
Rückbau des ehemaligen Ministeriums für Bauwesen der DDR, Breite Straße

Neubau des BMBF, Kapelle-Ufer

Rückbau des ehemaligen Ministeriums für Bauwesen der DDR, Breite Straße

Neubau des BMBF, Kapelle-Ufer
In der Britzer Straße errichtete der Bauunternehmer und Architekt Carl Siebert zwei Mietshäuser, die mit ihrer aufwändigen Gestaltung die bürgerliche Wohnkultur des frühen 20. Jahrhunderts bezeugen.
Die Erker erhielten einen überaus reichen Dekor in Formen des Jugendstils. Die verspielten Darstellungen sind der Welt der Märchen und Legenden entlehnt. Auf Konsolen stehen nackte Frauen, die sich aber schamvoll vom Betrachter wegdrehen und in der Nische verstecken.
(aus: Denkmale in Berlin Ortsteile Nieder- und Oberschöneweide, Michael Imhof Verlag)
Das neue Archäologische Zentrum in Berlin lässt vor allem eines aufkommen: Sehnsucht nach Farbe. Muss ein solcher Bau – zumal, wenn er 47 Millionen Euro gekostet hat und in einer der besten Lagen Berlins entstand – so karg wirken wie das neue Archäologische Zentrum?
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Der Masterplan Museumsinsel beinhaltet nicht nur die Zusammenführung der Archäologischen Sammlungen in ihren angestammten Gebäuden sondern fokussiert die Studiensammlungen, Restaurierungswerkstätten, Bibliotheken, Archive und Wissenschaftsverwaltungen auf einen Ort in der Nachbarschaft der Museumsinsel: die Museumshöfe. Im Oktober 2007 konnte, nachdem die Entscheidungsträger dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung den Planungsauftrag erteilt hatten, das Architekturbüro Harris + Kurrle mit den Planungsleistungen für das Archäologische Zentrum beauftragt werden. Nach den Plänen des Stuttgarter Büros Harris + Kurrle Architekten entstand ein Gebäude, das für die Erforschung, Dokumentation, Konservierung und Restaurierung der Bestände optimale Voraussetzungen schafft. Studien- und Lesesäle sind so konzipiert, dass ein gleichzeitiges Arbeiten mit Schriftquellen und Artefakten möglich ist. (mehr hier)

Die Friedrichwerdersche Kirche ist seit Jahren von Baugruben umzingelt (hier 2007)
Risse in der Friedrichswerderschen Kirche, Schinkels Bauwerk akut gefährdet, Ausstellung geschlossen: So lauteten im Oktober die Nachrichten, nachdem Putz von der Decke der denkmalgeschützten Kirche gefallen war. Als Ursache wurden schnell Bodenbewegungen vermutet.
Möglicherweise ausgelöst von benachbarten Bauprojekten, etwa dem Schlossneubau, der Sanierung der Staatsoper oder dem Neubau der Kronprinzengärten, die seit diesem Sommer direkt neben der Kirche errichtet werden. Mit diesen Bauprojekten haben die Schäden in der Kirche möglicherweise aber gar nichts zu tun.
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Baugrube für die Neubauten an den Kronprinzengärten, links die Mauern der Friedrichwerderschen Kirche
Thomas Frantz hatte davon gelesen, in der Zeitung. Es war nicht viel mehr als eine längere Meldung mit Bild gewesen. … Wo früher die SED regierte, zieht der Club Soho House mit Swimming Pool, Lounge und Sauna ein. Frantz kennt das Gebäude. Dreizehn Jahre lang stand es leer an der Kreuzung Prenzlauer Allee, Ecke Torstraße, dieses riesige, bräunliche, verwitterte Haus, wie ein liegendes L ragte es in den Himmel. … Immer hatte er sich gefragt, was wohl aus diesem Bau werden würde, dessen Schaufenster zur Straße hin zugemauert waren. Das Haus strahlte etwas Düsteres und zugleich Anziehendes aus. … “Einige Zimmer wurden komplett ausgebaut und eingelagert, zum Beispiel das von Pieck, das wird hier wieder so eingebaut, wie’s mal war, wenn alles fertig ist, das war eine Auflage der Denkmalbehörde.”
(aus: Gehwegschäden von Helmut Kuhn)
Vor dem Bodemuseum drängen sich die Touristen. Die Museumsinsel ist das kulturelle Aushängeschild Berlins. Die andere Spree-Seite bleibt bislang so gut wie unbeachtet. Dabei tummeln sich hier architektonische Kulturgüter wie etwa das alte Telegraphenamt, das Bauhaus von Walter Wolff oder die ehemalige Frauenklinik der Charité von Martin Gropius. Das Areal umfasst 33.000 Quadratmeter, die seit der Wende im Dornröschenschlaf lagen. Der Berliner Unternehmer Ernst Freiberger hat die denkmalgeschützten Immobilien nach und nach gekauft.
(hier)