Posts Tagged ‘AdK’

korrekt und anarchisch

Saturday, January 30th, 2010

“Ach knallige Welt, du Lunapark,
Du seliges Abnormitätenkabinett.
Paß auf! Hier kommt Grosz,
Der traurigste Mensch in Europa.”
George Grosz

korrekt und anarchisch

Erstmals stellt die Akademie der Künste die Fülle an Material, das sie zu George Grosz in Kunstsammlung und Archiv bewahrt, in großem Umfang vor. 200 Skizzenbücher, Zeichnungen aus seiner Jugend bis in die Zeit der Neuen Sachlichkeit, darunter so bekannte Blätter wie “Friedrichstraße” und “Christus mit Gasmaske”, Mappenwerke, Zeitschriften, Collagen, Fotografien und schriftliche Dokumente erlauben einen Einblick in sein Leben und sein künstlerisches Werk.
(Website der Ausstellung)

Käthe-Kollwitz-Preis 2008

Friday, June 13th, 2008

Experten
Gustav Kluge, Grünwaldkonferenz, Teamportrait V (Detail)

Der in Hamburg und Karlsruhe lebende Maler und Grafiker Gustav Kluge erhält den Käthe-Kollwitz-Preis 2008.
Die Preisverleihung verbindet die Akademie mit einer Ausstellung von 55 Ölbildern Kluges.

Zaubergarten

Wednesday, June 11th, 2008

Zaubergarten
Innenhof AdK Hanseatenweg

Im Zaubergarten der Schrift
die Berliner Sammlung Kalligraphie
Eine Austellung der AdK
Hanseatenweg, 16.5.-22.6.2008

Benn Berlin
Gottfried Benn Berlin, kalligraphisch umgesetzt von Reiner Seibold, 1991

Jeder kennt die schwierigen Anfänge, die oft weniger schönen Kindheitserinnerungen ans Schönschreiben. An verkrampfte Hände und Schweiß auf der Stirn. Vielleicht lagen ja die waagerechten Balken des E eher schief. Oder die Aufstiegslinien beim M krakelten sich ungeschickt, eher wellig nach oben. Oder das O hatte den Bauch nie an der richtigen Stelle. Die beiden P und D ließen sich beim Lesen kaum unterscheiden, weil der Rundungsansatz irgendwo landete. Nur selten dort, wo er hin sollte, nie da, wo es Sinn machte. In der Ausstellung nun beweisen die Meister ihres Faches, so Werner Schneider, Irmgard Horlbeck-Kappler, Denise Lach oder Tom Perkins, dass beim Schreiben manchmal gerade dann neuer Sinn entsteht, wenn die Schrift nicht ideal gelingt, sondern individuell bleibt, und eher aussieht wie ein Bild.
(Thea Herold in der Berliner Zeitung: hier)