{"id":9750,"date":"2024-10-07T17:45:18","date_gmt":"2024-10-07T16:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/mitue.de\/?p=9750"},"modified":"2024-10-07T17:45:18","modified_gmt":"2024-10-07T16:45:18","slug":"achim-freyer-bilder-eine-retrospektive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mitue.de\/?p=9750","title":{"rendered":"Achim Freyer Bilder &#8211; Eine Retrospektive"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/54049105677\/in\/dateposted\/\" title=\"AF02\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/live.staticflickr.com\/65535\/54049105677_0d38b717db.jpg\" width=\"500\" height=\"500\" alt=\"AF02\"\/><\/a><\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig findet im Schloss Biesdorf eine <a href=\"https:\/\/www.achimfreyer.com\/project\/achim-freyer_bilder_eine-retrospektive\/\">Retrospektive von Achim Freyer<\/a> statt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/54049968371\/in\/dateposted\/\" title=\"AF04\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/live.staticflickr.com\/65535\/54049968371_59afe217d3.jpg\" width=\"500\" height=\"500\" alt=\"AF04\"\/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/54050414620\/in\/dateposted\/\" title=\"AF03\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/live.staticflickr.com\/65535\/54050414620_f118bf7ae7.jpg\" width=\"500\" height=\"500\" alt=\"AF03\"\/><\/a><\/p>\n<p>Dort habe ich folgende interessante Informationen zu seiner ersten Einzelausstellung gefunden:<\/p>\n<blockquote><p>Vom 24.06. bis 1.07.1971 findet die erste Einzelausstellung von Achim Freyer statt, und zwar im Zentralinstitut f\u00fcr Kernforschung Rossendorf bei Dresden, dem gr\u00f6\u00dften Wissenschaftsinstitut der DDR mit etwa 1.500 Mitarbeitenden.<br \/>\nInitiiert und organisiert wird die Ausstellung von dem Radiochemiker Eberhard Gabler, einem wichtigen Forderer von Achim Freyer. Die knapp 30 Bilder und Objekte stammen aus den Jahren 1967 bis 1971, geh\u00f6ren im Wesentlichen zur Werkgruppe Streifen, Ordnung und St\u00f6rung von Ordnung.<br \/>\nDiese Werkgruppe steht f\u00fcr die radikale Abkehr von einem kulturpolitisch verordneten sozialistischen Realismus in der DDR und f\u00fcr die Entwicklung einer widerst\u00e4ndigen und origin\u00e4ren Bildsprache von Achim Freyer.<br \/>\nM\u00f6glich wurde die Ausstellung nur, weil sie f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit au\u00dferhalb des Instituts nicht zug\u00e4nglich war. Der Physiker Reinhard Koch erinnert sich, dass das gr\u00f6\u00dfte Forschungszentrum der DDR \u00fcber eine Woche lahmgelegt wurde durch Streit \u00fcber Kunst &#8211; am Arbeitsplatz, in der Kantine, im Bus.<br \/>\nFreyer war, so Koch, eine Zentralfigur f\u00fcr junge K\u00fcnstler in Berlin. Die Ausstellung wurde in der Woche nach dem VIII. Parteitag der SED mit der Grundsatzrede von Erich Honecker zum politischen Kampf der K\u00fcnstler er\u00f6ffnet.<br \/>\nDer stellvertretende Leiter des Forschungsinstituts, der Physiker Klaus Fuchs, schreibt in seinem Kommentar zur Ausstellung: \u201eDie H\u00f6he k\u00fcnstlerischen Schaffens ist nicht zuletzt dadurch bestimmt, wie tief der K\u00fcnstler in die Grundfragen seiner Zeit eindringt und mit welcher inneren Leidenschaft er zu ihnen Stellung nimmt. Parteilichkeit und fachliche Meisterschaft zeichnen den gro\u00dfen K\u00fcnstler aus.&#8220; Hier beginnt die radikale, anarchistische und bedingungslose k\u00fcnstlerische Sprache von Achim Freyer, sich jeder Vereinnahmung zu widersetzen. Und das nicht zuerst aus politischen Gr\u00fcnden, sondern aus Gr\u00fcnden k\u00fcnstlerischer Genauigkeit und Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit. Klaus Fuchs, der auch Mitglied des Zentralkomitees ist, muss sich zwischen Kulturpolitik und dem Engagement seiner Mitarbeiter positionieren. Die Ausstellung darf ge\u00f6ffnet bleiben, wenn Freyer sich bereit erkl\u00e4rt, pers\u00f6nlich die F\u00fchrungen durch die Ausstellung zu machen. Freyer \u00fcbernimmt das und erl\u00e4utert mit hartn\u00e4ckiger Geduld und Freundlichkeit die Entwicklung seines abstrakten Materialismus. Es bleibt f\u00fcr Jahre die wahrscheinlich einzige Ausstellung abstrakter Kunstwerke in der DDR neben der Hermann-Gl\u00f6ckner-Ausstellung 1969 im Dresdener Kupferstichkabinett.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/54050218198\/in\/dateposted\/\" title=\"AF05\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/live.staticflickr.com\/65535\/54050218198_f2fde95297.jpg\" width=\"500\" height=\"500\" alt=\"AF05\"\/><\/a><\/p>\n<p>Vor einigen Jahren besuchten wir das Kunsthaus Achim Freyer. <a href=\"https:\/\/mitue.de\/?p=5916\">Hier<\/a> der Bericht in den Kunstspazierg\u00e4ngen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mitue\/54050414645\/in\/dateposted\/\" title=\"AF01\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/live.staticflickr.com\/65535\/54050414645_640d10b403.jpg\" width=\"488\" height=\"500\" alt=\"AF01\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegenw\u00e4rtig findet im Schloss Biesdorf eine Retrospektive von Achim Freyer statt. 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