Posts Tagged ‘Cottbus’

Zungenbrecherdenkmal

Mittwoch, Oktober 5th, 2011

Post1

Wer kennt ihn nicht, diesen vermaledeiten Satz vom Cottputscher von Postbus, äh Postkutscher von Cottbus. Er zählt neben dem frische Fische fischenden Fischers Fritze zu den bekanntesten deutschen Zungenbrechern. „Der Postkutscher ist für die touristische Entwicklung von Cottbus eine hervorragende Figur“, sagt Heym. Deswegen freut er sich sehr über das, was in einem Angermünder Atelier derzeit passiert und 2006 zur 850-Jahr-Feier von Cottbus allen gezeigt werden soll. In Angermünde werkelt Bildhauer Christian Uhlig an einer Bronzeskulptur des Postkutschers.
(hier mehr)

Staatstheater Cottbus

Montag, Oktober 3rd, 2011

Cottbus012

Das Sehringsche Theater in Cottbus (1907-08) bildet ein einheitliches Volumen, dessen fließende Fassaden bald konkav, bald konvex, bald hervortretend, bald eingeschluchtet sind. Auf dem flachen, nur mit Türmen und kleineren kuppeln besetzten Dach und in einzelnen Zonen der Fronten tummeln sich Löwen, Panthergespanne, Widderköpfe, Putten und antike Gottheiten. Der mythologische Reichtum steht in wohlkalkuliertem Gegensatz zum rustizierten sandsteinsockel und den großflächig unberührten Putzflächen.
(aus: Wolfgang Pehnt Deutsche Architektur seit 1900, 2005)

Cottbus010

Cottbus011

OSTZEIT

Sonntag, Oktober 2nd, 2011

Cottbus002

Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus zeigt:
OSTZEIT. Geschichten aus einem vergangenen Land.

Cottbus004

Ein Tag in Cottbus (3)

Dienstag, Juli 22nd, 2008

Hermann Fürst von Pückler-Muskau

Schloss Branitz

Park und Schloss Branitz

Pücklers Grab

Der Fürst-Pückler-Park Branitz, 1846-1871 vom Gartenfürsten gestaltet, 1888 von Gartendirektor Bleyer vollendet, gilt heute als letzter großer deutscher Landschaftspark des 19. Jahrhunderts. Er ließ etwa 100 000 Kubikmeter Erde bewegen, um seinen Park zu formen. Außerdem gelang es ihm, mehrere alte Bäume zu verpflanzen. Einmalig in Europa – nach einigen Quellen weltweit – sind die im Westteil des Parkes gelegenen Pyramiden. Das ehemalige Gutshaus im Barockstil erhielt um 1850 nach Bauplänen von Gottfried Semper ein neues Gesicht.

Ein Tag in Cottbus (2)

Montag, Juli 21st, 2008

dkw

Bis zum letzten Jahr befand sich das Domizil des Museums in der Cottbuser Innenstadt, eine schon zu DDR-Zeiten eingeführte Adresse. 1977 wurde das heutige Museum für moderne Kunst als Abteilung des Bezirksmuseums Cottbus ins Leben gerufen. Nach der Wende firmierte es unter dem Namen Brandenburgische Kunstsammlungen. Der Umzug an den östlichen Innenstadtrand sorgt nun dafür, dass die rund 100.000 Einwohner zählende Metropole der Niederlausitz sich nominell mit einem neuen Kunstmuseum schmücken kann: Kunstmuseum Dieselkraftwerk oder kurz dkw heißt es nun.
Und in der Tat, das neue Gebäude macht das Museum zum veritablen Kunsttempel, ähnlich wie das bei der Tate Modern in London geschah, auch wenn die Dimensionen in Cottbus wesentlich kleiner ausfallen. Dennoch: Das dezent mit einigen expressionistischen Schmuckformen versehene Backsteingebäude von 1928 sieht mit seinem Campanile einer Kirche ähnlicher als einem Industriebau.
(mehr in der taz)

Tür
Eingangstüren von Paco Knöller

Aktuelle Ausstellung: [Märkischer] Sand

Neben landschaftlichen Motiven – zwischen Küste, Einöde, Tagebau und Baustelle – gilt dem Sand als Malstoff Beachtung, ebenso interessiert aber seine Anwendung bei Objekten, in der Aktionskunst und in der Land Art. So zieht sich der kunsthistorische Faden von den vereinzelten Darstellungen Carl Blechens und Walter Leistikows zu Malern wie Max Beckmann, Willy Baumeister und Emil Schumacher und von dort bis in die Gegenwart, wofür Namen wie Günther Uecker und Bernd Koberling stehen. Es finden sich die unterschiedlichsten Verwendungsformen in Materialbild, Objekt und Installation, wie bei Hermann Glöckner, Günther Hornig und Erika Stürmer-Alex, oder bei Nikolaus Lang und Hannes Forster. Aber auch Fotografen gingen dem nach, angefangen von Heinrich Zille, über Albert Renger-Patzsch und Fritz Kühn bis zu Positionen in der aktuellen Kunst, vertreten durch Peter Riedlinger und Maria Sewcz.

Sandkreis
Sandkreise von Günther Uecker

Ein Tag in Cottbus (1)

Sonntag, Juli 20th, 2008

Ikarus
Ikarus, 1990/2008

Hans Scheuerecker
Der Kelch des Eros
Eine Ausstellung im Stadtmuseum Cottbus

Vortrag und Dialog 1

Das Ereignis dieses Sommers ist der fulminante Auftritt Hans Scheuereckers vor heimischem Publikum. Die eigentlich lang erwartete, an anderer Stelle erhoffte Präsentation von Malerei und Grafik hat in Jörn Merkert, dem Direktor der Berlinischen Galerie, einen erstrangigen Mentor und Freund gefunden. Seine Katalogtexte sind sensible Wegführungen zu Scheuereckers Werk und Persönlichkeit, wie sie besser nicht geschrieben werden können.
(mehr in der Lausitzer Rundschau)

Dreieck:
Immer wieder Dreiecke, diese archaische Form der Ruhe, der Monumentaltät, der Dynamik, der Vergeistigung, der Fleischeslust. In allen Größen und Ausrichtungen, geometrisch genau oder nur angedeutet, als große, alles durchdringende Komposition oder als knappes Zeichen. Als Gruß an Pücklers Pyramidengrab, als ständige Hommage an das weibliche Geschlecht. Natürlich auch Zeichen der Gier, nach Eros, nach Sex. Gibt es bei Scheuerecker auch das Auge im Dreieck? Gottesauge?
(Jörn Merkert im Katalog der Ausstellung)

Vortrag und Dialog 4

Hans Scheuerecker erzählte von der ersten und gleichzeitig letzten Werkschau der ostdeutschen Subkultur in Paris (Alter Pariser Schlachthof, 19. bis 21.01.1990). Wenige Monate nach dem Mauerfall nahmen an der improvisierten Großveranstaltung 200 ostdeutsche Tänzer, Musiker, Schauspieler, Maler, Dichter, Modedesigner, Performer, Fotografen und Filmemacher teil, denen es in den letzten beiden Jahrzehnten der DDR gelungen war, neben und in den ertrotzten Freiräumen der offiziellen Kultur eine andere Kultur zu etablieren. (Text nach: Katalog Boheme und Diktatur in der DDR, Ausstellung DHM 1997)

Vortrag und Dialog 6

ganz zart sind wir
auf schwarz und rot und sonnengold
du gibst die leisen lippen hin
und ich, ich geb‘ den weißen großen Leib
für einen schönen Zeitvertreib.
Du ROSAMEER… bald Brandung kommt.
(Ateliergespräch mit Scheuerecker)

Skulptur
Skulptur 2000