Kaiserliches Patentamt

February 8th, 2010

Das dreigeschossige Gebäude mit neobarocker Sandsteinfassade wurde 1887–1891 von August Busse (1839–1896) errichtet (Luisenstraße 32-34). Das Portal im Mittelgebäude stand zwischen zwei Doppelsäulen mit überlebensgroßen Plastiken. Den üppigen Fassadenschmuck entwarf Otto Lessing.
(mehr bei Luise)

Eingang

Lesen in Patenten

Leser1

Stele

February 7th, 2010

Stele
Hans Klakow, 1971

Diese abstrakte Stele in Zehlendorf, Königstr. 5, wird in Bildhauerei in Berlin Hans Klakow zugeordnet. Ob das stimmt? Die abstrakte Skulptur passt nicht zu seinen Kinder- und Tierskulpturen. Und wie kommt die 1971 entstandene Skulptur nach Zehlendorf vor die Polizeiinspektion?

Kormorane und Graureiher in KW

February 6th, 2010

Korm1

So viele auf einmal sehen wir zum ersten Mal: Graureiher und Kormorane an der Schleusenbrücke in Königs Wusterhausen.

Einer kann nicht mehr

Raus und weg

Es ist dieser Vogel der genügsamste von allen Vögeln, er hat nur eine Wohnung und ein Lager, er sucht nicht viele Betten, sondern wenn er irgendwo wohnt, dann frißt und schläft er auch dort. Und weder frißt er Totes, noch fliegt er hierhin und dorthin. Sein Bett und seine Speise sind an ein und demselben Ort.
(über den Reiher im Physiologus)

U-Bahnhof Krumme Lanke

February 5th, 2010

U Krumme Lanke
Alfred Grenander, 1929

Am Empfangsgebäude des U-Bahnhofs Krumme Lanke zeigt sich die außergewöhnliche Qualität der Grenanderschen Entwürfe. Es war über deutsche Grenzen hinaus bekannt und diente als Vorbild für Londoner Haltepunkte wie Chiswick Park oder Southgate.
(Verkehrsdenkmale in Berlin, Michael Imhof Verlag, 2007

Flügelsäule

February 4th, 2010

Hartung im Winterwald
Karl Hartung, 1967

Karl Hartung wird 1908 als Sohn eines Tischlers in Hamburg geboren. 1923 beginnt Hartung eine Lehre als Steinmetz, anschließend geht er zum Kunststudium. Ein Stipendium führt Hartung 1929 nach Paris, dort studiert er das Werk Rodins und Maillols. Als Karl Hartung 1932 nach Hamburg zurückkehrt, spürt er, dass sich für ihn als abstrakt arbeitenden Bildhauer die Arbeits- und Lebensbedingungen durch die Kulturpolitik des NS-Regimes erschweren. 1936 siedelt Hartung mit seiner Familie nach Berlin über. Erst seine erste Einzelausstellung 1946 in der Galerie Rosen in Berlin bringen für ihn den künstlerischen Durchbruch. 1959 wird Karl Hartung an die Hochschule der Bildenden Künste Berlin berufen, 1955 übernimmt er den Vorsitz des Deutschen Künstlerbundes. In diesem Jahr nimmt Hartung an der documenta I teil. Es folgen Teilnahmen an der Biennale in Venedig und weitere internationale Ausstellungen. Am 19. Juni 1967 stirbt Karl Hartung in Berlin.
(hier entnommen)

Brecht mit Herz

February 3rd, 2010

Brecht mit Herz

Sonett Nr. 19
Bertolt Brecht

Nur eines möcht ich nicht: daß du mich fliehst.
Ich will dich hören, selbst wenn du nur klagst.
Denn wenn du taub wärst, braucht ich, was du sagst
Und wenn du stumm wärst, braucht ich, was du siehst

Und wenn du blind wärst, möcht ich dich doch sehn.
Du bist mir beigesellt, als meine Wacht:
Der lange Weg ist noch nicht halb verbracht
Bedenk das Dunkel, in dem wir noch stehn!

So gilt kein: »Laß mich, denn ich bin verwundet!«
So gilt kein »Irgendwo« und nur ein »Hier«
Der Dienst wird nicht gestrichen, nur gestundet.

Du weißt es: wer gebraucht wird, ist nicht frei.
Ich aber brauche dich, wie’s immer sei.
Ich sage ich und könnt auch sagen wir.

Trashstone 412

February 2nd, 2010

Trashstone 412
Wilhelm Mundt, 2009

Unter der gelben Haut der bisher größten Plastik des Künstlers wirken Atelierabfälle formgebend. Sie wurden in Folie gewickelt und mit mehreren Schichten PVC für alle Zeiten eingeschlossen. Poliert und geschliffen wirkt die giftgelbe Oberfläche wie eine wunderbare haptische Landschaft. Die Werkreihe der Trashstones setzt 1989 ein und wird bis heute fortgeführt und durchnummeriert.

Supracity

February 1st, 2010

Haus am Waldsee

Corinne Wasmuht im Haus am Waldsee

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Die Malerin Corinne Wasmuht fasst die Welt so in einzelne Bilder ein, dass man von einem eigentümlichen, fast magischen Sog ihrer Werke nicht mehr losgelassen wird. Sie malt, so bemerkt Stephan Berg, „die schnellsten und haltlosesten Bilder der Welt auf die langsamste und gehaltvollste Art und Weise, die man sich überhaupt vorstellen kann“.

CW4

CW9

CWB

CWE

Aufforderung

January 31st, 2010

Aufforderung

Während ich mich nun über dies alles lustig machte, entwich mir unversehens ein so grausamer Leibesdunst, dass wir beide, ich und der Sekretär, darüber erschraken. Augenblicklich meldete er sich sowohl in unseren Nasen als auch in der ganzen Schreibstube so kräftig an wie einer, den man vorher nicht hat klopfen hören. “Troll dich, du Sau”, sagte der Sekretär zu mir, “zu den anderen Säuen in den Stall. Das passt besser zu dir, du ungehobelter Klotz, als dich mit ehrbaren Leuten zu unterhalten.” … So habe ich mein gutes Ansehen … wie die Redensart lautet, auf einen Schlag vergeigt.
(aus: von Grimmelshausen Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch
aus dem Deutschen des 17. Jahrhunderts übersetzt von Reinhard Kaiser)

korrekt und anarchisch

January 30th, 2010

“Ach knallige Welt, du Lunapark,
Du seliges Abnormitätenkabinett.
Paß auf! Hier kommt Grosz,
Der traurigste Mensch in Europa.”
George Grosz

korrekt und anarchisch

Erstmals stellt die Akademie der Künste die Fülle an Material, das sie zu George Grosz in Kunstsammlung und Archiv bewahrt, in großem Umfang vor. 200 Skizzenbücher, Zeichnungen aus seiner Jugend bis in die Zeit der Neuen Sachlichkeit, darunter so bekannte Blätter wie “Friedrichstraße” und “Christus mit Gasmaske”, Mappenwerke, Zeitschriften, Collagen, Fotografien und schriftliche Dokumente erlauben einen Einblick in sein Leben und sein künstlerisches Werk.
(Website der Ausstellung)