Posts Tagged ‘Büste’

Wilhelm Böckmann – Architekt des Berliner Zoos

Sonntag, September 26th, 2010

Der am 1.8.1844 als erste derartige Einrichtung in Deutschland auf 22 ha eröffnete Zoo geht zurück auf Bemühungen des Zoologen Hinrich Lichtenstein, der zusammen mit dem Gartengestalter Peter Joseph Lenné im Auftrag Friedrich Wilhelms IV. dafür die Pläne ausgearbeitet hatte. In den folgenden Jahren planten Johann Heinrich Strack sowie die Architektenbüros Ende & Böckmann (Hermann Ende, Wilhelm Böckmann) und Zaar & Vahl (Carl Zaar) mehrere Bauten.
(mehr hier)

Wilhelm Böckmann
Böckmann-Büste von Fritz Klimsch im Zoologischen Garten, vor 1914

1866/1867 gründete Wilhelm Böckmann zusammen mit Kollegen die Deutsche Bauzeitung. Der Schwerpunkt des Schaffens von Ende und Böckmann waren Villen im Berliner Stadtbezirk Tiergarten, vor allem im Diplomatenviertel. Nur wenige dieser Bauten haben den Zweiten Weltkrieg überstanden. Auch planten und begründeten sie den Bau des Potsdamer Villenviertels Neubabelsberg. Bemerkenswert waren auch die verschiedenen Bauten für den Berliner Zoo. Ende und Böckmann errichteten weltweit zahlreiche Bauten und unterhielten zeitweise sogar eine Außenstelle in Japan.

Friedrich Althoff

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Althoff
Friedrich Althoff (Büste von C. F. Hartzer, 1902 auf dem Charitegelände, Eingang Schumannstr.)

Althoffs Bemühungen verdankt die Charité in Berlin die Bewilligung der Kosten für ihren Neu- und Umbau an der Wende zum 20.Jahrhundert. Er schuf damit die Voraussetzungen zur erfolgreichen Weiterentwicklung der Berliner Medizinischen Fakultät.

Althoffs Grab
Althoffs Ehrengab im Botanischen Garten (Hans Krückeberg, 1911)

Friedrich Althoff vom Ministerium erteilte dem Interimsdirektor des Botanischen Gartens, Ignaz Urban, den Auftrag für eine Verlegung des Gartens, fragliche Gelände auf der Feldmark um Berlin zu untersuchen und zu bewerten. Mit der 41 Hektar großen Feldmark der Königlichen Domäne Dahlem, bis dahin Kartoffelacker, ermittelte Urban ein in jeder Hinsicht geeignetes Gelände.

Georg Elser

Montag, Januar 11th, 2010

Georg Elsner

Georg Elser in der Straße der Erinnerung

Um ihn ranken lange Zeit viele Gerüchte.
Noch weit nach dem Krieg wird er diffamiert. Manche sehen in dem einfachen Handwerker und Hilfsarbeiter eine Marionette der Nazis. Erst 1969 werden alle Zweifel ausgeräumt: Georg Elser ist allein, als er Hitler töten will und am 8. November 1939 eine Bombe im Münchner Bürgerbräukeller zündet. Acht Menschen sterben. Hitler kommt davon, weil er 13 Minuten zuvor den Keller überraschend verlässt. Wäre das Attentat gelungen, es hätte den Gang der Weltgeschichte wie kein anderes Ereignis den 20. Jahrhundert verändert. Nach seiner Verhaftung gesteht Elser die Tat. Er wird ins KZ Sachsenhausen verschleppt, später in Dachau gefangen gehalten. Dort wird er auf Befehl Hitlers am 9. April 1945 erschossen.

Edith Stein

Mittwoch, April 15th, 2009

Edith Stein

Edith Stein in der Straße der Erinnerung

Edith Stein kam als Kind jüdischer Eltern zur Welt, ihr Vater war ein wohlhabender Holzhändler. Sie studierte Philosophie in Göttingen und Breslau, promovierte „summa cum laude” bei Edmund Husserl in Freiburg über das Thema „Einfühlung” und wurde Assistentin des berühmten Philosophen, als jüdischer Frau verwehrte man ihr aber die Habilitation. 1922 konvertierte sie nach der Lektüre der Biografie der Teresia von Ávila zur katholischen Kirche und wollte Nonne werden, was ihr aber auch verwehrt wurde.
(mehr hier im Ökumenischem Heiligenlexikon)

Mit einer Hingabe, die er als die Frömmigkeit eines Atheisten bezeichnete, nahm er Anteil an ihrem Leben und ihrem Sterben. Im Herbst 1945 fuhr er nach Nürnberg, weil er ihrem Mörder Seyß-Inquart in die Augen sehen wollte, und als sie von Papst Johannes Paul II. heiligesprochen wurde, sei er, sagte er, sehr verwirrt gewesen. Wörtlich sagte er: „Ich glaubte, ich müsse mich übergeben.“ Edith Stein, die sich seit ihrem Eintritt in den Karmeliterorden Teresia Benedicte a Cruce nannte, wurde als „katholische Märtyrerin“ heiliggesprochen. „Pius XII. hat nichts unternommen, um ihr Leben zu retten“, sagte Carl, „und nun spricht sie einer seiner Nachfolger heilig. Sie ist ja nicht wegen ihres katholischen Glaubens in Auschwitz ermordet worden, sondern weil sie Jüdin war.“
(aus: Michael Köhlmeier Abendland)

Toteninsel

Donnerstag, Februar 7th, 2008

In Berlin gibt es 224 geöffnete und geschlossene Friedhöfe mit etwa 1176 Hektar gewidmeter Friedhofsfläche, von denen (gegenwärtig) 79 in der Denkmalliste Berlins als einzelne Gartendenkmale eingetragen sind. Dazu gehört der Friedhof Grunewald (hier einige Impressionen), der wegen seiner abgegrenzten Lage in Anspielung auf das Gemälde von Arnold Böcklin auch Toteninsel genannt wird.
Auf diesem Friedhof ist auch der Schriftsteller Hermann Sudermann (1857-1928) bestattet. Die heute fast vergessenen Theaterstücke Sudermanns feierten zu Beginn des 20. Jahrhunderts wahre Triumphe (hier Werke bei Gutenberg.de) und ermöglichten ihm den Aufbau einer bedeutenden Kunst- und Antikensammlung, aus der auch die Frauenbüste uf der Grabstätte stammen soll.
(Infos aus: Gartendenkmale in Berlin FRIEDHÖFE, Michael Imhof Verlag, 2008)

Porträtbüste