„Ich verstehe mathematische Formeln nicht, erwarte dies auch nicht vom Betrachter.“ Ein sympathisches Eingeständnis. Bernar Venet ist Bildhauer, kein Mathematiker. Der Franzose, Jahrgang 1941, suchte lange nach einer Kunst mit nur einer Bedeutungsebene und fand sie schließlich in der grafischen Darstellung von mathematischen Formeln, wie er im Rückblick sagt: „Das Figürliche war in der Kunst bereits ausgeschöpft, das Abstrakte ebenso, da blieb nur das Grafische“.
Venets Beziehung zur Mathematik gründet auch in ihrem grafischen Reiz; bei ihm wird die Formel zur plastischen Form. Sein bildhauerisches Interesse findet er in den verschlungenen Ziffern, Klammern, Kürzeln, Kurven, Diagrammen und Parabeln bestätigt.(Christian Huther, KUNSTFORUM international, Bd. 195)
Archive for the ‘Ausstellungen’ Category
Mathematik und Bernar Venets Kunst
Samstag, Februar 5th, 2022Bernar Venet in der neuen Berliner Kunsthalle
Donnerstag, Februar 3rd, 2022Neue Kunsthalle in Berlin in der Kritik
Retrospektive Bernard Venet 1961 – 2021
„Bernar Venet, 1961–2021“ ist die erste in einer Reihe von Ausstellungen, die in den nächsten zwei Jahren in der neuen „Kunsthalle Berlin – Flughafen Tempelhof“ gezeigt werden. Die bisher größte Retrospektive des französischen Künstlers umfasst sein gesamtes breit gefächertes Schaffen als Bildhauer, Maler, Performancekünstler sowie als radikaler Konzeptkünstler. Auf 8.000 Quadratmetern versammelt die Schau über 150 Werke.
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Kunstsammlung im Willy-Brandt-Haus
Montag, Januar 24th, 2022Im ersten Teil der Auftaktausstellung KUNST im Willy-Brandt-Haus sind Arbeiten der Klassischen Moderne zu sehen, die die Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche in der Weimarer Republik thematisieren und später das Schicksal der Verfolgung und Vertreibung durch die Nationalsozialisten auch von Künstler*innen zeigen. Die Freiheit der Kunst und des Individuums ist auch im zweiten Teil der Ausstellung Thema, wenn das Spektrum der nonkonformen Kunst der DDR mit einigen Beispielen beleuchtet wird.
Fred Ute zu Fuß
Samstag, Januar 22nd, 20222017 bin ich in 24 gemütlichen Spaziergängen einmal um Berlin gelaufen. Hier findet man einige Bilder.
Rausch der Bilder
Freitag, Januar 21st, 2022Die Sammlung Chagas Freitas – Kunst aus der DDR und ihre Reise nach Brasilien
Der Ostkunstschatz von Brasilia ist im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (Cottbus) zu bewundern.
Marco A. Castillo
Montag, Januar 10th, 2022Marco A. Castillo bei KOW
Marco A. Castillo (Gründer Los Carpinteros) hat das Scheitern der sozialistischen Utopien Kubas über 30 Jahre lang thematisiert und gleichzeitig unterstrichen, dass die Geschichte weitergeht, Veränderung möglich bleibt, ein politischer Umbau des Landes noch immer gedacht werden kann. „Aber das ist jetzt vorbei“, sagt er im Gespräch, das er von Mexico aus führt, seinem neuen Wohnort, seit es in Havanna zu gefährlich geworden ist. „Das Regime regiert mit solcher Härte“, schildert er, „dass sich politisch nichts mehr machen lässt. Es gibt auch keinen Platz mehr für Kritik. Aktuell können wir nur versuchen, einige Leute aus dem Gefängnis zu bekommen. Sie inhaftieren reihenweise Kulturschaffende und Demonstrierende.“
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Light and Space (Kraftwerk Berlin)
Sonntag, Januar 9th, 2022Die Installation „Light and Space“ von Robert Irwin ist eine zweiseitige freistehende Wand mit 231 weißen und 231 blauen Leuchtstoffröhren im Kraftwerk Berlin, Köpenicker Str. 70, im Auftrag von LAS (Light Art Space).
Weitere Arbeiten von R. Irwin sah ich vor kurzem bei Sprüth Magers.
Louise Stomps
Sonntag, Januar 9th, 2022Die Wiederentdeckung der Louise Stomps: Das Verborgene Museum ist mit einer grandiosen Skulpturenschau über eine zu Unrecht Vergessene zu Gast in der Berlinischen Galerie.
In Abwesenheit
Samstag, Januar 8th, 2022Alicja Kwade in der Berlinischen Galerie (allerdings In Abwesenheit nur als Geist)





























