Posts Tagged ‘Franken’

Fränkische ARTventures (XI)

Montag, Juli 6th, 2015

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E.T.A. Hoffmann in Bamberg

Wie an einigen fränkischen Orte beginnt auch in Bamberg das 19. Jahrhundert mit schlechten Nachrichten: 1802 wird die Stadt gegen ihren Willen zur bayerischen Provinz, im folgenden Jahr wird der Stift säkularisiert und im Zuge dessen auch die 1647 gegründete Universität zur Philosophisch-Theologischen Hochschule degradiert. Nur wenig später, im Jahr 1808, zieht der Dichter E.T.A. Hoffmann nach Bamberg, um am dortigen Theater sein Geld zu verdienen – was jedoch nur leidlich gelingt, bereits 1810 verlässt er die Stadt wieder gen Dresden.
(mehrzu Dichtern und Denkern in Bamberg im Literaturportal)

15. Mai 2015

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E.T.A. Hoffmann mit Kater Murr auf den Schultern (Reinhard Klesse)

Hoffmann war nach dem Tod seines Katers außer sich vor Trauer und erteilte einen ungewöhnlichen Auftrag, der in der gesamten Berliner Gesellschaft für Gesprächsstoff sorgte. Nur einen Tag nach dem Tod des Katers Murr ließ der Dichter seinen besten Freunden eine lithographierte Traueranzeige zustellen: »In der Nacht vom 29. bis zum 30. November d.J. entschlief, um zu einem beßern Dasein zu erwachen, mein theurer geliebter Zögling der Kater Murr im vierten Jahre seines hoffnungsvollen Lebens. Wer den verewigten Jüngling kannte, wer ihn wandeln sah auf der Bahn der Tugend und des Rechts, mißt meinen Schmerz und ehrt ihn durch Schweigen. Berlin d. 1. Decbr. 1821 – Hoffmann«

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E.T.A. Hoffmann, porträtiert von Michael Mathias Prechtl

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Klein Zaches, genannt Zinnober

Eines Tages stößt sie am Wegesrand auf das arme zerlumpte Bauernweib Liese, die im Korb ihr zweieinhalbjähriges missgestaltetes Söhnlein, den „Wechselbalg“ Zaches mit sich schleppt. Auf seinen „Spinnenbeinen“ kann er nicht stehen, nicht gehen; statt zu reden knurrt und miaut er wie eine Katze. Dabei frisst er „wie der stärkste Knabe von wenigstens acht Jahren“. Aus Mitleid kämmt ihm Rosabelverde heimlich das struppige Haar und verleiht „dem bösen Alräunchen“ damit die Gabe, dass er allseits für einen hübschen und verständigen Menschen gehalten und alle Leistungen, die in seiner Gegenwart ein anderer vollbringt, ihm zugerechnet werden.

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Apfelweibla

Da stand er und schaute den großen schönen bronzenen Türklopfer an; aber als er auf den letzten, die Luft mit mächtigem Klange durchbebenden Schlag, der Turmuhr an der Kreuzkirche den Türklopfer ergreifen wollte, da verzog sich das metallene Gesicht im ekelhaften Spiel blauglühender Lichtblicke zum grinsenden Lächeln. Ach! es war ja das Äpfelweib vom Schwarzen Tor! Die spitzigen Zähne klapperten in dem schlaffen Maule zusammen, und in dem Klappern schnarrte es: ‚Du Narre – Narre – Narre – warte, warte! warum warst du hinausgerannt! Narre!‘ – Entsetzt taumelte der Student Anselmus zurück, er wollte den Türpfosten ergreifen, aber seine Hand erfaßte die Klingelschnur und zog sie an, da läutete es stärker und stärker in gellenden Mißtönen, und durch das ganze öde Haus rief und spottete der Wiederhall: ‚Bald den Fall ins Krystall!‘ – Den Studenten Anselmus ergriff ein Grausen, das im krampfhaften Fieberfrost durch alle Glieder bebte.

Fränkische ARTventures (X)

Samstag, Juli 4th, 2015

Götter in Bamberg

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Neptun (Johann Kaspar Metzner)

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Apoll (Markus Lüpertz)

Fränkische ARTventures (IX)

Freitag, Juli 3rd, 2015

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Adam Riese ist in Bad Staffelstein geboren.

Adam Ries stammte aus Staffelstein, in der Vorrede zu seiner „Coß“ gibt er selbst darüber Auskunft. Sein Vater Contz Ries war der Besitzer der dortigen Stockmühle, seine Mutter dessen zweite Frau Eva Kittler.

Das Geburtsjahr ist nicht eindeutig zu bestimmen. Die Umschrift auf dem einzig bekannten zeitgenössischen Porträt des Rechenmeisters lautet: ANNO 1550 ADAM RIES SEINS ALTERS IM LVIII. Wenn er demnach im Jahr 1550 im 58. Lebensjahr war, muss er 1492 oder 1493 geboren worden sein, je nachdem, wann er das 58. Lebensjahr vollendet hat.

Adam Ries

Adam Ries

1518 ging Ries nach Erfurt, wo er eine Rechenschule leitete. In Erfurt verfasste er zwei seiner Rechenbücher und ließ sie drucken

Fränkische ARTventures (VIII)

Dienstag, Juni 30th, 2015

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Basilika Vierzehnheiligen

Dionysius wurde zum Symbol der französischen Königs- und Staatsidee und Patron der französischen Könige. Im 14. / 15. Jahrhundert erlangte er weitere Popularität auch außerhalb von Frankreich durch Aufnahme unter die 14 Nothelfer.
(hier mehr zum kopflosen Dionysius)

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Seit 1450 wird Dionysius zu den 14. Nothelfern gezählt. In Folge seiner Hinrichtungsart wird insbesondere er gegen Kopfschmerzen angerufen. Der Heilige wird vor allem in Frankreich, Spanien, aber auch in Deutschland verehrt.

Fränkische ARTventures (VII)

Freitag, Juni 26th, 2015

Figuren von Jaume Plensa in Nizza,

Place Massena 01

aber eine wollte lieber nach Bamberg

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Fränkische ARTventures (VI)

Dienstag, Juni 23rd, 2015

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Bamberger Dom

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Bis zu den Veränderungen am Bauwerk Ende des Mittelalters blieben die Namen der Baumeister und Künstler, die an der Schaffung des Bauwerks beteiligt waren, unbekannt, so auch der Schöpfer des Bamberger Reiters. Diese Figur – die älteste erhaltene mittelalterliche Plastik eines Reiters – wurde um das Jahr 1230 aus mehreren Schilfsandsteinblöcken hergestellt und zeigt einen unbekannten Herrscher. Sie steht noch immer an dem Pfeiler, an dem sie früher aufgestellt war.

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Das Kaisergrab im Bamberger Dom wurde in den Jahren 1499 bis 1513 in der Werkstatt Tilman Riemenschneiders angefertigt. Das marmorne Hochgrab des Kaisers Heinrich II. und der Kaiserin Kunigunde zeigt auf den Seitenwänden Legenden aus dem Leben des Kaiserpaars.

Fränkische ARTventures (V)

Sonntag, Juni 21st, 2015

Gesichter im Neuen Museum Nürnberg

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Fränkische ARTventures (IV)

Dienstag, Juni 16th, 2015

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Skulpturenpark Bamberg mit Werken von Bernd Wagenhäuser

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Fränkische ARTventures (III)

Samstag, Juni 13th, 2015

Dombetrachtung

Boteros Schöne rekelt sich auch in Bamberg

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Fränkische ARTventures (II)

Donnerstag, Juni 11th, 2015

Der Karmeliten-Kreuzgang in Bamberg

Der Kreuzgang entstand im 14. Jahrhundert während der Regierungszeit des Bamberger Bischofs Lambert von Brunn, der als Kanzler Kaiser Karls IV. enge Beziehungen zum Kaiserhof in Prag hatte.
Der Kreuzgang hat eine Größe von 25 m auf 35 m und zeichnet sich durch seine romanischen Arkadenbögen aus goldbraunem Eisensandstein, seine Säulenbasen mit Ecksporen, die romanischen Kapitelle in Kelchblockform und die im Stil zwischen Romanik und Gotik stehenden Kapitellplastiken aus. Man griff damals wohl bewusst auf den romanischen Baustil zurück, um dem Kreuzgang ein ehrwürdiges Aussehen zu geben. Die Anlage ist einer der besterhaltenen Kreuzgänge der späten Romanik beziehungsweise frühen Gotik.
(mehr hier)

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