Bis zum 11. Juni 2023 führt das Berliner Haus der Kulturen der Welt ein Projekt „Was tun mit der Welt?“ durch. Dazu wurden „zwölf Menschen, die sich in ihrer Arbeit über Disziplinen und Kontexte hinweg mit dem Zustand der Welt beschäftigen, um Antworten auf diese Frage gebeten. Der Künstler Wolfgang Tillmans hat dafür typografische und fotografische Interpretationen der zwölf Antworten geschaffen, die derzeit auf Plakatwänden in ganz Berlin zu sehen sind …“, z.B. unter den Yorckbrücken:
Archive for the ‘Public Art’ Category
Was tun mit der Welt?
Donnerstag, März 30th, 2023Selbstporträt als Geist
Mittwoch, September 21st, 2022
Selbstporträt als Geist (Alicja Kwade, Bronze) vor der Berlinischen Galerie anlässlich der Ausstellung „In Abwesenheit“, 8. Januar 2022
Es ist ein 3D-Scan von mir. Ich habe ein Bettlaken genommen und über mich geworfen. Anschließend bin ich sozusagen abgetastet worden.
Selbstporträt als Geist (Alicja Kwade, Marmor), vor Kwades Atelier, Reinbeckhallen, 24. Oktober 2020
Unter deinem Apfelbaum im Vorgarten steht eine braungold-farbige Marmorvariante von „Selbstporträt als Geist“. Sie sieht von weitem goldglänzend aus. Beim Nähertreten entdeckt man diverse Verfärbungen.
Das war der allererste Geist. Er ist aus weißem Carrara-Marmor gefertigt worden, ist aber auf dem Weg zur Ausstellung 2018 beschädigt worden. Ich habe den Schadensfall im Ateliergarten aufgestellt. Durch das Berliner Grundwasser, das sehr eisenhaltig ist, hat er sich im Laufe der Zeit gold-braun verfärbt.
(Zitate aus einem Gespräch von Helga Meister mit Alicja Kwade, KUNSTFORUM 284)
Dali im öffentlichen Raum
Donnerstag, August 11th, 2022The Crowd, Paternò
Montag, März 21st, 2022Stephan Walter
Mittwoch, November 24th, 2021Auf dem Zwölf-Apostel-Friedhof in Schöneberg befindet sich eine Pietá von Stephan Walter.
Als Vorbild für die Darstellung des Jünglings gilt Schadows Grabmal des Grafen Alexander von der Mark.
Von Stephan Walter kenne ich noch den Fischotter an der Baumgartenbrücke in Geltow und die Kentauren auf der Berliner Seite der Glienicker Brücke.
13. April 1981
Mittwoch, November 10th, 2021Thinking in Dark Times
Montag, September 20th, 2021Die Aktivitäten des Neuen Berliner Kunstvereins im urbanen Raum werden ab September 2021 durch das neue Format „n.b.k. Billboard“ erweitert. An der Straßenkreuzung Friedrichstraße / Torstraße, nur zwei Gehminuten vom n.b.k. entfernt, befindet sich der Standort der großen Präsentationsfläche – eingebettet in ein zentrales, spannungsvolles und hochfrequentiertes urbanes Umfeld.
Rosemarie Trockel, Thinking in Dark Times
The work is titled ‘Thinking in Dark Times’ and depicts a standard, white, almost industrial window surrounded by and offering a view of a pitch black background. When considered in isolation, the piece feels sinister and cold, the sterile window showing the viewer only darkness. However, when presented amid the urban surroundings of Mitte, it appears less like an omen and more like a chameleon, gently weaving its way into the architecture and nooks of the city. A presentation like this, intended to be viewed outside, feels like a nod to the (dark) times we’ve been through over the past 18 months. It serves as a reminder that art can be found and celebrated anywhere, even when its institutional frameworks are closed and our lives on lockdown.
(Gallery Weekend Walkabout)
Hotel Splendid Berlin
Donnerstag, Mai 13th, 2021Das Splendid-Hotel ist ein ehemaliges Hotel in Berlin, das in der wilhelminischen Epoche zu den bekannteren Berliner Hotels gehörte. Es liegt im heutigen Ortsteil Mitte in der Dorotheenstraße 92/93 und wurde 1914 in Schloß-Hotel umbenannt. Der Hotelbetrieb lief von 1904 bis 1918.
Die Menschenrechte schreiben
Dienstag, Mai 11th, 2021Re-Installation
Freitag, April 30th, 2021Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der KUNSTWERKE Berlin wird von April bis Mai 2021 eine Re-Installation von „Deutschland wird deutscher“ sowohl im Hofdurchgang der KUNSTWERKE als auch auf Werbeflächen im Berliner Stadtraum zu sehen sein.
Es gibt ein paar Arbeiten zu Deutschland, aber es ist jetzt nicht so, dass ich das im Programm habe oder mich ständig mit Nationalismus und so weiter befasse. Ein wichtiges Thema war sicherlich die Wiedervereinigung. Damals wurde ich von Rudi Fuchs zu dem Ausstellungsprojekt Kulturregion Stuttgart eingeladen. Achtzehn Städte im Umraum von Stuttgart waren beteiligt. Ich wurde gebeten, eine Arbeit für den öffentlichen Raum zu machen, und entschied mich für ein Plakat. Das Bild, das Deutschland wird deutscher zugrunde liegt, ist von 1974 und damit aus einer Zeit, in der ich eine andere Schnittstelle zur Öffentlichkeit gesucht habe, die der performativen Parade auf der Kirmes oder dem Jahrmarkt. Ich bin dann 1992 in meinem Archiv auf ein Porträtfoto von mir gestoßen, das Klaus Mettig bei einer Messerwurfnummer gemacht hatte. Über meinem Gesicht liegt ein merkwürdiger Schleier, ein Familienstück von Harald Szeemann. Aus der ZEIT hatte ich mir die Headline „Deutschland wird deutscher“ gemerkt. Und wie das dann so ist, habe ich diese beiden Ebenen zusammengebracht. Das hat für viel Skandal gesorgt. Ich hätte nie gedacht, dass dieses Bild schon bei der Pressekonferenz in Esslingen zensiert werden würde.
(Katharina Sieverding in einem Interview, KUNSTFORUM International Bd. 236, 2015)
Anders als früher, sagt Sieverding, haben die Behörden diesmal an manchen Standorten verfügt, dass die Plakate gekennzeichnet werden, sie hat das KW-Logo und die Webseite der Institution hinzugefügt. Erste Erkenntnis: Kunst, die nicht für jeden gleich als solche zu erkennen ist, darf allein und ungeschützt nicht mehr auf die Straße.
(Wie gehen wir mit der Provokation von damals um?)