Ferdinand Beneke in Brüssel

November 17th, 2019

Es ist schon fast ein Jahr her, dass Gabi und ich in Brüssel waren. Bei der Lektüre in Ferdinand Benekes Tagebüchern wurde ich durch folgende köstliche Beschreibung vom 20. August 1801 des Warandeparks an unseren Aufenthalt erinnert.

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Nachdem ich mich sattsahm in dem Plan von B[rüssel] orientirt hatte, begann ich ganz allein meine tour de phantasie – Instinktmäßig wanderte ich recta via in den Park, u. verlohr mich in seinen labyrinthischen SchattenGängen. Es ist etwas eignes, mitten in einer großen geräuschvollen Stadt eine solche schöne Wildniß hinzuzaubern, deren Umfang groß genug ist, um in ihrer Mitte Plätze zu finden, wo man sich in die Einöde eines großen Waldes versetzt glaubt, nichts sieht, als Bäume, u. Gebüsche, nichts hört, als den Gesang der Vögel – Wahrlich, die Idée ist schön. Wer sie zuerst hatte, war kein gemeiner Mensch – Hier durchschneiden lange breite Gänge mit Fontänen, Statuen, u. Prospekten das Gebüsch. Dort verliert sich der WaldPfad in tiefe Gründe, wo man sich vollends von der Welt weit abgesondert glaubt. Plötzlich führt ein lichter Gang an – eine Reihe von Pallästen, an die gewühlvolle Gasse – Vier große prächtige Häuser Reihen umgeben den Park. Sie heißen izt rue de bellevue, I. de la liberté, r. d. l’egalité, r. d. la loi – Ich kann diese neuen Nahmen micht leiden. Einmahl profanirt man dadurch schon an sich die Sache, die man heben will, u. es ist wohl nichts lächerlicher, als, wenn es z. B. heißt, in der EheGasse ist ein Bordell, in der Demokratie Gasse kann man vor Bettlern nicht durchkommen, in der GesetzGasse wird viel gestohlen, u. in der Tugend Gasse hat man Jemanden todtgeschlagen.

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Ich umging die alte imposante Kathedrale, die berühmte Gudula Kirche. Gotische Verzierungen bedecken die seltsam gestalteten Türme, u. man kann diesem großen Dom nicht leicht ohne lebhafte Erinnerung an die Vorzeit vorbeigehen.

BRU 044 St-Michel< BRU 043 St-Michel

POMPA

November 17th, 2019

POMPA – Eine Installation von Norbert Bisky in der St. Matthäus-Kirche im Kulturforum

Pompa

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In „Pompa“, in der Kultur-Kirche dreht sich vieles um die Zeit nach 1989, den Wahnsinn der 90er Jahre: den furiosen, oft konfusen Aufbruch, Exzesse, Partys, das Chaos in der Stadt und in den Köpfen der Menschen.
Es folgen: 9/11. Nahostkonflikt. Klimakatastrophe. Flüchtlingskrise. Diese Themen hält der Kirchenhimmel für uns parat. Die Werke aus den Jahren 2002 bis 2018 sind assoziativ, die Perspektiven verschoben, die Ebenen schräg – alles ist in Bewegung. Norbert Bisky: „In meinem Kopf ist die Welt nicht stabil. Hauptsache keinen rechten Winkel auf den Bildern!“ Zu sehen sind Leihgaben, Reproduktionen, Drucke – seine Werke sind in der ganzen Welt verstreut.
(mehr in der taz, hier)

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Unter der zwölf Meter hohen Decke in der Matthäus-Kirche hängt nun sehr zentral ein großes Familienporträt. Unter der Decke? „Ich kam gerade aus Venedig und deswegen war das Ding mit den Deckengemälden schon in meinem Kopf“, erinnert er sich an die Entwicklung der Ausstellung. „Ich beschäftige mich natürlich immer mit Präsentationsformen von Malerei und das Deckending ist so ein bisschen aus der Mode gekommen.“
(mehr hier)

Algo-r(h)i(y)thms

November 16th, 2019

Algo-r(h)i(y)thms von Tomás Saraceno verwandelt den Ausstellungsraum der Galerie Esther Schipper in eine Landschaft aus Netzen.

Zwischen den untersten noch Blätter tragenden Zweigen gab es große Spinnwebräder, die aus ihren beinahe perfekten Polyedern heraus gläsern funkelten und sich bei jedem Windstoß leicht aufblähten, dabei ertrugen sie in ihrer strengen Architektur das Tier im Zentrum, das soviel wog wie eine große Traubenbeere.
(Mircea Cãrtãrescu in SOLENOID)

Algo-r(h)i(y)thms

Algo-r(h)i(y)thms

Each of the converging nodes within Algo-r(h)i(y)thms refers to the different reverberation frequencies of micro- and macroscopic phenomena. Of the 3.4 kilometers of 1–2.5 milli-meter black cord arranged in complex clusters, a 25 cm diameter net, 58-178 Hz (Argiope keyserlingi Courtship / Emitted Frequency), borrows its name from the peak frequencies of courtship signals produced by an orb weaving spider.

Algo-r(h)i(y)thms

The vibrating world of spiders can be further explored at Arachnophilia.net, a living archive of coexistences developed by Studio Tomás Saraceno and the Arachnophilia team, and through the Arachnomancy App.

Erinnerst du dich noch an die Cloud Cities? Das war 2011 im Hamburger Bahnhof.

Stelen

November 14th, 2019

Stelen von Erich Reischke

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Platz der Republik im Tiergarten

Gutspark Alt-Britz 17
Rosengarten Alt-Britz

Little People

November 12th, 2019

Little people

LITTLE PEOPLE, 2019 (Sebastian Kusenberg)
gesehen: Christinenstraße 15, 10119 Berlin

In the Making: Ilya & Emilia Kabakov

November 11th, 2019

Von der Zeichnung zur Installation.

Tchoban

Seit Ende der 1980er Jahren erschaffen die gefeierten Konzeptkünstler Ilya und Emilia Kabakov fantastische Räume, die sie selbst „totale“ Installationen nennen. Die Betrachter tauchen ein in Geschichten, die von utopischen Träumen handeln. Die Verwendung von gewöhnlichen Objekten – Dingen, die helfen, eine Atmosphäre der Erinnerung zu schaffen – wird zu einem zentralen Mittel in ihrem Werk, sie beziehen diese Gegenstände in ihre begehbaren Rauminstallationen ein.

Begegnung mit Engeln

… und Senefelder kann nur zuschauen!

November 11th, 2019

Senefelder

Wo bist du hin?
11. November 2019

Graffiti 1892
2. Juni 2006

Sound on the 4th floor

November 8th, 2019

Sot4f

Sonderborg
K. R. H. Sonderborg

schöneberger art 2019

November 3rd, 2019

Kleistpark

Schöneberger ART 2019

Schweigende Fliege
Inka Gierden

Stadtschlawinereien

Oktober 31st, 2019

Es ist schon zum Verzweifeln. Da erfanden die Menschen Städte, um sicher und selbstbestimmt zusammenzuleben und sich gegen Angriffe von außen zu verteidigen – und heute werden sie im Inneren dieser Städte übertölpelt, entmachtet und weggeschubst. Von neofeudalen Großprojekten, globalen Konzernen, Immobilienspekulantinnen und anderen Trojanern. Ach ja: und die echten Lokalpatrioten, die nationalistischen Straßenkehrer, die schubsen mit.
(mehr auf der Website von KOW Berlin, hier)

Moritzplatz - Emotional Blackmail
Larissa Fassler, 2018

Bonjour tote Arbeit

Stadtschlawinereien 4
Alice Creischer & Andreas Siekmann, 2019