Posts Tagged ‘Architektur’

Anatomisches Theater

Friday, August 13th, 2010

Anatomisches Theater

Seit 2005 erfolgt am Anatomischen Theater mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz die Restaurierung der historischen Fassaden. Die Bohlenbinderkuppel wurde 2007 für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert.
(mehr hier)

Anatomisches Theater

Tiere im Untergrund

Sunday, May 23rd, 2010

Der U-Bahnhof Heidelberger Platz wurde von 1911 bis 1913 erbaut (Architekt: Wilhelm Leitgebel). Leitgebel hat die Bahnsteighalle in zwei Schiffe geteilt und diese mit Kreuzgewölben überspannt. Getragen werden diese von gedrungenen Granitpfeilern, die mit Blattkränzen geschmückt sind. In den Gewölbeansätzen brachte man Relieffelder mit Tierdarstellungen an. Sie sind vom Wilmersdorfer Künstler Martin Meyer-Pyritz (Tiermeyer).
(Infos aus: Verkehrsdenkmale in Berlin – Die Bahnhöfe, Michael Imhof Verlag, 2007)

Eichhörnchen

Fuchs

Batman

Kino International

Saturday, May 15th, 2010

Kino International

Joseph Kaiser baute das Kino International (mehr hier von N. Bernau)

Vor 100 Jahren, am 1. Mai 1910, wurde Josef Kaiser geboren. Ein Architekt, der für viele Widersprüchlichkeiten des 20. Jahrhunderts steht.

1960 begann die Planung des Kino Kosmos. 1961 die des Viertels um die Schillingstraße mit dem Kino International, dem Café Moskau und dem einstigen Hotel Berolina – ein Ensemble, das vom Versuch der DDR kündete, Anschluss an den westlichen International Style zu erhalten: Luftig in den Formen, mit intimen Innenhöfen, großzügigen Foyerräumen, üppigen Glasfronten, reichem Mosaikschmuck oder raffinierten Details wie dem Glimmervorhang des Kino International.
Für die DDR waren Josef Kaisers Bauten eine Revolution, niemals war ihre Architektur wieder so heiter, gelöst, weltoffen.

Die Sophienkirche in der Spandauer Vorstadt

Saturday, March 20th, 2010

Sophienkirche

Sophienkirche1

Sophienkirche

Königin Sophie Luise, dritte Frau von Friedrich I. und strenge Lutheranerin, stiftete 1712 die Spandauische Kirche, erst später Sophienkirche genannt.

Die Sophienkirche war ein Saalbau mit Steildach, an den erst später auf Veranlassung des “Soldatenkönigs”, dessen Vorliebe für hohe Kirchtürme hinlänglich bekannt war, ein quadratischer Turm nach Plänen von Johann Friedrich Grael (siehe Bild oben links) 1732-34 angebaut wurde.

Die Sophienkirche hat den 2. Weltkrieg als eine der wenigen Stadtkirchen fast unbeschadet überstanden.
(obige Druckgrafiken und Text aus: Gernot Ernst, Ute Laur-Ernst Die Stadt Berlin in der Druckgrafik 1570-1870)

Sophienkirche2

Risalit

Wednesday, March 10th, 2010

3 Stock

2 Stock

1 Stock

ganz unten

Das Haus in der Saarbrücker Straße 15 ist ein reich geschmückter Putzbau (1876), fünfgeschossig von nur drei Achsen, die mittlere Achse als Risalit gebildet, mit dreiseitigem, über alle Geschosse geführtem Erker. Die beiden unteren Geschosse sind gequadert, die drei oberen Geschosse, mit variierenden Fensterrahmungen und -verdachungen, besonders hervorgehoben durch aufwendigen figürlichen Schmuck der mittleren Erkerachse: am dritten Geschoß Ädikula mit antikisierender Gestalt vor Muschelnische, darüber, am vierten und fünften Geschoß, allegorische Reliefdarstellungen, bekrönt von Porträtmedaillons Schinkels und Kaulbachs.
(aus: Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin I, Henschelverlag 1983)

Schlossattrappe

Tuesday, March 2nd, 2010

Das Schloss in der Gipsstraße

Was halten Sie von der geplanten Schloss-Attrappe im Stadtzentrum?
Es ist eine der merkwürdigen Schwächen Berlins, wie es an der Geschichte leidet und dabei ziemlich selbstzerstörerische Dinge tut. Das wirkt auf den Außenstehenden rührend und auch sympathisch. Manchmal jedoch befällt Berlin der Wahnsinn. Es ist eine junge Stadt, deren Identität sich auf dem Neuen und dem 21. Jahrhundert begründet. Warum nur will man jetzt den ultimativen Kitsch-Ersatz für ein Schloss bauen, das schon von Beginn an nicht so sehr überzeugte? Weil der Osten es nach dem Krieg sprengte. Nun nach dem Sieg des Westens nimmt dieser Rache, reißt seinerseits den Palast der Republik ab und lässt das Schloss wiederauferstehen. Keine andere Stadt dieser Größe wäre so verrückt, an einem Ort dieser Bedeutung eine solche Kitsch-Imitation zu bauen. Und das aus Revanche für etwas, das Generationen zurückliegt.
(mehr im Interview der Berliner Zeitung mit dem Chefkritiker der New York Times Michael Kimmelman))

Brücken in Berlin – Stubenrauchbrücke

Sunday, February 28th, 2010

Stubenrauchbrücke

Stubenrauchbrücke

Die Entwicklung der Gemeinden Oberschöneweide und Niederschöneweide war am Ende des 19. Jahrhunderts eng an die rasche Expansion der Berliner Großindustrie gekoppelt. Eisenbahn- und Wasserstraßenanschluss boten günstige Bedingungen für Industrieansiedlungen. Zugleich wurden jedoch Wege- und Straßenbauten und deren Anbindung an das Chausseenetz des Kreises Teltow notwendig. Als erste ständige Verbindung zwischen den beiden Spreeufern wurde 1885 mit Mitteln des Kreises eine Kettenfähre eingerichtet.

Die Fährverbindung blieb bis 1891 bestehen und wurde in den Jahren 1890/1891 durch eine Holzbrücke ersetzt, über die auch die Gleise der Güterbahn Berlin-Oberschöneweide führten und siebzehn neu entstandene Fabriken in Oberschöneweide an die Fernbahnstrecke Berlin – Görlitz anschlossen. Die 121 Meter lange Brücke über die Spree war eine hölzerne Fachwerkkonstruktion über neun Öffnungen. Die drei mittleren dienten dem Schiffsdurchlass. Neben dieser Brücke entstanden etwa in der gleichen Zeit weitere Spreeübergänge wie der Kaisersteg (1898, Fußgängerbrücke) und die Treskowbrücke (1904), die gemeinsam zu einer Verkehrsentlastung in Schöneweide beitrugen. Die Holzkonstruktion der hier beschriebenen namenlosen Brücke war schnell baufällig geworden und erforderte nach nur zehn Jahren den dringenden Neubau einer festen Spreequerung. Die Landratsverwaltung entschied sich für eine aus drei ungleich langen Bögen konstruierte Stahlbrücke, die auch den beginnenden Straßenbahnverkehr und die Gleise der zu den Fabriken Oberschöneweide verlaufenden Industriebahn aufnehmen mussten. Die Brückenpläne stammen von dem Berliner Bauingenieur Karl Bernhard. Bei der Einweihung der neuen Brücke erhielt diese den Namen Stubenrauchbrücke nach dem ehemaligen Teltower Landrat Ernst von Stubenrauch.
(mehr in der Wikipedia)

Galerieneubau in der Brunnenstraße

Sunday, February 14th, 2010

Was die Architektur betrifft, ist Berlin wahrlich kein Hort des Neuen. Mit der Brunnenstraße 9 findet da möglicherweise eine Änderung statt.
(mehr hier)

Brunnenstr

Die charmanteste Geste aber stellen die Geschosshöhen da, die sich an die Nachbarhäuser anpassen – obwohl die verschieden sind. Jedes Stockwerk unternimmt an einer anderen Stelle eine Stufe. So gewinnt das Haus seinen eigenwilligen, spielerischen Charme, der eher an informelle Bauten im Mittelmeerraum oder in Südamerika erinnert als an ein repräsentatives Kunsthaus. Der Stadtplanungsblog „Slub Magazine“, der ein paar Häuser weiter residiert und die Entstehung des neuen Nachbarn mit kindlicher Aufregung verfolgte, schöpfte dafür den schönen Ausdruck „Teutonic Favela“.
(mehr hier)

Brunnenstraße 9

Brunnen 9 von hinten


Überall viel Lob für die Architektur
. Es wäre noch schöner gewesen, wenn sich auch die ersten Mieter (Galerie KOW) an ihre Öffnungszeiten halten würde. Wir haben uns am Sonnabend durch den Schneematsch gequält, standen aber um 13.45 Uhr vor (noch?) geschlossenen Türen, Öffnungszeiten 12-18 Uhr.

Kaiserliches Patentamt

Monday, February 8th, 2010

Das dreigeschossige Gebäude mit neobarocker Sandsteinfassade wurde 1887–1891 von August Busse (1839–1896) errichtet (Luisenstraße 32-34). Das Portal im Mittelgebäude stand zwischen zwei Doppelsäulen mit überlebensgroßen Plastiken. Den üppigen Fassadenschmuck entwarf Otto Lessing.
(mehr bei Luise)

Eingang

Lesen in Patenten

Leser1

U-Bahnhof Krumme Lanke

Friday, February 5th, 2010

U Krumme Lanke
Alfred Grenander, 1929

Am Empfangsgebäude des U-Bahnhofs Krumme Lanke zeigt sich die außergewöhnliche Qualität der Grenanderschen Entwürfe. Es war über deutsche Grenzen hinaus bekannt und diente als Vorbild für Londoner Haltepunkte wie Chiswick Park oder Southgate.
(Verkehrsdenkmale in Berlin, Michael Imhof Verlag, 2007