Die Tropen

Tropen

Die Tropen
Ansichten von der Mitte der Weltkugel
(Dieser Untertitel ist ein etwas schräger Beitrag der Ausstellungsmacher zum Jahr der Mathematik:
Wo war doch gleich die Mitte einer Kugel? Bestimmt nicht in Äquatornähe.)

Bei den früheren Stationen der Schau in Brasilia und Rio de Janeiro wurden mehr als eine halbe Million Besucher gezählt. In Deutschland ist sie jetzt zum ersten Mal zu sehen – mit 280 alten und neuen Kunstwerken, Skulpturen und Fotografien aus den Regionen zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis.

Rund 200 Arbeiten meist anonymer Künstler aus den Beständen des Berliner Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst stehen in fünf thematischen Kapiteln, etwa zu Natur, Politik, Farbenpracht oder urbanem Drama, Malerei, Fotografie, Installation und Multimedia von rund 40 Gegenwartskünstlern gegenüber. Diese stammen teilweise selbst aus tropischen Länden, teilweise setzen sie sich kritisch mit unserer Tropenerwartung auseinander. So hängen Dschungelfotos von Thomas Struth oder Candida Höfers Aufnahmen von in Zoos gehaltenen Giraffen neben Plastiken aus Westafrika, die einen noch unschuldigen Umgang eingeborener Künstler mit Natur und Gott­heiten zeigen, bevor die Tropen zur Dritten Welt verkamen. Der in Berlin lebende Peruaner Fernando Bryce zeichnet lokale Idole nach, der Kölner Marcel Odenbach oder der Peruaner David Zink Yi zeigen afrikanische und südamerikanische Realität im Video.
(Heinz Peter Schwerfel in art, hier einige Bilder aus der Ausstellung)

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