Im Garten

Juli 25th, 2016

Es ist zu heiß. Kunstspaziergänge finden im Garten statt.

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denn was mich wirklich interessiert ist weniger das woraus es gemacht wird als dass es eine sache ist die gemacht wird, damit man sie herzeigen kann, und die die leute anschauen und über die sich die einen freuen und die andern ärgern, und die zu nichts sonst da ist.
(Ernst Jandl: Dier ersten Schritte, in: ernst jandl für alle. Darmstadt und Neuwied 1974)

23. Juli 2016

Der Wildschweinschädel hat nach mehr als 35 Jahren seine Bestimmung erreicht. Gefunden habe ich ihn im Morast am Maxsee. Er musste ausgekocht werden. Das war ein fürchterlicher Gestank, ich glaube wir benutzten den riesigen Topf, in dem wir immer die Windeln der Kinder auskochten. Seine bisher beste Zeit hatte der Schädel im Bücheregal, damals als dort noch Platz war. Dann war er lange Jahre im Keller, nicht unbeachtet (er befand sich wieder auf einem Regal, diesmal dem Weinregal), aber nicht mehr bewusst wahrgenommen. Jetzt ist er als Ausstellungs- und Erinnerungsinstallation in Gabis Garten angekommen.

Wir wünschen uns Dinge, die wir nicht haben können. Wir wollen einen bestimmten Augenblick, einen Klang, eine Empfindung noch einmal erleben. Ich möchte die Stimme meiner Mutter hören. Ich möchte meine Kinder als Kinder sehen. Kleine Hände, flinke Füße. Alles verändert sich. Der Junge ist erwachsen, der Vater ist tot,die Tochter ist größer als ich und erwacht weinend aus einem schlimmen Traum. Bitte bleibt für immer, sage ich zu den Dingen, die ich kenne. Geht nicht fort. Werdet nicht groß.
(Patti Smith in: M Train)

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Im Garten 07

Jüdischer Friedhof Wörlitz

Juli 24th, 2016

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Denkmal am Jüdischen Friedhof in Wörlitz

Um 1760 wurde auf einem Acker des in der Stadt lebenden Juden Hirsch ein Friedhof angelegt, auf dem später auch verstorbene Juden aus Oranienbaum und zeitweilig auch aus Coswig beerdigt wurden. Ein um 1790 vom Architekten Friedrich Wilhelm v. Erdmannsdorf errichtetes Zeremonienhaus ist bis heute erhalten; der Friedhof wurde im Jahre 1938 profaniert. Abgeräumte Grabsteine – zuweilen als Baumaterial verwendet – wurden später auf dem Dessauer Friedhof zusammengetragen und zu einem Denkmal gefügt.
(mehr hier)

Am Schloss

Juli 23rd, 2016

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Riesige Eulen, geheimnisvolle Vögel und eine paradiesisch grüne Erdkugel – auf einem 200 Meter langen Bauzaun vor dem Berliner Schloss mahnen Graffiti-Bilder … zum behutsamen Umgang mit der Natur. Bekannte Streetart-Künstler und zahlreiche Berliner Schüler haben die 85 einzelnen Leinwände gestaltet.
(mehr in der WELT)

Am Schloss 02

Am Schloss 01

Drei Figuren in der Lutherstadt

Juli 22nd, 2016

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Andreas Freyer in der Lutherstadt Wittenberg

Eine von "Drei Figuren"

Eine von "Drei Figuren"

Eine von "Drei Figuren"

Delight in small things

Juli 21st, 2016

Believe me and God bless you

Feng Lu in der Galerie Michael Schultz

Ende vom Lied

Juli 20th, 2016

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Die Ausstellung “Ende vom Lied” im Künstlerhaus Bethanien bezieht sich auf die Ausbürgerung von Wolf Biermann aus der DDR im Herbst 1976. Es ist ein Projekt, das parallel zur Ausstellung “Gegenstimmen. Kunst in der DDR 1976 – 1989″ im Martin-Gropius-Bau konzipiert wurde.

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Ein Blick hinter die Kulissen des Künstlerhaus Bethanien

Kunst am Spreeknie (2)

Juli 17th, 2016

Letztes Wochenende waren wir in der Ausstellungshalle der Gießerei Knaak: after works

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Die XTRO ATELIERS stellen sich vor

Sterbender Gallier in Neumarks Garten (Wörlitz)

Juli 16th, 2016

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Das bronzene Original wird heute als ein Werk des griechischen Bildhauers Epigonos angesehen und war Teil eines Siegesdenkmals, das Attalos I. von Pergamon um das Jahr 230 v. Chr. nach Siegen über die keltischen Galater errichten ließ. Deutlich ist der Stolz des Besiegten, diesen Stolz bewundern die Griechen, bei der Figur des “Sterbenden Galliers” zu erkennen. “Mit großer Gelassenheit, nicht mit schmerzverzerrtem Gesicht erwartet er den Tod. Die tiefe Wunde an der rechten Seite verweist auf einen Stich in die Lunge. Der todeserfahrene antike Betrachter wusste, dass den so Getroffenen ein langsamer Tod erwartete, den es zu ertragen galt”, erklärt Pfeifer.
Die Römer haben die Figur der Griechen in Marmor kopiert, so dass die Reisegesellschaft um Fürst Franz von Anhalt-Dessau im Jahr 1765 während ihres Aufenthaltes in Rom auf sie aufmerksam wird. Mit auf Tour ist damals auch der Stuckateur und Bildhauer Johann Christian Ehrlich, der vom Antikenrestaurator Bartolomeo Cavaceppis einiges über die Methoden des Kopierens und Restaurierens antiker Plastiken erfährt. So ist er dann in Dessau bestens in der Lage, nach Vorlagen solche Arbeiten auszuführen. Zu seinen Werken gehören die großen Statuen der Ceres und der Fortuna an der Fassade des Wörlitzer Landhauses, die Dietrichsvase und natürlich der “Sterbende Gallier”.
(Henrik Klemm in der Mitteldeutschen Zeitung, mehr hier)

BB9 (2) – ESMT

Juli 15th, 2016

GCC im ESMT:
Positive Pathways (+)

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Das New Yorker Kollektiv DIS, das die diesjährige Biennale kuratiert, zeigt nicht nur auf einem Ausflugsdampfer auf der Spree Kunst, sondern auch im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR am Schlossplatz in Berlin-Mitte. Während die bunten Glasfenster noch immer den Sozialismus preisen, lernen hier längst die Studenten der European School of Management and Technology, wie Kapitalismus funktioniert.

Vielleicht verirren sie sich nach der Vorlesung auch einmal in den Ausstellungsraum im ersten Stock. Eine schöne Vorstellung, denn in der Installation “Positive Pathways” des Künstlerkollektivs GCC geht es um das Streben nach Erfolg. Die Künstler, die aus Kuwait und dem Senegal stammen, haben eine Laufbahn im Wüstensand aufgebaut. Aus Lautsprechern betet eine Frauenstimme die Litanei der Selbstoptimierung und der positiven Energie vor, mit der die zukünftigen Führungskräfte alle Herausforderungen meistern sollen.
(mehr hier)

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Lady Hamilton in Wörlitz

Juli 14th, 2016

Erotisches Lächeln, klassisches Profil: Eine Ausstellung in Wörlitz spürt dem Faszinosum der Lady Hamilton nach.
(mehr hier im Tagesspiegel)

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Moritz Götze

Lady Hamiltons Attitüden-Kasten
In der Wörlitzer Ausstellung ist nun neben vielen einzeln oder im Zusammenklang in Deutschland noch nicht präsentierten Emma-Porträts, Briefen, Skulpturen, Vasen, Dokumenten auch jene goldumrandete Black Box nachgebaut, in der laut Goethes Beschreibung Emma als Lebendes Bild posiert hat.

Auffallend war mir ein aufrechtstehender, an der Vorderseite offener, inwendig schwarz angestrichener Kasten, von dem prächtigsten goldenen Rahmen eingefaßt. Der Raum groß genug, um eine stehende menschliche Figur aufzunehmen, und demgemäß erfuhren wir auch die Absicht. Der Kunst—und Mädchenfreund, nicht zufrieden, das schöne Gebild als bewegliche Statue zu sehen, wollte sich auch an ihr als an einem bunten, unnachahmbaren Gemälde ergötzen, und so hatte sie manchmal innerhalb dieses goldenen Rahmens, auf schwarzem Grund vielfarbig gekleidet, die antiken Gemälde von Pompeji und selbst neuere Meisterwerke nachgeahmt.
(Goethe, Italienische Reise – Neapel, 27. Mai 1787))