Posts Tagged ‘Hamburg’

Grabmal Annie Kalmar

Montag, August 1st, 2022

Annie Kalmar

Das Grabmal von Annie Kalmar auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg, eine Stele mit Porträtrelief des österreichischen Bildhauers Richard Tautenhayn, wurde von Karl Kraus gestiftet.

„Von den Darstellern des ‚Schlafwagenkontrollors‘ ist außer Girardi nur das Fräulein Annie Kalmar zu erwähnen. Sie, die herrlichste von allen, wird von Publikum und Kritik immerzu noch als Ausstattungsgegenstand des Theaters behandelt … Ihre Schönheit steht ihr hinderlich im Wege.“ So schrieb der 26-jährige Karl Kraus in der „Fackel“ über seine spätere Angebetete. Und Dichterkollege Peter Altenberg sekundierte: „Wie eine Kirche der Welten-Schönheit sind Sie!“ Nicht nur die Herren Kraus und Altenberg überschlugen sich vor Komplimenten für die junge Schauspielerin. Und Annie Kalmar nahm sie gerne entgegen, Geld und Schmuck war sie auch nicht abgeneigt. „Süßes Mädel“ oder eigenständige Frau? Alena Wagnerová hat die Briefe von Kraus und Kalmar mit denen anderer Zeitzeugen zu einem Hörspiel montiert.

„Wie Genies sterben“ ist der von Kraus bearbeitete Nachruf Peter Altenbergs auf Annie Kalmar in der „Fackel“ überschrieben, und diesen Titel trägt auch der Band „Briefe und Dokumente“ zu Recht. Denn gestorben ist sie während fast der ganzen Zeit ihrer Bekanntschaft mit Kraus, der sie im Sommer 1900 persönlich kennenlernt. Als er sie bald darauf Baron Alfred von Berger ans Hamburger Schauspielhaus empfiehlt, ist die erst 22jährige bereits schwer lungen- und alkoholkrank. Im Hamburger Krankenhaus St. Georg wird ihr das Schreiben untersagt, so dass ihre Pflegerin den Hauptteil der Korrespondenz nach Wien erledigt, in der sich höflich-ungenaue Angaben zum Gesundheitszustand („befinden schlecht“) mit Bitten um Geld abwechseln. Am 2. April 1901 berichtet von Bergers Assistent Fritz Schik an Kraus von Annie Kalmars Tuberkulose und einer neu entdeckten Krebsgeschwulst: „Wenn nicht besonders günstige Umstände eintreten, ist sie verloren. Besondere Behütung im Krankenhaus sei jetzt gleichgültig.“ Am 10. April kommt sie zurück in ihre Wohnung, fürchtet sich vor dem Tod. Am 2. Mai 1901 stirbt sie.
(Literaturkritik.de)

Will Coles

Samstag, Juli 30th, 2022

Gesehen auf der Toilette im Kunstverein Hamburg:

Will Coles

Will Coles

Hamburg von oben

Samstag, Juli 30th, 2022

Hauptkirche St. Petri

Turmbesteigung StPetri 02

Turmbesteigung StPetri 03

Turmbesteigung StPetri 01

Turmbesteigung StPetri 15

Damit die Erde hafte am Himmel, schlugen die Menschen Kirchtürme in ihn.
(R. Kunze)

Das Bernsteinzimmer von Thomas Hirschhorn

Sonntag, Juli 24th, 2022

Hirschhorn 6

Das Bernsteinzimmer von Thomas Hirschhorn in der Sammlung Falckenberg

Hirschhorn 4

Hirschhorn hat Elemente des Zimmers aus Pappe nachgebaut, die er in dünne, graue Plastikfolie, aus der Müllsäcke gefertigt werden, einpackte. Und so stehen in Originalgröße Tische, Stühle, Kommoden, Wandschmuck, vier Bilder, die die Jahreszeiten darstellen, ein Kamin und eine Reiterskulptur in dem grell erleuchteten Raum, fast so, als wäre das Bernsteinzimmer wieder aufgefunden und nun provisorisch aufgebaut worden. (mehr hier)

Hirschhorn 2

Hirschhorn 1

Was Falckenberg gar nicht mag, ist die anhaltende Verwendung des Kontext-Begriffs, der jedes Kunstwerk in Verbindung mit seinen sozialen, historischen und persönlichen Produktionsbedingungen bringt. Das sei eine blutleere Angelegenheit und Arbeiten wie die von Hirschhorn oder Wüterich Meese eine angemessene Reaktion auf diese gefühlsfreie Kunstbetrachtung. Dass Hirschhorns «Bernsteinzimmer» wie viele andere Stücke aus der Sammlung sehr fragil sind und sich mit der Zeit zersetzen, stört Falckenberg indes kaum. Seine Ankäufe setzten ohnehin nicht auf Sicherheit. Und grinsend fügt er hinzu: «Ich glaube an den Verfall meiner Sammlung. (mehr hier)

Legendäre Spiegel Kantine von Verner Panton

Mittwoch, Juli 20th, 2022

MKG 11

Das MKG – Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg hält etwas ganz Besonderes für Design-Liebhaber bereit: Die Spiegel-Kantine des Designers Verner Panton (1926-1998). Ein leuchtender, wunderbarer Augenschmaus.

MKG 08

MKG 09

MKG 10

Eine Skulpturenlandschaft in Bergedorf (III)

Montag, November 1st, 2021

Chromosom
Chromosom (Joachim Röderer)

Hamburg 207
Zen 16, Zen 17 (Werner Bitzigeio)

Familie
Familie (Roland Berger)

Wandsbek

Donnerstag, Oktober 28th, 2021

Hamburg 177

Hamburg 181

Immer an der Wandse lang …

Hamburg 183

Es gerät mitunter in Vergessenheit, dass Wandsbek untrennbar mit einem der größten deutschen Literaten und Journalisten verbunden ist. Matthias Claudius war zwischen 1771 und 1775 als Redakteur bei der Zeitung „Wandsbecker Bothe“ beschäftigt. Als Autor des „Abendliedes“ („Der Mond ist aufgegangen“) erlangte der 1740 in Reinfeld geborene Dichter literarische Unsterblichkeit.

Hamburg 185

Hamburg 190

Seine letzte Ruhestätte fand Claudius auf dem Wandsbeker Friedhof beim Schimmelmann-Mausoleum, der Grabstätte von Heinrich Carl von Schimmelmann und seiner Frau Caroline. Das Gebäude gilt als eines der bedeutendsten klassizistischen Bauwerk Nordeuropas.

Hamburg 186

Martin Ritthoff-Lienau

Dienstag, Oktober 26th, 2021

Bei unseren Spaziergängen in Hamburg sehen wir immer wieder Arbeiten des mysteriösen Skulpturen-Manns:

Hamburg 143

Hamburg 148

Im November 2001 sah ich zum ersten Mal eine Arbeit von Ritthoff-Lienau im Berliner Tiergarten:

Stumpfbirne
Stumpfbirne

Botanischer Garten Hamburg

Montag, Oktober 25th, 2021

Loki Schmidt

Der Botanische Garten wurde im Oktober 2012 nach Loki Schmidt umgenannt. Die Namensgeberin, die 2010 verstorben ist, war Ehrenbürgerin der Freien und Hansestadt Hamburg, Ehrensenatorin und Ehrendoktorin der Universität Hamburg.
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Adam plündert sein Paradies

Hamburg 119

Hamburg 117

Hamburg 132

Eine Skulpturenlandschaft in Bergedorf (II)

Samstag, Oktober 23rd, 2021

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Stefan Riebel

Stefan Riebel ist Gründer des Projektraumnetzwerkes „Institut für Alles Mögliche“.

Das Institut für Alles Mögliche ist ein künstlerisches Projekt, das auf experimentelle Weise Fragestellungen der Institutionalisierung und Präsentation zeitgenössischer Kunst aufwirft, hinterfragt und erforscht. … Das Projekt kann als ein Organismus, als ein künstlerischer Versuch verstanden werden Nischen zu finden und in die kommerzielle Struktur des städtischen Raumes ein nichtkommerzielles Programm zu implantieren. … In den bewusst kurz gehaltenen Veranstaltungen – meist nicht länger als 3 Tage – können Versuchsanordnungen, Prozesse, unfertige Konzepte und spielerische Ansätze ausprobiert und umgesetzt werden. Die dabei realisierten Arbeiten und Projekte dürfen verblüffend einfach funktionieren aber auch grandios scheitern.
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