Posts Tagged ‘Neue Nationalgalerie’

Neue Nationalgalerie

Donnerstag, Februar 18th, 2016

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Der Museumsgarten ist leergeräumt.

Spitzer Winkel

Festival zwischen 144 Baumstämmen

Montag, November 3rd, 2014

José de San Martin

Was ist denn da los? José de San Martin schaut auf die Waldspaziergänger in der Neuen Nationalgalerie. Man sieht den Chipperfieldschen Wald vor lauter Kunstaktionen gar nicht mehr.

Angesichts der Dichte des Programms und der Fülle an Werken, die sich zwischen und um Chipperfields Wald herum verstecken, hätte man sich eine längere Laufzeit gewünscht.
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Specht im Chipperfield-Wald

Vor der Nationalgalerie sitzt eine jüngere Frau auf einer Decke auf dem kalten Boden und sammelt ihre Cents zusammen. Ein vertrautes Bild in Berlin, aber in diesem Fall handelt es sich nicht um die übliche Bettlerin, sondern um eine Künstlerin. Sie stapelt die Ein-Cent-Stücke und erzählt, dass, um die Decke der Neuen Nationalgalerie zu erreichen, sie Münzen im Wert von 49,63 Euro aufeinanderstapeln müsste. So hoch käme man jedoch nicht mit einer einzigen Reihe, 17 Zentimeter sei ihr bisheriger Rekord gewesen, was darauf schließen lässt, dass sie dieses Münzstapelding ein wenig obsessiv betreibt. Am Ende des Gesprächs fragt sie, so wie das guter Brauch in der Stadt ist, ob man noch ein paar Cent beisteuern könnte.
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Mies schaukeln

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Das Festival ist das Ergebnis von Olafur Eliassons fünfjähriger Professur an der Universität der Künste in Berlin. In einem «Institut für Raumexperimente» hat er seit 2009 zusammen mit rund 400 Studierenden, Stipendiaten und Gästen erforscht, was für eine zeitgemäße künstlerische Ausbildung nötig ist.
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Ausweitung der Kampfzone

Sonntag, Februar 2nd, 2014

Die Ausweitung der Kampfzone heißt die letzte Schau der Neuen Nationalgalerie vor dem Umbau, Kunst aus der Sammlung zwischen 1968 und 2000.

Reine Vernunft
Reine Vernunft, hier im Hamburger Bahnhof (2008)

Ein Raum ist der Küchenarbeit von Anna und Bernard Blume gewidmet. Einen Kochversuch war es wert. Die Küche ist sauber geblieben, alles strahlend weiß wie es sich für ältere Herrschaften gehört, aber nach dem Malheur mit den Kartoffeln sind sie doch lieber ins Restaurant gegangen.

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Stötzer zum 75. Geburtstag, Ausstellung in der Landesvertretung Brandenburg in Berlin, 2006

In der Abteilung „Penis und Vagina“ hält sich ein steinerner Akt die Augen zu. Werner Stötzer hätte sich bestimmt darüber amüsiert, seine Schöne bei den Autoperforationsartisten und bei Paul McCarthys Genitalienskulpturen zu treffen.

Skat in der Neuen Nationalgalerie

Montag, September 9th, 2013

Bube Dame König As in der Neuen Nationalgalerie

Geheimnisvolle Hände
Martin Eder

Eders Feinmalerei, fast altmeisterlich oder schneidend veristisch, zeigt Reales, aber wie auf einer unwirklichen Bühne, wohin die Gestalten aus ihrer echten Welt geflohen sind: Da ist eine Nackte, gnadenlos dargestellt mit Cellulite-Po. Daneben hängen wie von Balthus gemalte marionettenhaft starre Kindfrauen, schwüle Pflanzenarrangements, dazu süßliche Katzen- und Pudelporträts – mit beklemmend fixierendem Blick. So verhandelt Eder die Melancholie: die der Schönheit und des Makels, des Verfalls. Und was man allzu gern des Kitsches bezichtigen möchte, entpuppt sich gar als Zerrspiegel des hysterischen Kunstbetriebs.
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Hortus conclusus

Mittwoch, Dezember 8th, 2010

Irgendwann war ich drin – im Garten der Neuen Nationalgalerie, aber wann?

On the Beach
Wilhelm Loth, 1968-70

Herbst
Henri Laurens, 1948

In der Kunstzeitung 172/Dezember 2010 schreibt Inge Ahrens über diesen verschlossenen Garten.
Einen intimen Kunstraum mit Bäumen und Solitärsträuchern hatte sich Architekt Mies van der Rohe erhofft, als der Garten 1968 zusammen mit dem Museum eröffnet wurde. Kunst (14 Skulpturen), Natur und Architektur geben sich im Garten ein Stelldichein. Ein wundervoller Ort, wenn er denn betreten werden könnte!
Die Tür zum Untergeschoss der Neuen Nationalgalerie ist seit mehr als 20 Jahren grundsätzlich verschlossen. Früher wurde die Tür zum Garten beliebig geöffnet, jetzt geschieht das nur, wenn sich Außen- und Innenklima einig sind. So einen Termin muss ich einmal abgepasst haben, als ich die Skulpturen fotografieren konnte.
Irgendwann soll es eine Sanierung geben, die einen Zugang zum Skulpturengarten gewährleistet. Man steckt in der Findungsphase. Drei bis vier Jahre wird man wohl noch warten müssen, bis der Museumsbesucher die Kunst im Garten so richtig genießen kann.

Der Schrei
Marino Marini, 1963

Truthähne, Hähne und Pelikane

Sonntag, Oktober 3rd, 2010

„Das ist das erste Mal, dass wir im Mies-van-der-Rohe-Bau Alte Meister haben“, erklärt Museumsleiter Joachim Jäger.
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Hahnenkampf
Melchior d’Hondecoeter

Intolerance von Willem de Rooij in der Neuen Nationalgalerie

Ich fühle mich beobachtet

Truthahn

Neuer Teppich

Mittwoch, Februar 17th, 2010

Rudolf Stingel in der Neuen Nationalgalerie

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Ob der Teppich am 24. Mai noch als Teppich erkennbar ist?

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Bilderträume

Sonntag, Juni 21st, 2009

Bilderträume

Bilderträume
Die Sammlung von Ulla und Heiner Pietzsch

Die Macht des Expressiven

Montag, April 20th, 2009

Ein Gemälde ist nicht ein Bauwerk aus Farben und Linien, sondern ein Tier, eine Nacht, ein Schrei, ein Mensch oder dies alles zusammen.
Constant

Betreten

Man sollte die Brüstung zum Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie wirklich nicht betreten. Man kann tief und schmerzhafter fallen als Marino Marinis Reiter.

Im Garten
Marino Marini, Der Schrei

Der Garten der Neuen Nationalgalerie ist wunderschön und es verwundert schon, dass er schon seit Jahren (?) dem Publikum vorenthalten wird.

Seduzione, 1972
Asger Jorn, Seduzione, 1972

Gegenwärtig kann man die Schenkung Otto van de Loo in der Neuen Nationalgalerie sehen.
Der geschlossene Vorhang hinter der Skulptur von Asger Jorn trennt den Besucher wieder vom Garten.

Universum Klee

Samstag, Januar 10th, 2009

Klee

Das Universum Klee in der Neuen Nationalgalerie

Als komplette Parallelwelt ist das Universum Klee auch durch die schiere Vielzahl der Werke eine bildnerische Enzyklopädie von geradezu titanischem Ausmaß zu allen Schönheiten und Schrecken unserer Welt, zu ihren Ängsten, Hoffnungen und Sehnsüchten, zu Leben und Sterben, zu all den ersten und letzten Dingen. Ein Universum, wie es mit solcher Welthaftigkeit wie Spiritualität in der deutschen Kunst vergleichbar noch bei Albrecht Dürer und Joseph Beuys und in der Literatur bei Johann Wolfgang von Goethe vorkommt. Ein Universum, das Klee selbstbewusst mit der göttlichen Schöpfung vergleicht und das diese Ausstellung erstmals wie ein orbis pictus in fünfzehn Kapiteln von der Geburt bis zum Tod nachzeichnet.
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Klee Berlin

Klees Serie Potsdamer Platz
Die zehn Federzeichnungen dieser Serie aus dem Jahr 1919 schuf Klee als Illustrationen der Erzählung
Potsdamer Platz oder die Nachte des neuen Messias. Ekstatische Visionen von Curt Corrinth,
die 1920 beim Conrad Müller Verlag in München erschien. „Die Dichtung ist nicht gerade besonders, aber ganz dankbar“, schrieb Klee Im Januar 1920 an Alfred Kubin. Diese distanzierte Einschätzung gab Klee eine innere Freiheit hinsichtlich der visuellen Interpretation des Textes, die teilweise ins Parodistische umkippte. Betitelt mit Zitaten aus Corrinths Schrift ergänzen die Zeichnungen die rauschhaft erotisierte Prosa mit grotesken Fantasien eines Berlins der chaotischen und ereignisreichen Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, wobei das Spiel mit kosmischen und apokalyptischen Motiven eine besondere Rolle spielte. Raum und Zeit überlagern sich ebenso wie Bild und Erzählung: So wie Corrinth räumliche Metaphern in seinen Text einbaute, nutzte Klee narrative Elemente in seinen Zeichnungen. Im pathetischen Bombast von Eros und Ekstase tritt die Großstadt Berlin als sich unkontrolliert vermehrendes und lasterhaftes Metropolenmoloch auf.
(JM/CT im Katalog der Ausstellung)