{"id":5080,"date":"2016-01-13T11:38:17","date_gmt":"2016-01-13T10:38:17","guid":{"rendered":"http:\/\/mitue.de\/?p=5080"},"modified":"2018-01-23T10:41:09","modified_gmt":"2018-01-23T09:41:09","slug":"jahreswechsel-in-apulien-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mitue.de\/?p=5080","title":{"rendered":"Jahreswechsel in Apulien (2)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/23912911250\/in\/dateposted\/\" title=\"Apulien028\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm2.staticflickr.com\/1702\/23912911250_76b83e601d.jpg\" width=\"500\" height=\"333\" alt=\"Apulien028\"><\/a><\/p>\n<blockquote><p>\u00bbAlso, Jungs, zuerst einmal gehen wir essen. Und dann ziehen wir um die H\u00e4user und zeigen dem Mann aus Chicago, wie Bari sich in den letzten Jahren ver\u00e4ndert hat. Und dass wir anderen St\u00e4dten in nichts nachstehen.\u00ab<br \/>\n(Gianrico Carofiglio in &#8222;Eine Nacht in Bari&#8220;)<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/23859585209\/in\/dateposted\/\" title=\"Apulien107\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm2.staticflickr.com\/1452\/23859585209_6ab30449d7.jpg\" width=\"500\" height=\"333\" alt=\"Apulien107\"><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Unser Apartment ist eine Art Panikraum innerhalb des Wohnblocks. Es gibt keine Fenster zur Stra\u00dfe. Im Klo und im Schlafzimmer ist jeweils ein (vergittertes) Fenster zum Hausflur. Die Fenster sind von au\u00dfen nur mit einer Leiter zu erreichen. Die Eingangst\u00fcr zum Apartment ist aus Metall. Zwei normale T\u00fcren f\u00fchren auf einen kleinen Balkon mit Blick auf einen chaotischen Hof. \u00dcberall h\u00e4ngt W\u00e4sche. Die W\u00e4sche ist abgedeckt mit riesigen Planen. Die Balkont\u00fcren sind mit eisernen Gittert\u00fcren, die zus\u00e4tzlich aufgeschlossen werden m\u00fcssen, gesichert. Wir f\u00fchlen uns sicher und hoffen, dass wir, immer wenn wir Kunstspazierg\u00e4nge unternehmen wollen, die passenden Schl\u00fcssel finden. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/23585106214\/in\/dateposted\/\" title=\"Treppenhaus\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm2.staticflickr.com\/1696\/23585106214_a701433a2a.jpg\" width=\"500\" height=\"333\" alt=\"Treppenhaus\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/23585120844\/in\/photolist-CRjZNo-CxprC2-BW8Qoj-CJ6RV3-CrwMf1-BW8UJy-BH6Xpz-D6TRLv-CCPtWi-xkokWS\" title=\"Balkonblick nach oben\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm2.staticflickr.com\/1549\/23585120844_67935c637d.jpg\" width=\"500\" height=\"333\" alt=\"Balkonblick nach oben\"><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Eigentlich wollten wir <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orecchiette\">Orecchiette<\/a> essen, aber das gab es in der kleinen Bar Frederico II nicht. Mit einer Pizza kann man auch in Bari nichts falsch machen. Zuvor haben wir noch bei den Stra\u00dfenh\u00e4ndlern vorbeigeschaut. Die H\u00e4ndler verkaufen frische Austern, weich geklopfte Tintenfische, Seeigel, Miesmuscheln und Meeresn\u00fcsse. Alles wird roh und mit viel Zitronensaft angeboten. Noch haben wir uns nicht getraut. Hier gibt es viele Fischgesch\u00e4fte. Zwei Beh\u00e4lter mit ausgel\u00f6sten Muscheln haben wir in unser Apartment getragen. Heute abend m\u00fcssen wir uns eine Zubereitungsart einfallen lassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/24255682581\/in\/dateposted\/\" title=\"Apulien257\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm2.staticflickr.com\/1553\/24255682581_be2c7f59de.jpg\" width=\"500\" height=\"240\" alt=\"Apulien257\"><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Wir wohnen in der Neustadt, ein Viertel, das unter Vorgabe strenger Regeln gebaut wurde, die Stra\u00dfen sind entweder parallel oder schneiden sich in einem rechten Winkel. Der Abstand zwischen je zwei parallelen Stra\u00dfen ist \u00fcberall nahezu gleich. Es entstehen quadratische Wohnquartiere. Eine \u00e4hnliche Bauweise habe ich bisher nur in Mannheim gesehen. Das Viertel hei\u00dft Borgo murattino nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joachim_Murat\">Joachim Murat<\/a>, einem Schwiegersohn von Napoleon, der diesen Stadtteil 1813 per Dekret begr\u00fcndete.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/24210334251\/in\/dateposted\/\" title=\"Apulien198\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm2.staticflickr.com\/1532\/24210334251_eeea2ca577.jpg\" width=\"500\" height=\"333\" alt=\"Apulien198\"><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Heute sieht man am Ende der Stra\u00dfen nicht mehr das Meer, denn seit 1891 haben sich neue Stadtteile rings um das urspr\u00fcngliche Rechteck gebildet; noch dazu behindert der Verkehr die Aussicht, und dar\u00fcber hinaus die Atmung. Aber nachts, sonntagnachmittags oder an manchen Feiertagen, wenn kein Verkehr ist und die Stra\u00dfen leer sind, hat man noch heute ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Geradlinigkeit vorhersehbarer Strecken und die \u00fcberschaubaren Abzweigungen, von denen der franz\u00f6sische Schriftsteller spricht. Paradoxerweise hat man gerade in diesen Momenten oft das unheimliche, schwindelerregende Gef\u00fchl, sich auf instabilen Fluchtlinien zu befinden, die ins Unbekannte f\u00fchren.<br \/>\n(Gianrico Carofiglio in &#8222;Eine Nacht in Bari&#8220;)<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/24292927655\/in\/dateposted\/\" title=\"Apulien193\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm2.staticflickr.com\/1651\/24292927655_68c5a70c8e.jpg\" width=\"500\" height=\"333\" alt=\"Apulien193\"><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Es bleibt nachzutragen, dass es die Muscheln am Abend in einem Wei\u00dfweinsud gab.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbAlso, Jungs, zuerst einmal gehen wir essen. Und dann ziehen wir um die H\u00e4user und zeigen dem Mann aus Chicago, wie Bari sich in den letzten Jahren ver\u00e4ndert hat. 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