Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

The Art of Watching Birds

Dienstag, März 8th, 2011

Der Schrei
Schrei am Strand von Lanzarote

Auf dem Bild The Art of Watching Birds von Valerie Favre in der Galerie Barbara Thumm sieht man seltsame Wesen mit hohen Schädeln – Munchs Schrei lässt grüßen.

Teddy

Das Zerfressene, Aufgelöste, das nicht Greifbare ist bei Favre nicht nur Ästhetik, sondern auch Thema. Sie gibt uns motivische und stilistische Anhaltspunkte, doch am Ende bleibt alles ahnungsvoll, mehr Andeutung als konkreter Verweis.
(mehr hier von S. Preuss in der Berliner Zeitung)

Porträts

Montag, März 7th, 2011

Die Galerie Gerhardsen Gerner zeigt eine Gruppenausstellung zum Thema Porträt.

Masks
Jetzt sind wir gleich da. Die Galerie befindet sich in der Holzmarktstraße 15-18, S-Bahnbogen 46

Blick durchs Fenster
Ein erster Blick durchs Fenster

Der Begriff „Portrait“ wird mittels Installationen (Elmgreen & Dragset), Klanginstallationen der Turner Prize-Gewinnerin 2010 Susan Philipsz in Verbindung mit Siebdrucken Michael Fullertons, 21 Fotografien von Künstlern, Sportlern, Performern und Freunden des Künstlers (Wolfgang Tillman), eines von Andy Warhol inspirierten, halb fertiggestellten Malen-nach-Zahlen Bildes eines Hundes von Anselm Reyle, einer geometrischen Stahlskulptur, die Constantin Brancusis symbolisches Portrait von James Joyce in Erinnerung ruft (Knut Henrik Henriksen), „von rauer Mythologie und methodologischer Intelligenz inspirier[ten]“, mit Picasso verglichenen Gemälden (Tal R), einer (Klang-?)Installation Douglas Grodons, Laris Pittmans sorgfältig ausgearbeiteter Malerei, „an der Schnittstelle von Kunst, Folklore und Kulturindustrie“, sowie eines schrägen, elliptischen Spiegels Olafur Eliassons, der wie gewohnt den Betrachter einbezieht, indem er ihm durch die Brechung seines eigenen Spiegelbildes scheinbar einen andere Dimension eröffnet, ausgelotet.
(mehr bei einzigart)

Tal R
Ein Gemälde von Tal R

Poetische Weltmodelle

Sonntag, März 6th, 2011

Öyvind Fahlström (1928 – 1976) in der Galerie ScheiblerMitte

Öyvind Fahlström 01

Aus fünfzehn Blumentöpfen wachsen Bäumchen. Auf dünnen Stämmen recken sich Blüten-Blatt-Modelle in den Raum: geografische und geo-soziale Inseln aus Natur und Industrie, aus Stadt und Land, Wasser, Erde, Gebirge. Bodenschätze, Früchte, Ackerbau, Viehzucht, Produktionsstätten und Naturreservate sind gerecht verteilt und miteinander im fairen Austausch. Dieser Garten Eden der Nachhaltigkeit [von Öyvind Fahlström] ist in der Galerie Scheibler zu erreichen über einen weichen grünen Bodenbelag.
(mehr hier von I. Ruthe in der Berliner Zeitung)

Öyvind Fahlström 02

Feininger aus Harvard

Freitag, März 4th, 2011

Feininger

Lyonel Feiningers Bilder wirken als seien sie aus bunten Lichtsplittern zusammengepuzzelt. Es sind beliebte Postkartenmotive. Weniger bekannt ist, wie lange er in Berlin gelebt hat. Eine Ausstellung aus Harvard zeigt uns jetzt einen Feininger, den man so noch nie gesehen hat.
(mehr hier)

Badende am Strand

Aaron Curry

Sonntag, Februar 27th, 2011

Aaron Curry im Schinkel-Pavillon

Sonntag09

Sonntag08

Die letzten Monate war Aaron Curry Berliner Stipendiat der American Academy und hatte Zeit, seine Ausstellung im Schinkel Pavillon vorzubereiten. Dabei wird spannend sein, wie er mit der dominanten Architektur und den vielen Fensterscheiben umgehen wird. Im White Cube gelingen seine Illusionseffekte leichter. Curry selbst: „Das wird hart.“ (mehr hier)

Blick aus dem Schinkel-Pavillon

Stand der Dinge

Samstag, Februar 19th, 2011

Jim Rakete

Jim Rakete in der Kunsthalle Koidl

Seit über einem Jahr arbeitet der Berliner Fotograf Jim Rakete an einer Porträtreihe deutscher Filmschaffender, die als Gesamtschau des deutschen Films im Sommer 2011 die Wiedereröffnung des Deutschen Filmmuseums Frankfurt begleiten wird. Ursprünglich als eine überschaubare Hall of Fame geplant, sind durch die Begeisterung der Mitwirkenden und die Vielfalt von Generationen und Professionen an die hundert Bilder entstanden. Die Kunsthalle Koidl freut sich, den Kern dieser Ausstellung bereits zur Berlinale 2011 präsentieren zu können. Sie ist die Liebeserklärung des Fotografen an den deutschen Film.

Künstlerfreunde des Wortmetzen Arno Schmidt

Freitag, Februar 18th, 2011

Arno Schmidt

„und was heißt schon new york? großstadt ist großstadt; ich war oft genug in hannover“
Arno Schmidt in der Galerie Parterre

Letzte Dinge

Freitag, Februar 11th, 2011

X-Rated
William N. Copley
Andreas Slominski

Bei den Bildern Copleys (1919-1996) handelt es sich, wie der Titel nahelegt, um „nicht jugendfreie“ Szenen, die erstmals 1974 im New York Cultural Center ausgestellt und nun – über 30 Jahre später – erstmals in Europa gezeigt werden.
„Die Gemälde aus „X-RATED“ sind mit lockerer Hand (…) wiedergegebene Bilder von Paaren und Dreiergruppen, deren verschlungene Körper und spannungsgelöste Gliedmaßen zu kühnen Arrangements aus verzahnten, nahezu abstrakten Formen ineinander verschränkt sind. Die träge Körperlichkeit der Dargestellten, ihr Buddha-ähnliches Lächeln und beharrliche Individualität sind unumwunden erotisch. Die Farben – pulsierendes Pastell, üppige Fehlfarben, Grün-, Braun- und Gelbtöne – sind sensationell.“ (Anne Doran in „The French Connection“, CPLY, X-RATED, Paul Kasmin Gallery, 2010)

Copley

Letzte Dinge

Sitz nächtens grübelnd und versteh
Mitnichten viel von letzten Dingen.
Sterne funkeln, flügeln ihr Weh,
Den Vers zum Blühen zu bringen.

Hör in den Weltraum und seh,
Ein Echo kam und hallte:
So steh schon auf und geh,
Beschwanze endlich ihre Spalte.

(Jürgen Berlin)

Auch der Konzeptkünstler Andreas Slominski schätzt Copley, und wer seine merkwürdigen Fallenobjekte, die witzigen skulpturalen Interventionen und die Spielereien mit einfachsten Mitteln kennt, der sieht die Wahlverwandtschaft. Seit einigen Jahren macht Slominski Objekte, die Copleys „X-rated“-Bildern auf den ersten Blick nahekommen, auch wenn der Künstler jede Verbindung von sich weist. Aus Styroporplatten schnitzt er billige, übertriebene, zudem schnell wie Latrinen-Graffiti hingeworfene Sexszenen. Monsterbrüste, Riesenpenisse, die wütende Frau mit dem Nudelholz, wenn ihr zu Pin-ups Mann onaniert – alle Superproll-Klischees werden erfüllt.
(mehr hier)

Chaos-Tableau von Agathe Snow

Samstag, Februar 5th, 2011

AS7

Einem Jahrmarkt der Tourismus-Branche gleicht die große Ausstellungshalle der Deutschen Guggenheim-Filiale Unter den Linden. Die hohen Wände sind bis zur Decke tapeziert mit schrei-bunten Fotomotiven aus Reisekatalogen, in einer Art Weltkarte vollgepflastert mit Sehnsuchtszielen an tropischen Stränden, mit Denkmälern, Sehenswürdigkeiten, Burgern, Pommes und exotischen Blüten-, Obst-, Tier-und Menschenpyramiden zwischen Konfettistraßen.
(mehr von I. Ruthe hier)

AS4

AS3

Urlaub

Montag, Januar 17th, 2011

Hier ist jetzt 2 Wochen Pause.

Theuerkauf3
Skulptur von Klaus Theuerkauf (in dieser Ausstellung)