Posts Tagged ‘Unter den Linden’
Sockelfiguren
Dienstag, Januar 8th, 2013Prunkhelme am Zeughaus
Dienstag, Januar 24th, 2012Schlüter und seiner Werkstatt werden sämtliche 76 Schlusssteine der Außenfassaden des Erdgeschosses zugeschrieben. Jene barocken Prunkhelme, unter deren Federbüschen sich Fabelwesen, Löwen, Adler, Lorbeerzweige, Famen und Sklaven befinden, sind als Siegestrophäen zu verstehen. Sie haben auf den Betrachter aufgrund ihrer phantasiereichen Gestaltung eine faszinierende Wirkung.
An der Nordseite sind die Schlusssteine der Mittel- und Seitenportale besonders gestaltet. Über dem Mittelportal befindet sich als Schlussstein ein Schild mit einem geflügelten Feuerbündel, eine Allegorie der Artillerie. Über ihm lagern zwei völlig erschöpft schlafende, grauenerregende, weibliche Gestalten mit Fledermausflügeln und doppelten Fischschwänzen. Diese Kriegsfurien, auch Harpyen genannt, gestaltete Schlüter in Anlehnung an ein Motiv von Artus Quellinus d.Ä. (1609-1668) im Amsterdamer Rathaus.
Über den beiden Seitenportalen befindet sich das abgeschlagene, schlangenumwobene Haupt der Medusa. In der griechischen Mythologie war sie die Sterbliche der drei Gorgonen, die von Perseus enthauptet wurde. Ihr Anblick ließ jeden zu Stein werden. Schlüter hat es nicht, wie so oft vor ihm, als fratzenhaftes Schreckensbild dargestellt, sondern ins Menschliche gewandelt, da aus ihm der Schmerz und die Betroffenheit im Augenblick des Todes spricht.
(Texte sind hier entnommen)
Der Bildhauer und Baumeister Andreas Schlüter, Heinz Ladendorf, Berlin 1935
Auf dem Dach der Humboldt-Universität
Sonntag, Januar 22nd, 2012Die Attikafiguren auf der Humboldt-Uni gehörten ursprünglich zum Potsdamer Stadtschloss. Dahin sollen sie womöglich bald zurück.
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Plastiken auf dem Hauptsims des Zollernhofs
Mittwoch, Dezember 7th, 2011Der Architekt Kurt Berndt erstellte den Gesamtentwurf des Gebäudes, die Gestaltung der Fassade im neoklassizistischen Stil sowie der Vorhalle und des Haupttreppenhauses steuerte Bruno Paul bei. Zusammen mit der Einweihung des Gebäudes am 16. November 1911 wurde das Restaurant Zollernhof, welches gesondert von dem Architekten Henry Gross geplant und ausgeführt wurde, mit 1000 Sitzplätzen eröffnet. Es kann angenommen werden, dass die Namensgebung eine Referenz an das preußische Herrscherhaus der Hohenzollern ist. Das Gebäude selbst ist ein fünfgeschossiger Stahlskelettbau mit einer Natursteinverkleideten Fassade. Das als Kontorhaus geplante Gebäude bot zahlreichen verschiedenen Firmen Unterkunft in zentraler Lage. Die Erstbebauung hatte ihre Schauseite zur Straße Unter den Linden, die eine gleichmäßige Fenstergliederung erhielt – jeweils ein Fensterpaar ist in drei übereinanderliegenden Geschossen durch eine senkrechte Rahmung zusammengefasst. Unter den Fenstern der ersten Etage sind als Fassadenschmuck reliefartige Girlanden eingearbeitet. Das Attikageschoss trägt einige in klassizistischer Manier ausgeführte überlebensgroße Figuren (wie den Götterboten Hermes], die eine gut funktionierende Wirtschaft symbolisieren sollten. Die heute noch erhaltenen fünf (??? ich zähle sechs ???) Figuren wurden bei den Erweiterungsbauten des Jahres 1938 in die (neue) Gebäudemitte versetzt.
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Herkules in Berlin
Samstag, Dezember 3rd, 2011Hier hatte ich schon einmal eine Serie von Einträgen zu Herkules in Berlin.
Auf dem Attikarelief des Brandenburger Tores versucht Herkules, Neid und Zwietracht zu vertreiben. Dieser Aufgabe ist selbst der Tapferste der Tapferen nicht gewachsen. Herkules versucht es jetzt schon mehr als 200 Jahre.
Hotel Carlton
Montag, Oktober 31st, 2011Im Jahr 1902 wurde das Haus als Hotel Carlton von Carl Gause erbaut. Das fünfgeschossige schmale Eckgebäude mit Sandsteinverkleidung, dessen langgestreckter Bauteil in der Charlottenstraße ursprünglich nur dreigeschossig war, ist an der Fassade mit Werksteinreliefs reichhaltig geschmückt. An der Gebäudeecke befindet sich eine Merkurstatue. Auffallend ist das aufwendige schmiedeeiserne Hauptportal. Bekannt wurde das Hotel durch das Restaurant Astoria. Nach 1945 wurde das Gebäude als Büro- und Geschäftshaus genutzt, so befand sich hier u. a. „Das sowjetische Buch“. (Info: Luise)
Kunstfabrik Unter den Linden
Samstag, Oktober 29th, 2011In Berlin realisiert Pawel Althamer eines seiner bislang außergewöhnlichsten Projekte. Der polnische Künstler verwandelt das Deutsche Guggenheim in eine Kunstfabrik, in der in lebensgroße skulpturale Porträts von Ausstellungsbesuchern, Künstlern und Kuratoren sowie Angestellten der Deutschen Bank, des Deutsche Guggenheim und der Guggenheim Foundation hergestellt werden. Im Laufe der Ausstellung entsteht so ein kollektives Porträt, in dem sich die unterschiedlichsten Menschen begegnen.
(hier)
Hier wird zehn Wochen lang nicht ausgestellt, sondern produziert. An Werkbänken werden weiße Masken gefertigt: Porträts von Mitarbeitern der Bank, von Ausstellungshelfern, von Besuchern – letztlich von allen, die am Zustandekommen des Projekts mitwirken. Dann werden die Gesichtsabgüsse auf Metallgerüsten fixiert und die Körper mit Kunststoffstreifen aus einer von Althamers Vater entwickelten Maschine ergänzt.
Weiße, zombieartige Gestalten entstehen so, denen das Fleisch in zerrissenen Fetzen am Gerippe hängt. Alle haben geschlossene Augen. Strengere, hagere Züge erinnern an Totenmasken. Volle, lächelnde Gesichter scheinen schlafend, träumend. Ein knappes Dutzend dieser manieristisch wirkenden Skulpturen steht jetzt schon da. Und nach und nach wird es ein ganzer Trupp werden. Ein Gruppenporträt, für das im Idealfall auch einige Banker ihre Gesichter hingehalten haben.
(hier)
Wilhelm oder Walter, Vater oder Sohn?
Montag, April 27th, 2009Haus der Schweiz, Unter den Linden 24 / Friedrichstraße 155-156
An der Ecke zur Straßenkreuzung, in Höhe des ersten Obergeschosses, Bronzefigur Wilhelm Tells.
(Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin I, Henschelverlag 1983, S. 182)
Die einzigen Schmuckelemente stellen die Plastik des Wilhelm Tell an der Gebäudeecke und der nüchterne Schriftzug “Haus der Schweiz” dar.
(Denkmaltopographie Denkmale in Berlin Ortsteil Mitte, Michael Imhof Verlag 2003, S. 276)
An der Hausecke … befindet sich eine Bronzefigur, die Walther Tell, den Sohn Wilhelm Tells, darstellt.
(Berlin Mitte Das Lexikon, Stapp Verlag, 2001, S. 273)

Wandbild in der Fritzi-Massary-Straße mit Vater Wilhelm und Sohn Walther.
Unterm Schwanz
Mittwoch, April 2nd, 2008„Da, wo die Scheiße fällt, stehen die Intellektuellen.“
So brachte Heiner Müller die Situation des Geistes im Reich des Preußenkönigs Friedrich II. auf den Punkt. Noch heute steht in Berlin Unter den Linden Christian Daniel Rauchs Reiterstandbild des „Alten Fritz“, das Dichter und Denker wie Kant und Lessing unterm Pferdeschweif versammelt, wo sonst.
(Zitat)






























