{"id":6,"date":"2008-01-04T15:39:33","date_gmt":"2008-01-04T14:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/mitue.de\/?p=6"},"modified":"2009-10-12T16:58:04","modified_gmt":"2009-10-12T15:58:04","slug":"vorfreude-auf-vedova","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mitue.de\/?p=6","title":{"rendered":"Vorfreude auf Vedova"},"content":{"rendered":"<p>In\u00a0der <a href=\"http:\/\/www.berlinischegalerie.de\/\">Berlinischen Galerie<\/a>\u00a0wird gegenw\u00e4rtig eine Retrospektive <a href=\"http:\/\/www.berlinischegalerie.de\/index.php?id=553&amp;L=0\">Emilio Vedovas <\/a>vorbereitet, die ab 24. Januar zu sehen sein wird.<\/p>\n<p>Das ist Anlass f\u00fcr das Feuilleton der Berliner Zeitung sich vorab auf die Spuren des 2006 verstorbenen Malers in seine Heimatstadt Venedig zu begeben (<a href=\"hhttp:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2008\/0104\/feuilleton\/0005\/index.html\">hier<\/a>: <em>Der Ungeduldige von Le Zattere<\/em> von I. Ruthe).<\/p>\n<blockquote><p>Es dauert eine kleine Ewigkeit, bis das Wasserboot von der Station Arsenal ablegt und auf die Le Zattere-Seite zusteuert, dorthin, wo auf der malerischen Halbinsel Santa Maria della Salute thront und trotz ihres Bauger\u00fcstes zeitlose Sch\u00f6nheit verk\u00fcndet. Ein St\u00fcck geht es durch die engen Gassen hinter der barocken Kirche &#8211; Richtung Emporio dei Sali (Altes Salzlager) und vorn am Wasser, am Ponte dell\u2019 Umilt\u00e0, reckt sich ein altersschwaches hohes Haus mit oleanderbewachsenem Dachgarten in den kaltblauen Himmel. Hier befindet sich die Stiftung Emilio und Annabianca Vedova.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nSeiner Wahlheimat [Berlin] hatte Vedova ein ausladendes Gastgeschenk hinterlassen: Das &#8222;<a href=\"http:\/\/www.berlinischegalerie.de\/index.php?id=75\">Absurde Berliner Tagebuch<\/a>&#8222;, bestehend aus einer gewaltigen Installation &#8211; informelle, gestisch abstrakte Malerei auf riesigen Holztafeln.<\/p><\/blockquote>\n<p><a title=\"Absurdes Berliner Tagebuch by mitue, on Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/280669844\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/87\/280669844_a1bd444ede.jpg\" border=\"0\" alt=\"Absurdes Berliner Tagebuch\" width=\"500\" height=\"318\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.siegessaeule.de\/archiv\/whoiswho\/joern_merkert.html\">J\u00f6rn Merkert <\/a>schreibt in <a href=\"http:\/\/www.buecher.de\/shop\/Farbenlehre\/Kunst-die-in-Berlin-entstand\/Merkert-Joern\/products_products\/detail\/prod_id\/12905016\/\">Kunst die in Berlin entstand<\/a>\u00a0zu dieser Installation:<\/p>\n<blockquote><p>Eines der Geheimnisse, warum Venedig so unvergesslich fasziniert, liegt wohl darin, dass der Besucher immer mitten in einem Kunstwerk steht &#8211; einem Gesamtkunstwerk, zu dem auch banale Allt\u00e4glichkeiten geh\u00f6ren, die als unverbr\u00fcchlicher Teil von Kunst und Geschichte in der Gegenwart gelebt werden. Was f\u00fcr ein Kulturschock muss es f\u00fcr Vedova gewesen sein, als Sohn der funkelnden und br\u00f6ckelnden Serenissima 1964 in Berlin dem \u00bbst\u00e4ndigen Zusammenprall gegens\u00e4tzlicher Situationen\u00ab ausgesetzt zu sein, \u00bbrandvoll mit mancherlei \u00c4ngsten, gestern, heute, mit latenten Vergesslichkeiten, voller Mehrdeutigkeit, angef\u00fcllt mit anachronistischen Melancholien, \u00fcberhitzten Antagonismen\u00ab: die Ruinenfelder der Stadt, das k\u00fcnstlich erbl\u00fchende Westberlin, die Mauer, die Erinnerungen. 1960 als Idee f\u00fcr ein B\u00fchnenbild zu Luigi Nonos Oper \u00bbIntolleranza\u00ab entwickelt, fanden die Plurimi &#8211; frei im Raum stehende und h\u00e4ngende w\u00fcste Bildtafeln mit explosionsartiger Malerei &#8211; in Berlin zu ihrem eigentlichen Sinn. Auch hier steht der Betrachter nicht mehr vor, sondern mitten im Bild. Berlin\u00a0a la Veneziana.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In\u00a0der Berlinischen Galerie\u00a0wird gegenw\u00e4rtig eine Retrospektive Emilio Vedovas vorbereitet, die ab 24. Januar zu sehen sein wird. Das ist Anlass f\u00fcr das Feuilleton der Berliner Zeitung sich vorab auf die Spuren des 2006 verstorbenen Malers in seine Heimatstadt Venedig zu begeben (hier: Der Ungeduldige von Le Zattere von I. Ruthe). 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