Archive for the ‘Public Art’ Category

Haltestellen fürs Sehen und Denken

Montag, Dezember 14th, 2009

(Der Kunsthistoriker Hans Dickel über Trends im öffentlichen Raum, Zitty 25/2009)

Ist Berlin für Kunst im öffentlichen Raum eine besondere Stadt?
Die Stadt hat viel öffentlichen Raum, viel Kunst und eben auch viel Kunst im öffentlichen Raum. Für Touristen ist sie so etwas wie ein historischer Themenpark, daran können Künstler ganz gut andocken.
Sind wir nicht längst übersättigt von dieser Kunst?
Nein, denn die Ansätze haben sich geändert. Für die 60er Jahre hat man scherzhaft von einer „Invasion aus den Ateliers“ gesprochen. Für Kunst im öffentlichen Raum stand öffentliches Geld zur Verfügung, das haben die Künstler auch ausgeschöpft.
Kann die Kunst der Kommerzialisierung des Stadtraumes etwas entgegensetzen oder ist sie dazu verdammt, Teil des Spektakels zu sein?
Die Kunst war schon immer Teil des Spektakels und in der Geschichte wurde sie auch deswegen in Auftrag gegeben. Heute kann gute Kunst im öffentlichen Raum das Tempo drosseln, eine Art „Haltestelle“ bieten für eigenständiges Sehen und Denken.

DB-Gaul
Eine der hässlichsten Skulpturen Berlins. Wie wird man so etwas los? (Zitty, Kito Nedo)
Volksbegehren gegen die Deutsche Bahn halte ich für aussichtslos. (Dickel)

Hat Kunst im öffentlichen Raum kein Verfallsdatum? Sollte man bei manchen Werken nicht eine Deinstallation bedenken?
Nein, ich finde es im Gegenteil wichtig, dass Kunstwerke im öffentlichen Raum vertraglich gesichert sind. Viel zu oft muss man die Kommune drängen, ihrer Verpflichtung zum Erhalt nachzukommen. Denken sie etwa an die „Orte des Erinnerns“ von Renata Stih und Frieder Schnock im Bayrischen Viertel, ein international bekanntes Denkmal, das an die Repressionen und Deportation der Schöneberger Juden in der Nazizeit erinnert. Seine vielen Bild- und Texttafeln wurden in den letzten Jahren beschädigt oder verfielen, ohne dass sich die zuständigen Behörden darum gekümmert hätten.
Also ist grundsätzlich alles erhaltenswert?
Ja, fast alles, bis auf eine Sache: die bunten Berliner „Buddy-Bären“. Die gehören tatsächlich kollektiv entsorgt.

Kreuzung Leipziger Ecke Mauer- und Glinkastraße

Sonntag, Dezember 13th, 2009

Giganten mit Weltkugel
Giganten mit Weltkugel auf dem Kommunikationsmuseum (Ernst Wenck)

Immer mit der Ruhe
Jugendstilrelief am 1905 gebauten Geschäftshaus für die Württembergische Metallwarenfabrik

tchapp
Mauern durchbrechen, Georgi Tchapkanov (Tchapp), 1980, aufgestellt 24. Mai 2006

Nike

Samstag, Dezember 12th, 2009

Nike
Nike im Lichthof des TU-Hauptgebäudes

Als Nike von Samothrake wird eine griechische Statue bezeichnet, die die Siegesgöttin Nike darstellt und sich heute im Louvre in Paris befindet. Sie wurde im Heiligtum der Kabiren auf der griechischen Insel Samothrake gefunden. Entstanden ist sie vermutlich um 190 v. Chr. Es wird angenommen, dass rhodische Bildhauer die Statue geschaffen haben.

Schildkröte und Flusspferd

Montag, November 30th, 2009

Flusspferd2

In der Parkringanlage Tempelhof befinden sich ein Flusspferd und eine Schildkröte von Friedrich Zuchantke aus dem Jahre 1954. Die Schildkröte wurde jetzt geschlachtet, das Flusspferd ist noch einmal davongekommen.

Geschlachtete Schildkröte

Klaproth-Denkmal

Samstag, November 28th, 2009

Heinrich

Rote Bank

Das Klaproth-Denkmal steht auf der Gartenseite (dem Süd-Campus) des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin . Es wurde von Ralf Sander für den Apotheker und Chemiker Heinrich Klaproth (1743-1817) geschaffen und 1996 aufgestellt. Klaproth hatte u.a. an der ältesten Vorläufereinrichtung der TU Berlin, der Bergakademie, gelehrt. Gestiftet wurde das Denkmal von der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin. Eine hohle Eisenstele (etwa 1,80 m x 42 cm x 40 cm) hat auf der einen Seite einen Spalt. Schaut man hindurch, sieht man sechs Elemente des chemischen Periodensystems. Auf der anderen Seite des Denkmals steht der Text „Entdecker der Elemente Cer, Uran, Titan, Strontium, Tellur und Zirkonium“. (entnommen hier)

Generäle auf dem Zietenplatz (VI)

Freitag, November 27th, 2009

Nachfolgendes Bild und die Texte sind aus:
Gernot und Ute Laur-Ernst
Die Stadt Berlin in der Druckgrafik 1570-1870.
Ein wunderbares Buch. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Wilhelmsplatz
Wilhelmsplatz mit Zietendenkmal

Friedrich Wilhelm I. veranlasste um 1734 die rechteckige Erweiterung im oberen Teil der Wilhelmstraße vor allem als Exerzierort …; ansonsten sollte dort ein Wochenmarkt abgehalten werden. Er war lange nichts weiter als ein sandiges Viereck, seit 1749 Wilhelmsplatz genannt.

Der Alte Dessauer
Fürst Leopold von Anhalt-Dessau (Johann Gottfried Schadow, 1798)

Friedrich der Große ließ um ihn Linden pflanzen und machte ihn zum Erinnerungsort für seine Feldherren im Siebenjährigen Krieg. … Als letztes Denkmal wurde 1828 der „Alte Dessauer“ aufgestellt.

Generäle auf dem Zietenplatz (V)

Montag, November 23rd, 2009

Seydlitz1

Seydlitz4

Seydlitz3

Friedrich Wilhelm von Seydlitz

Generäle auf dem Zietenplatz (IV)

Samstag, November 21st, 2009

General2

von Keith

Generalfeldmarschall Jakob von Keith

Generäle auf dem Zietenplatz (III)

Freitag, November 20th, 2009

Hans Carl von Winterfeldt

Hans

Generalleutnant Hans Carl von Winterfeldt

Generäle auf dem Zietenplatz (II)

Mittwoch, November 18th, 2009

Graf von Schwerin

Generalfeldmarschall

Kurt Christoph Graf von Schwerin