Archive for the ‘JWD’ Category

Unterwegs im Mai (6)

Montag, Mai 29th, 2017

MRN 331

Buchhornbrunnen in Friedrichshafen

MRN 333

MRN 334
Ja, sogar mit Seehasen!

Unterwegs im Mai (5)

Sonntag, Mai 28th, 2017

Die Imperia im Hafen von Konstanz

Ich geh durch die greise, nächtige Stadt,
will wissen, was Konstanz für Träume hat.
(Rilke)

Bei einem Stadtbummel habe ich mir eine Anthologie zum Konstanzer Konzil gekauft. Darin ist dieses Rilke-Gedicht und vor allem auch die Balzac-Story zur Kurtisane Imperia.

Liebl/Kopitzki (Hrsg.)
Die Gans ist noch nicht gebraten
600 Jahre Konstanzer Konzil – Ein Lesebuch

MRN 199

Meine Freundin, das Wildrösle, mit der ich schon viel von der Welt gesehen habe, dreht sich jedes Mal auf die jeweils andere Seite, wenn sie mit dem Katamaran von Friedrichshafen einfährt. Sie ist eben eine alte Konstanzerin von der Oberen Laube, ein Menschenschlag, den es fast schon nicht mehr gibt, und von Kunst versteht sie wohl auch etwas; aber nicht, weil sie Kunst studiert hat und Kunstgeschichte.
(aus: Arnold Stadler, Es war kein Liebeskonzil; erschienen bei Rast/Berlin 2013)

MRN 255

Unterwegs im Mai (4)

Sonntag, Mai 28th, 2017

Ich bin wieder da. Es wird Zeit, dass ich mein Spatenrecht an diesem Blog wieder wahrnehme.

Keen nich will dieken, de mutt wieken

„Keen nich will dieken, de mutt wieken“ von Frijo Müller-Belecke in Otterndorf

Unterwegs im Mai (3)

Donnerstag, Mai 18th, 2017

Kunstgrenze Konstanz – Kreuzlingen (Johannes Dörflinger)

MRN 192

MRN 191

MRN 161

Unterwegs im Mai (2)

Dienstag, Mai 16th, 2017

Von Frankfurt/Main haben wir nicht viel gesehen. Wir mussen uns ja immer unter unseren Schirmen verstecken. Dauerregen. Das beste am heutigen Tag war der Besuch der Ausstellung „Primary Structures“ im Taurus Tower (MMK2). Dort hatte ich die Idee, dass man die Weiner-Sentenzen ja auch als Tweets realisieren kann.

Gefallen hat mir auch Ceal Floyers „sold“ von 1996. Bei unserem Gallery-Weekend-Bummel in Berlin fiel uns auf, dass diese Arbeit inzwischen viel kopiert wird.

MRN 020

„Outdoor-yellow 13“ im Foyer vom Taurus Tower konnten wir sofort Michael Beutler zuordnen. Wir haben PEQUOT im Hamburger Bahnhof gesehen und kennen auch die Wechselstuben in der Almstadtstraße.

Unterwegs im Mai (1)

Dienstag, Mai 16th, 2017

„Wer Kulmbacher Bier wie Wasser trinkt, ist auf der Zunge farbenblind“, heißt es in der Gastwirtschaft, in der wir vor dem Regen Schutz suchen. Ich bestelle also ein dunkles Kulmbacher und Gabi versucht den Apfelwein, ebenfalls einen halben Liter. Wir sind beide zufrieden.
Trotzdem, Frankfurt mag uns nicht. Wir reisen morgen weiter. Der andauernde Regen hat uns die Stadtspaziergänge vermiest. Hochhäuser gucken geht gar nicht.
Zum Glück gibt es hier interessante Ausstellungen. Heute fanden wir Unterschlupf im Städelmuseum. Dort sind aktuell zwei Ausstellungen sehenswert: die Fotografen der Becher-Schule und zeichnerische Raumkonzepte vom Bauhaus bis zur Gegenwart. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Glöcknerschen Faltungen.

MRN 074
Eduardo Chillida, 1969

Naumburg bietet dem Spaziergänger viel

Montag, April 24th, 2017

Im leisen Zitterrascheln eines Blatts – im Farbschatten eines Grashalms – im Formgebild des Kleeblatts – im Summen einer Biene – im Schimmern eines Tautropfens – im Hauch des Winds – in den linden Düften, die vom Wald herüberstrichen – in all diesem tat sich eine Welt von Suggestionen auf – all diesem entstieg ein lustiger und buntscheckiger Zug von rhapsodischen und unmethodischen Gedanken.
(E. A. Poe, Eine Geschichte aus den rauhen Bergen)

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Wie die junge Frau mit Koffer zum Bahnhof kam

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Im Naumburger Dom erstehe ich „Uta von Naumburg – Eine deutsche Ikone (Wolfgang Ullrich). Über die Kirchenfenster von Neo Rauch im Dom habe ich hier berichtet. Im Domgarten stehen Büsten von Naumburgerinnen, alle mindestens genau so schön wie Uta.

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Naumburg 061

Der Weg vom Bahnhof Naumburg zu unserer Pension ist nicht allzuweit, aber bei der Ankunft hat sich gezeigt, dass die Straßenpflasterung nicht rollkoffertauglich ist. Deshalb nutzen wir bei der Abreise die historische Straßenbahn, um zum Bahnhof zu kommen.

Der beste Grieche in Naumburg ;-)

Es war leider keine Zeit, den besten Griechen der Stadt auszuprobieren.
An einem Abend gehen wir in den Naumburger Ratskeller. Als Kindergericht, so lese ich entsetzt auf der Speisekarte, gibt es „Nudeln mit original DDR Tomatensoße“. Die Errungenschaften der DDR sind mir aus eigener Erfahrung wohlvertraut, auch die ganz besondere, klumpige Soße aus Tomatenmark und Mehl ist mir aus der Schulspeisung bekannt. Zu den bewahrenswerten Kulturgütern hätte ich diese Pampe allerdings nicht gezählt. Das sieht man in Naumburg offensichtlich anders. Also, beim Nachkochen ist es wichtig, keine frischen Tomaten zu nutzen und außer Salz und Pfeffer keine zusätzlichen Gewürze. Nur so kommt DDR-Feeling auf.

Naumburg 184

Bei einem Spaziergang wäre mir Nietzsche fast zum Verhängnis gworden. Auf dem Neumarkt steht das Nietzsche-Denkmal von Heinrich Apel. Das muss natürlich fotografiert werden. Dabei achte ich nicht auf den Rinnenbrunnen, der quer über den Platz verläuft. Ich knicke um, der rechte Fuß taucht schmerzhaft ins kalte Wasser. Als wir am Abend nochmals über den Platz laufen, Naumburg ist nicht so groß, ist diese gefährliche Rinne gesichert und abgedeckt. Hat der Bürgermeister mein Malheur beobachtet?

Bad Kösen – Skulpturen am Gradierwerk

Sonntag, April 23rd, 2017

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Am Gradierwerk in Bad Kösen sind sehr interessante tätowierte Steinskulpturen aufgestellt. Leider konnte ich keinen Hinweis auf den Bildhauer finden.

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Tätowierter Stein

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Naumburg – Im Domgarten

Samstag, April 22nd, 2017

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Stifter Thimo von Kistritz blickt skeptisch auf die Damen im Domgarten

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Naumburg – Friedrich Nietzsche

Freitag, April 21st, 2017

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Nutzen Sie, um zum Nietzsche-Dokumentationszentrum zu kommen, vom Bahnhof aus das Angebot der historischen Naumburger Straßenbahn, mit welcher bereits Nietzsches Mutter mit ihrem Sohn fahren konnte.

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Naumburg und Nietzsche (eine Zusammenstellung von Links)

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Das Nietzsche-Denkmal von Heinrich Apel auf dem Holzmarkt wurde 2007 eingeweiht. Wir kennen Apel von unseren Stadtspaziergängen in Magdeburg (Faunbrunnen und Philemon und Baucis).