophags übernahm Schinkel vom Grabmal Petrarcas. Die Fries-Szenen aus dem Leben Scharnhorsts gestaltete Friedrich Tieck. Der auf diesem Fries ruhende, 1828 modellierte Löwe geht auf einen Entwurf von Christian Daniel Rauch zurück.

Tieck3

Tieck2

Auf dem Invalidenfriedhof

Montag, September 15th, 2008

Grabstätte Hoffmann

Der königlich preußische Generalmajor a.D. und Ritter des Ordens Pour le Merite, Max Hoffmann (1869 – 1927), hatte an der Schlacht von Tannenberg teilgenommen und wirkte als Chef des Generalstabes Ober-Ost im Dezember 1917 als Leiter der Waffenstillstandsverhandlungen von Brest-Litowsk. 1927 starb er in Berchtesgaden. Sein Freund und politischer Weggenosse, der Bildhauer Arnold Rechberg (1879 – 1947), erwarb eine Grabstätte auf dem Invalidenfriedhof und bezahlte eine Ruhefrist bis zum Jahr 2100. Für Hoffmann wählte er als Grabschmuck seine bereits 1906 als Gipsmodell öffentlich präsentierte und 1929 von der Gießerei H. Noack in Berlin in Bronze gegossene Jünglingsfigur aus.
(aus: Gartendenkmale in Berlin – Friedhöfe, Michael Imhof Verlag, 2008)

no time / no flower

Sonntag, September 14th, 2008

Bahnhofsuhr

Ayse Erkmen hat es erkannt, der Hamburger Bahnhof ist gar kein Bahnhof.

The White Cube

Samstag, September 13th, 2008

1933 in Dnipropetrowsk geboren, zählt Ilya Kabakov zu den einflussreichsten Künstlern, die die ehemalige Sowjetunion hervorgebracht hat. Heute bezeichnet man ihn gern als Vater der Moskauer Konzeptkunst. … Seit 1989 arbeitet er mit seiner Frau Emilia Kabakov zusammen. 1945 ebenfalls in Dnipropetrowsk geboren. Gemeinsam schaffen die beiden Künstler Installationen, die alltägliche Elemente mit konzeptionellen verschmelzen.
(aus: checkpoint #6 September – December 2008, Arndt & Partner)

1A Emilia and Ilya Kabakov
Ilya & Emilia Kabakov bei Arndt & Partner

A major retrospective in Moscow brings Ilya and Emilia Kabakov back to the city of their artistic origins. What will the new Russia make of their darkly comic visions of the Soviet past?
(see here)

A Conversation with Emilia Kabakov

Coping

Freitag, September 12th, 2008

Coping

Galerie Barbara Weiss
Nicole Eisenman

Die New Yorkerin bringt in ihrer vielschichtigen, abgründigen, verrätselten Malerei ganz unterschiedliche Elemente zur Geltung: einen Schuss Satire-Stil à la Robert Crumb, eine kräftige Portion Neue Sachlichkeit, aber auch naive Flächigkeit oder expressionistische Versatzstücke. Das entrückte Geschehen ist irgendwo zwischen den zwanziger Jahren, der amerikanischen Provinz und dem neurotischen Manhattan angesiedelt. Eisenmans Vater ist Psychoanalytiker, und dass sie sich an ihm und seinem Beruf abarbeitet, scheint in ihren Bildern immer wieder auf.
(S. Preuss hier)

David in Berlin

Donnerstag, September 11th, 2008

David allein in Berlin

Vor zwei Jahren war David schon einmal Thema in den Kunstspaziergängen (hier). Damals war er noch in Florenz.
Dann trafen wir ihn in Köln, und vor kurzem in Kopenhagen.
Nach einem kurzen Abstecher nach Lübeck ist er jetzt in Berlin angekommen.

Maß, Zahl und Gewicht

Mittwoch, September 10th, 2008

Philharmonie
Die Kunstbibliothek befindet sich am Kulturforum.

In der Kunstbibliothek (zum Jahr der Mathematik)
Maß, Zahl und Gewicht
Meisterwerke der Sammlung Architektur der Kunstbibliothek

Mathematik und Architektur