Archive for the ‘JWD’ Category

Christian Weise

Montag, Juni 15th, 2020

Zittauer Gebirge 179

Das ist Christian Weise aka Siegmund Gleichviel. Die Christian-Weise-Bibliothek befindet sich im Salzhaus in Zittau.

Friedhof der Kreuzkirche Zittau

Freitag, Juni 12th, 2020

Zittauer Gebirge 96

Zittauer Gebirge 95

Die Kreuzkirche ist von einem Friedhof mit zahlreichen künstlerisch wertvollen Grabdenkmälern umgeben. Davon zu erwähnen sind insbesondere die Mönchsche Gruft vom Anfang des 18. Jahrhunderts an der Nordwestseite und das daneben befindliche, 1730 datierte Finksche Grufthaus. Die Mönchsche Gruft ist ein rechteckiges Grufthaus mit weitem flachbogigem Eingang, der von zwei toskanischen Halbsäulen gerahmt ist. Darüber befindet sich ein reich gestaltetes Attikageschoss mit einer Figur des Todes als Abschluss.

Zittauer Gebirge 99

Natürlich haben wir uns auch das Große Zittauer Fastentuch aus dem Jahr 1472 angesehen, ich durfte aber nicht fotografieren.

Jonsdorf – Mühlsteinbrüche

Donnerstag, Juni 11th, 2020

Zittauer Gebirge 076

Geht heute im Zittauer Gebirge von Horzeln und Kutteln die Rede, wissen allenfalls Hobby-Geologen und Heimatforscher damit etwas anzufangen. Dabei kannte diese Begriffe einst jedes Kind rund um Jonsdorf. Zumindest vom Abendbrottisch, wenn der Vater heimkam und berichtete, wie viel Taler und Groschen ihm der Steinbruchbesitzer für die gebrochenen Bausteine (Horzeln) oder Felsstücke für die Steinkitterei (Kutteln) gezahlt hatte.
(mehr hier)

Zittauer Gebirge 069

Zittauer Gebirge 085

Zittauer Gebirge 083

Jonsdorf – Wanderung um den Nonnenfelsen

Mittwoch, Juni 10th, 2020

Rund um den Nonnenfelsen

Die Nonnenfelsen sind eine Felsformation am Südosthang des Buchberges im Zittauer Gebirge in Sachsen. Sie sind 537 Meter hoch, ragen damit etwa 100 Meter über das Tal des Pochebaches und befinden sich südwestlich des Kurortes Jonsdorf. Zu den Nonnenfelsen zählen mit die wichtigsten Klettergipfel in Jonsdorf, wie die Schluchtwand, der Klettergipfel Nonnenfelsen (auf der Terrasse der Gaststätte) und die Barbarine.
(Wikipedia)

Zittauer Gebirge 047

Nach alten Sagen lebten hier vor langer Zeit zwei junge Nonnen, die der irdischen Liebe unterlagen und zur Strafe in Stein verwandelt wurden.
(hier)

Zittauer Gebirge 032

Zittauer Gebirge 033

Zittauer Gebirge 029

Zittauer Gebirge 037

Pop-Art-Viertel in Zittau

Dienstag, Juni 9th, 2020

Zittauer Gebirge 019

Zittauer Gebirge 022

Zittauer Gebirge 018

Zittauer Gebirge 013

Zittauer Gebirge 010

Die Idee und die Umsetzung von Kunst am Bau im Künstlerviertel von Zittau stammen vom Bildhauer Sergej Alexander Dott. Er realisierte an den Gebäudefassaden eine Phantasiewelt. Kunst solle als Katalysator wirken und das Gebiet attraktiver machen. Als Tor zur historischen Innenstadt Zittaus wirkt ein 16 Meter überspannender goldfarbener Torbogen in Form einer DNA-Doppelhelix.

Die von Dott geschaffenen Motive sind vielfältig: an der Hauswand spielende Kinder, Blumenmuster, keltische und ägyptische Zeichen sowie Skulpturen aus Engeln und Schafen. Frische und kräftige Farben sowie verschiedene Figuren und Symbole spiegeln die Leichtigkeit der neuen Gestaltung des Viertels wider. Damit soll die Verbindung zwischen Mensch und Natur verdeutlicht werden.

Der Bildhauer Sergej Alexander Dott gestaltete bereits andere Gebäudefassaden, wie die „Kuuuhnst-Fassade“ in der Berliner Kollwitzstraße und fünf große Wohnblocks mit auffälliger Installationskunst bei Projekt „Obersteiner Weg“ in Berlin-Weißensee.

Immer am Bücherregal entlang (7)

Freitag, April 17th, 2020

In Tucholskys Pyrenäenbuch lese ich zum Cirque de Gavarnie:

Ein Wagen nach dem andern befördert die Menschenpakete an den Cirque de Gavarnie. Die Straße lärmt und rattert den ganzen Tag, die Restaurants sind überfüllt, es gibt dumme Andenken zu kaufen, und das Ganze erinnert ein bißchen an die Sächsische Schweiz. Die Leute auch: geschwätziges, naturkneipendes Kleinbürgertum.
In Gavarnie hört die Straße auf, da macht der Weg eine Biegung, und nun liegt der Stolz der Pyrenäen vor seinem Publikum. Die Felswände stehen im gigantischen Halbkreis, oben liegt etwas Schnee, und das Ganze ist schön anzusehen. Aber nicht mehr – und warum so ein Geschrei daraus gemacht wird, weiß ich nicht. Wenn man näher tritt – das dauert eine Stunde, wie täuschen doch die Entfernungen im Gebirge und auf der See! —, dann wird der Zirkus nicht etwa großartiger: man hat da zwar einen hohen Wasserfall, aber weil die Vergleichsmaßstäbe fehlen, überwältigt er nicht. Brav und mit vorgeschriebner Begeisterung wandeln die Lourdes-Sachsen die klassische Strecke.
Ein Gutes aber hat Gavarnie doch gehabt. Ein französischer Zeichner schöpfte sich hier sein Pseudonym: Gavarni, Daumiers Zeitgenosse, Hunderte amüsanter Mode- und Theaterzeichnungen sind noch von ihm erhalten. Er schrieb sich ohne e – bei mir hatten Gavarnie und Gavarni bisher immer in zwei verschiednen Schubladen gelegen, so wie ja kein vernünftiger Mensch bei Goethes Faust an eine geballte Hand denkt.

Hippolyte Sulpice Guillaume Chevalier, genannt Paul Gavarni, ist der Freund der Brüder Edmond und Jules de Goncourt. In ihrem „Journal. Erinnerungen aus dem literarischen Leben“ wissen die Brüder viel über Gavarni zu berichten. Sie haben auch eine Biografie „Gavarni. Der Mensch und das Werk“ in zwei Bänden geschrieben.

Hier einige Bilder vom Cirque de Gavarnie (Pyrenäen-Studiosus-Wanderurlaub, 2004):

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Immer am Bücherregal entlang (6)

Donnerstag, April 16th, 2020

„Vorstehendes sind Auszüge aus einem seltsamen Buche …, das Du Dir unbedingt verschaffen mußt“, schrieb Goethe am 8. März 1818 an Zelter.

Goethe meint Stendhals Italienreisebericht „Rom, Neapel und Florenz“. Darin schreibt Stendhal auch über seine Erlebnisse in Mailand. In Mailand verbrachten Gabi und ich einige Tage zum Jahreswechsel 2019/2020, hier unsere Notizen in den „Neuen Kunstspaziergängen“. Damals wussten wir noch nicht, dass es unsere letzte Auslandsreise für längere Zeit werden sollte.

M123

In ganz Europa ist Mailand die Stadt mit den bequemsten Straßen und den schönsten Innenhöfen.

M071 Via Boschetti

Die Architektur scheint mir in Italien lebendiger als die Malerei oder die Bildhauerei. Mag ein Mailänder Bankier auch fünfzig Jahre seines Lebens eizig sein – schließlich wird er sich doch ein Haus bauen, dessen Fassade hunderttausend Francs mehr kostet als eine einfache Mauer. Der heimliche Ehrgeiz eines jeden Mailänder Bürgers ist es, ein Haus zu bauen oder zumindest die Fassade des vom Vater ererbten Hauses zu erneuern.

M170

Mein Entschluss war gefaßt: ich sehe mir berühmte Denkmäler unbedingt ganz allein an. Mögen sich die ciceroni aller Klassen ihr Geschwätz für den abgestumpften Geschmack der deutschen Reisenden aufheben.

M119

Im Jahre 1179 begannen die Mailänder einen schiffbaren Kanal zu bauen, der auf der einen Seite bis zum Ticino und auf der anderen bis zur Adda reicht und so ihre Stadt mit dem Lago Maggiore und dem Comer See verbindet. Der Kanal zieht sich durch die Stadt wie in Paris der Boulevard von der Bastille zur Madeleine.

Rostocker Skulpturen

Dienstag, Februar 25th, 2020

Quelle
Quelle (Karl-Heinz Appelt, 1988)

Rostock 113
Schlange (Erhard John, 1998)

Rostock 105
Sitzende Frau (Peter Michael, 1981)

Rostock 102
Reife (Reinhard Buch, 1993)

Rostock 101
Hermann Duncker (Walter Howard, 1977)

Rostock 068
Reisende (Jo Jastram, 2005)

Neuer Markt Rostock

Freitag, Februar 21st, 2020

Der Neue Markt in Rostock ist neben dem Alten Markt und dem Hopfenmarkt (heute Universitätsplatz) einer der drei einstigen Marktplätze der Hansestadt.

Rostock 033

Rostock 030
Möwenbrunnen von Waldemar Otto

Rostock 031

Der Möwenbrunnen ist begehbare Brunnenanlage mit Möwensäule und Bronzestatuen der vier aquatischen Gottheiten: Triton, Nereus, Neptun, Proteus (Neptun mit Dreizack, Triton in ein Muschelhorn blasend, Nereus gramgebeugt und ein sich verwandelnder Proteus)

Petrikirche in Rostock

Donnerstag, Februar 20th, 2020

Rostock 005

Die Petrikirche ist die älteste und mit 117,0 m die höchste der ehemals vier Stadtkirchen der Hansestadt Rostock.

Bei dem Vier-Tage-Angriff der britischen Luftwaffe Ende April 1942 wurde die Petrikirche in der Nacht vom 26. auf den 27. April 1942 schwer getroffen. Der mit Kupfer beschlagene Turmhelm verbrannte.

1994 konnte … wieder ein kupferbeschlagener Turmhelm aufgesetzt werden, so dass St. Petri wieder weithin als Rostocker Wahrzeichen sichtbar ist. Dazu wurden von Mai 1993 bis November 1994 drei Teile des Turmhelms zunächst südlich vor der Kirche zu ebener Erde vorgefertigt und danach mit Hilfe eines Mobilkrans von 500 Tonnen Tragkraft übereinander auf den Turmschaft gesetzt.Als krönender Abschluss des Wiederaufbaus wurde am 13. November 1994 der restaurierte, neu vergoldete Wetterhahn wieder an der Turmspitze angebracht. Zusätzlich wurde in 45 m Höhe eine über 195 enge Treppenstufen oder einen Aufzug erreichbare Aussichtsplattform gebaut, die bei klarem Wetter einen weiten Blick über die Stadt Rostock hinweg bis nach Warnemünde und die Ostsee ermöglicht.

Rostock 018

Am Aufgang zur Kirche befinden sich zwei Skulpturen von Wolfgang Friedrich.

Rostock 009

Rostock 007