Posts Tagged ‘Johann Gottfried Schadow’

Moritz Götze im Schadow-Haus

Sonntag, September 2nd, 2018

Relief
Attikarelief des Brandenburger Tores

Vor 225 Jahren wurde die Quadriga auf dem Brandenburger Tor von Johann Gottfried Schadow fertiggestellt. Moritz Götze, der in den letzten Jahren mit vier Emaille-Tableaus zur Geschichte des Parlaments beauftragt worden war, nimmt den Geburtstag von Berlins Wahrzeichen zum Anlass, dem Schöpfer der Quadriga einen Lorbeerkranz zu flechten und sich seinem Werk kongenial anzunähern. Damit vervollständigt der Hallenser Künstler eine Interpretationen preußischer Geschichte und holt sie aus einem zunehmend in den Büchern versteckten Kanon kulturhistorischer Erinnerungskultur höchst lebendig in unsere Zeit.
(hier)

Schadowhaus 14

Schadowhaus 11

Prinzessinnen

Samstag, März 5th, 2016

Prinzessinnen

Die Ausstellung „PRINZESSINNEN. Johann Gottfried Schadow / Anna Franziska Schwarzbach“ im Schadow-Haus nähert sich einem Thema, das über die Jahrhunderte nichts an Aktualität verloren hat: dem menschlichen Körper, seinen Proportionen und unserem Begriff der Schönheit. Sensibel umgesetzt, führt der Besuch in einen interessanten und spannenden Dialog über vermeidliche Normen und Ideale

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Der sehr kleine Mann zwischen den beiden grossen Gestalten kann demohngeachtet noch nicht zu den Zwergen gezählt werden, und finden sich ähnliche Exemplare in jeder grossen Stadt. Was bemerkenswerth ist, dass unter diesen sich solche
finden, deren gehirnfassender Theil eine oftmals die Köpfe der grössten Männer übersteigende Ausdehnung hat.
Johann Gottfried Schadow: POLYCLET, 1834

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Hauptdarsteller der Ausstellung sind jedoch die Mitglieder der aus Rumänien stammenden, jüdischen Artistenfamilie Ovitz. Sieben ihrer zehn Kinder waren kleinwüchsig. Sie reisten als Musikerinnen und Musiker in den 30er und 40er Jahren durch Europa. Dann wurde die ganze Familie im Mai 1944 nach Auschwitz deportiert und den bestialischen Forschungen des Lagerarztes Josef Mengele ausgesetzt. Sie überlebten und wanderten später nach Israel aus.
Die Geschwister Rosika, Franziska, Avram, Frieda, Mordechai, Elisabeth und Perla sind in Pappmaché, Wachs, Porzellan Bronze, Eisenguss oder Beton im Schadow-Haus präsent.

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Grabmal des Grafen Alexander von der Mark

Montag, April 7th, 2014

Schadows erste große Arbeit für König Friedrich Wilhelm II. war das 1790 aufgestellte, uner­hört pompöse Grabmal für den jung verstorbenen Grafen Alexander von der Mark. Das Bildwerk in der Dorotheenstädtischen Kirche gehörte bald zu den sogenannten sieben Wunderwerken Berlins und das Parzenrelief daraus wurde seinerzeit durch Kopien und mit Druckgraphiken sehr bekannt.
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Grabmal

Graf Friedrich Wilhelm Moritz Alexander von der Mark (* 4. Januar 1779; † 1. August 1787 in Berlin) war ein illegitimer Sohn König Friedrich Wilhelms II. von Preußen und seiner Geliebten, der Gräfin Wilhelmine von Lichtenau. Man vermutet, dass er vergiftet wurde.

Grabmal des Grafen Alexander von der Mark

Grabmal des Grafen Alexander von der Mark von Johann Gottfried Schadow

Unser Schadow

Sonntag, März 16th, 2014

Prinzessinnengruppe

Schadow

Am 20. Mai 2014 jährt sich der Geburtstag von Johann Gottfried Schadow (1764–1850) zum 250. Mal. Aus diesem Anlass veranstalten das Stadtmuseum Berlin und die Schadow Gesellschaft Berlin e. V. eine Jubiläumsausstellung mit mehr als 300 Exponaten, überwiegend aus eigenen Beständen.

Unser Schadow

Schadows glühendster Verehrer 2014 ist sein Kollege Johannes Grützke (76). „Verehrer? Ich bin seine Inkarnation!“

Und so wie der Schadow ein großer Schachspieler war und Hobbyschauspieler, ist der Grützke ein Hobbydichter und -Geiger – und mindestens so witzig-selbstironisch wie der Alte. Der ja immerhin erlebte, wie seine Quadriga 1806 von Napoleon geklaut wurde – und 1814 wieder nach Berlin zurückkam (daher das Wort „Retourkutsche“).
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Schadowrelief

Schadowhaus

Fürst Leopold

Das Vergessen begann mit der Weisung Friedrich Wilhelms III., die Prinzessinnengruppe in nicht öffentlich zugängliche Räume des Berliner Stadtschlosses zu verbannen. Noch mehr beiseitegeschoben wurde Schadow im 19. Jahrhundert, als man Schinkel und Rauch eigene Museen widmete, ihm jedoch nicht. Offenbar ließen manche seiner Werke unerwünschte Deutungen zu, was Theodor Fontane 1853 anmerkte: »So wurde der Alte Dessauer, an dessen Dreimaster und Gamaschen wir jetzt gleichgiltig vorübergehen, zu einer That von unberechenbarer Wirkung.«
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Schadowhaus – Rekonstruktion und Restaurierung

Samstag, Januar 21st, 2012

Schadowrelief

Nach dem Umbau 1851 gesellte sich dann noch ein Relief mit dem Porträt Johann Gottfried Schadows hinzu, welches von Hermann Schievelbein geschaffen und mittig im zweiten Geschoss angebracht wurde.
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