Archive for Dezember, 2016

Gestaltung schafft Wissen

Sonntag, Dezember 25th, 2016

Wissen

Es ist die interessanteste Ausstellung, die es seit langem gab in Berlin. Am 8. Januar schon wird sie geschlossen werden. Nichts wie hin, also.

Die Ausstellung [reißt] ein Gutteil unserer Weltsicht nieder. Die hübsche Einteilung in Kultur und Natur wird hier zu Grabe getragen. Damit auch Marx’ berühmte Bemerkung aus dem ersten Band des Kapitals: „Was aber von vornherein den schlechtesten Baumeister vor der besten Biene auszeichnet, ist, dass er die Zelle in seinem Kopf gebaut hat, bevor er sie in Wachs baut.“ Das ist definitiv falsch. Was man bei Tieren noch nicht beobachtet hat, ist, dass sie sich Entwurfszeichnungen anfertigen, nach denen sie dann arbeiten. Dass sie aber sich die Materialien bereitstellen, bevor sie anfangen, das ist gut belegt.
(Arno Widmann in der Berliner Zeitung)

Betonschal

Das ist ein Betonschal, unglaublich. So begeistert wie Gabi sich das Teil angeschaut hat, bin ich ziemlich sicher, dass auch bei uns zu Hause demnächst in Beton gestrickt, gehäkelt oder gewebt wird.

Karmakollaps

Dienstag, Dezember 20th, 2016

Alexandra Ranner im Georg-Kolbe-Museum

Ich habe genug

Ich habe genug wurde in drei Varianten realisiert: 2005 als freistehendes Haus im Berliner Palast der Republik, 2006 als grober Bretterverschlag, eingelassen in die Fassade des Essener Kunstvereins Ruhr, und im selben Jahr schließlich als Teil einer Brunnenverkleidung in der städtischen Kunsthalle Rathausgalerie in München. 2014 wurde Ich habe genug von Heiner Wemhöner angekauft. Als permanente lnstallation ist das Haus seit 2015 in Herford dauerhaft auf einem privaten, aber öffentlich zugänglichen Wiesengrundstück installiert. Täglich öffnet sich ein Fensterrolladen und gibt Einblick ins Innere der Behausung. Sie dient einem Protagonisten als Bühne, der Heimat und Existenzbasis verloren zu haben scheint. Man sieht einen Fluss und einen kargen Uferstreifen, abgenutzte Gebäude und dürre Bepflanzung. In dem Gewässer dümpelt ein abgetrennter Kopf, die Schnittkante am Hals liegt offen auf dem Wasserspiegel. Die Augen sind himmelwärts gerichtet. Der Mund intoniert Arien aus der Kantate BWV 82 von Johann Sebastian Bach: Ich habe genug.

Self-Fulfilling Prophecy

Montag, Dezember 19th, 2016

With the help of Mendeleev

Mi Kafchin in der Galerie Judin

Welch sinnliche Anmaßung. Schönheit, Vergänglichkeit und Transformation kennzeichnet Mi Kafchins Bildwelt. Und mit „A Self-Fulfilling Prophecy“ malte sie sinnbildlich die Reise zu sich selbst. In starken Farben und symbolischen Formen erfüllt sich ihre Selbst-Prophezeiung. Als Powerfrau. – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/25140886 ©2016

FUNKTIONIEREN

Sonntag, Dezember 18th, 2016

Drucken mit Nasan Tur bei Blain Southern.

Funktion

Nasan Tur im Hamburger Bahnhof, 2014

Im Schadow-Haus

Samstag, Dezember 17th, 2016

Über den Unterschied der Gesichtszüge beim Menschen
Johann Gottfried Schadow und Guillaume Bruere

Bruere

Der Neger Selim

Kommunale Galerien in Berlin (10)

Freitag, Dezember 16th, 2016

Galerie 100

In der Galerie 100 findet das Kapitel „Funde am Hohen Ufer“ der Gerenot-Richter-Werkschau in 6 Kapiteln statt.

Funde

Mit den Ostseebildern Gerenot Richters begeben wir uns an einen Ort, dem eine besondere Schöpferkraft innewohnt. Sein grafisches Werk, das dort Inspiration fand, ist von großer Meisterschaft. Die experimentierfreudigen Radierungen gestalten das Nahe und schweifen in die Ferne. Durchwandern unsere Augen diese Blätter, so gibt es überraschende Entdeckungen, skurrile Holzstücke, faszinierende Steine, ein Strandläuferpaar, … und sogar die Begegnung mit einer Figur aus der Geschichte der Kunst kann man erwarten. Immer wieder aber blicken wir in die Weite des Meeres. Wir schauen auf bewegte Linien und Strukturen, die in das Detail verliebt sind und doch das Ganze erfassen.
(Christina M. Wilsky)

Kommunale Galerien in Berlin (9)

Donnerstag, Dezember 15th, 2016

Obersee 12

Heute bin ich im Mies van der Rohe Haus am Obersee.

Obersee 14

Dort stellt Beat Zoderer aus. Die Ausstellung heißt Nagelfluh. Zoderer hat für die Räume des Mies van der Rohe Hauses eine Installation aus Skulpturen, Wandobjekten und Collagen entwickelt. Nagelfluh ist eine natürliche Gesteinsformation in den Alpen, eine Art natürlicher Beton, und eine Metapher für die Betonarbeiten des Künstlers.

Obersee 15
Torus 2, 2012

Obersee 17

Hier ist eine Zusammenstellung bisher besuchter kommunaler Galerien.

Obersee 7

Anschließend bin ich noch eine Runde um den Obersee gelaufen. Ich wollte nach dem schönen Akt Sommer (Siegfried Krepp) schauen. Daheim lese ich bei Fräulein Weissensee, dass im Februar 2013 die Skulptur gestohlen wurde.“

Nasenspitze

Inzwischen hat sich der Förderverein Obersee & Orankesee erfolgreich der Sache angenommen. Die Plastik Elegie wurde von Evgenia Usimova geschaffen.

Obersee 6

Obersee 3

Obersee 1

Künstlerische Zeichen in der Victoriastadt

Freitag, Dezember 9th, 2016

Das ist nicht neu, aber ich habe es zum ersten Mal gesehen:
Grüne Wege von Kerstin Wichmann

Grüne Wege

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20161208 07

Grüne Wege

Narren hasten
Kluge warten
Weise gehen
in den Garten.
(Tagore)

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Ach, Moment, die rote Form von Josephine Günschel und Margund Smolka sah ich schon.

Leck mich

Kommunale Galerien (8)

Donnerstag, Dezember 8th, 2016

Wo gehst du hin?

20161208 01

Heute bin ich im Ratskeller Lichtenberg:
rk galerie für zeitgenössische Kunst

20161208 02

Die aktuelle Ausstellung heißt:
Ausblick : Gegenwart – 7 künstlerische Positionen zur Zeit
(Michael Augustinski, Claudia Hartwig, Michael Otto, Peter Schlangenbader, Tine Schumann, Hans Stein, Andrea Streit)

Zum Thema der Ausstellung passt der heutige Morgengruß

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Berlin Hauptbahnhof (Hans Stein, 2011)

Das sind die bisher besuchten kommunalen Galerien.

Tieranatomisches Theater

Montag, Dezember 5th, 2016

Das 1790 erbaute Tieranatomische Theater ist das älteste erhaltene Lehrgebäude Berlins und ein Meisterwerk des preußischen Frühklassizismus. Es wird seit 2013 vom Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik als Raum für Ausstellungen mit Laborcharakter betrieben. Ausgehend von Forschung und Lehre an der Humboldt-Universität zu Berlin sind die Projekte der interdisziplinären Erforschung materieller Wissenskulturen und neuen Praktiken des Ausstellens gewidmet, z.B.

T AM 13

Orobates. Nach 300 Millionen Jahren reanimiert.

Anatomisches Theater

Es hallt wie in einer Kirche, unter der lichten, mächtigen Kuppel des „Tieranatomischen Theaters“. Das heißt, nein, nicht wie in einer Kirche – dazu wirken die archaischen Motive, mit denen die Decke des neo-klassizistischen Prunkbaus bemalt sind, viel zu dämonisch: Von allen Seiten starren dunkle Augenhöhlen aus skelettierten, gehörnten Rinderschädeln auf die weiß-lackierten Holzbänke, die amphitheater-artig im steilen Rund ansteigend in den hohen Raum gebaut sind.
(mehr hier)

T AM 09

T AM 08

T AM 03