Vor dem IfB-Gebäude (Institut für Biologie der Humboldt-Universität) steht eine Skulptur von Jan Skuin. Das „Megasporophyll von Cycas revoluta“, also das Samenblatt eines Palmfarns, dessen natürliche Größe etwa 20 cm beträgt, ist hier auf 2,17 m vergrößert. Es trägt die Megasporangien, aus denen nach erfolgter Befruchtung die rundlichen und nackten, nicht in einer Frucht eingeschlossenen, Samen heranreifen. Der gefiederte Endabschnitt dieses Samenblattes weist Ähnlichkeit mit den Laubblättern der Art auf und veranschaulicht so, dass sich die Samenblätter im Verlauf der Evolution aus Laubblättern entwickelt haben.
Megasporophyll von cycas revoluta
September 11th, 2024ATA
September 10th, 2024Ausnahmslos Stillleben zeigt Oskar Schmidt in der Ausstellung „Die Kids sind nicht Alright“ in der Galerie Alte Schule in Adlershof. Die kleinformatigen, auf Holz in der aufwendigen, altmeisterlichen Mischtechnik aus Eitempera und Öl gemalten Gemälde, zeigen Arrangements von alltäglichen Gegenständen aus der ehemaligen DDR. Die Verpackung des in der DDR sehr beliebten Scheuermittels ATA erscheint in Schmidts gleichnamigen Gemälde zentral platziert, vor einem nicht näher bestimmbaren monochromen Hintergrund. Das vom VEB Waschmittelwerk Genthin hergestellte Produkt wurde nach der Wiedervereinigung im November 1990 von Henkel übernommen, die ostdeutsche Produktion von ATA ein Jahr später eingestellt. Mit seiner Motivwahl und Malweise zitiert Schmidt aus der Kunstgeschichte der DDR, genau genommen dem sozialistischen Realismus der späten Leipziger Schule. Während seines Kunststudiums bei Gudrun Brüne, einer Vertreterin dieser Strömung, eignete Schmidt sich die realistische Maltechnik an. Sein Stillleben „ATA“ (2023) ist ein direktes Bildzitat auf ein gleichnamiges im Jahr 1995 entstandenes Gemälde des Leipziger Malers Ulrich Hachulla.
(Ausstellungstext)
Berlin Art Week – HALLEN 05
September 9th, 2024HALLEN 05 Kunstfestival (7. bis 15. September 2024 in den Reinickendorfer Wilhelmhallen)
Vero Ryan (Induced Archaeology)
GOLDRAUSCH 2024
September 6th, 2024I only work with lost and found,
z.B. zeichnete Noor Us Sabah Saeed am 12. August 2024 in der Fontane-Apotheke
Be here now
September 5th, 2024Encoded Commodities
August 31st, 2024Matthias Stuchtey im Gotischen Haus, Spandau
Volumina, Gehäuse und architektonische Strukturen bilden, neben biologischen Bezugsfeldern, die Kernthemen des bildhauerischen Werks von Matthias Stuchtey (* 1961). Diese Elemente untersucht der Künstler, dekonstruiert sie und neue Räume im Raum entstehen. Er bedient sich dabei scheinbar alltäglicher Materialien wie Spanplatten oder anderer Halbzeuge aus dem Baufachhandel und setzt sie in neue Zusammenhänge zu teils konstruktivistisch anmutenden Formationen.
Normalzustand
August 28th, 2024Jonas Fahrenberger in der Galerie NagelDraxler
Normalzustand
Auch er war einmal jünger gewesen und eigentlich hatte er sich das ja alles anders vorgestellt – nun sitzt er im Speisewagen und hofft darauf, dass jemand ein Gespräch anfängt. Von „mittelgroße deutsche Stadt A“ nach „mittelgroße deutsche Stadt B“ zurück nach „A“ und oder umgekehrt. Und das regelmäßig. Zahlreiche Bekanntschaften, diverse Stammkneipen, ein Gespür für die besten (bodenständigen) Restaurants sowie ein gesundes Nischenwissen waren Helfer und Anker in diesem Chaos.
Für Ablenkung sorgt sein Handy, die 32 Tage Urlaub und die baldige – wenn auch letztes Jahr in die Hose gegangene – Firmenfeier. Er war aufgeregt gewesen, denn solche Events durchbrachen seine Routine – natürlich schlug er über die Stränge.
Doch nun stand er erneut kurz vor einer Beförderung, ein Kollege sollte in Rente gehen und wer sonst könnte ihn ersetzen? Ändern würde sich wenig, aber einen neuen Titel würde er bekommen, mehr Verantwortung und ein bisschen mehr Geld. Dazu eine neue Chance sich zu beweisen und vielleicht auch endlich ein wenig von „diesem Glück“. Auf seiner Hinreise hatte er am Bahnhof gleich drei Lottoscheine gekauft, welche nun etwas lädiert, jedoch vielversprechend vor ihm lagen. Wann nochmal ist diese Ziehung?
An den Fenstern rauschen die schemenhaften Garagen, Häuser und Straßenzüge vorbei. Immerhin ist es jetzt wieder länger hell und bald ist er zuhause.
Von Wolken und anderen Lügen
August 28th, 2024Es geht um die Verselbständigung des Denkens, das sich entfaltet, wenn das Sehen sich an etwas aufhängt.
(aus dem schönen Text zur Ausstellung in der Galerie EIGEN+ART von Lisa Schütz)
Being, Seeing, Wandering
August 10th, 2024Hannah-Höch-Preis 2024 für Akinbode Akinbiyi
Ein Paar sitzt am Strand und bewundert einen Reiter, junge Leute flanieren durch die Stadt, ein Fotoautomat in den Straßen Berlins wird zur Sitzgelegenheit – alltägliche Szenen und auf den ersten Blick unspektakuläre Detailansichten machen das fotografische Werk von Akinbode Akinbiyi aus, das von seinen unzähligen Wanderungen durch Städte wie Berlin, Brasília, Durban oder Lagos erzählt. Die Berlinische Galerie widmet dem Künstler, Schriftsteller und Fotografen eine umfangreiche Retrospektive, anlässlich seiner Auszeichnung mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis des Landes Berlin für sein Lebenswerk.
(KUNSTFORUM 297, Manuela Lintl)
Kunstspaziergang am 3. August 2024
August 4th, 2024Es sollte nur kurz ein Besuch einer kleinen Ausstellung in der BBA Gallery in der Köpenicker Str. 96 werden. Wie kommt man am besten dorthin? Wir sind am S-Bahnhof Alexanderplatz ausgestiegen und haben von dort bis zu unserem Ziel mehrere Kunstorte angesteuert.
Kunstort 1:
Klosterruine mit anything, anything von Kate Newby
Kunstort 2:
Auf der Fischerinsel entdeckten wir die Galerie HOŠEK CONTEMPORARY auf dem Motorschiff Heimatland
Kunstort 3:
Ehemaliger Bärenzwinger am Märkischen Museum. Dort erkunden sechs Künstler die Bedeutung von Wasser, z.B. untersucht Mirja Busch in ihrem Institut für Pfützologie die ökologische und kulturelle Bedeutung von Pfützen.
und schließlich
Kunstort 4:
BBA Gallery mit Surreal Urbanities: Reimaged Realities mit einem künstlerischen Blick auf die Verbindung von Surrealismus und urbaner Realität.