Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

Immer am Bücherregal entlang (24)

Dienstag, Oktober 28th, 2025

OUT of the BOX
75 Jahre Archiv der AdK

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Die Archivboxen des Grafikers und Verlegers Klaus Staeck

Das Bergwerk
Collage für das Romanprojekt „Im Berg“ von Franz Fühmann

Auch ein Bergwerk: das Franz-Fühmann-Archiv in der Akademie der Künste

Fühmann

HERBST

Sonntag, Oktober 12th, 2025

10 Jahre lang hat Ruprecht von Kaufmann keine Werke mehr in Berlin gezeigt. Im Herbst kehrt er zurück.

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Herbstabend

Das Haus am Lützowplatz (HaL) zeigt als Partner der Berlin Art Week 2025 die Einzelausstellung HERBST von Ruprecht von Kaufmann. Speziell für die Räume des Kunstvereins konzipiert, umfasst sie bis auf eine Ausnahme ausschließlich Arbeiten, die seit Ende 2024 entstanden sind. Unter Bezugnahme auf Werke von Otto Dix (1891-1969) verschränkt von Kaufmann unsere Gegenwart mit den politischen und gesellschaftlichen Phänomenen der Weimarer Republik vor einhundert Jahren. Die Parallelen sind zahlreich und oft beunruhigend: Erneut befinden wir uns in einer Zeit großer Umbrüche, geprägt von wirtschaftlichen und politischen Krisen, dem Wiedererstarken rechtspopulistischer Kräfte und einer wachsenden Bedrohung durch einen Krieg in Europa. Ruprecht von Kaufmann malt unsere Gesellschaft am Rande einer neuen Zeit.

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Hauptstadt

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gern ein Gespräch führen—und worüber würden Sie sprechen?
Im Moment mit Otto Dix. Ich habe mit den Arbeiten, die ich für das Haus am Lützowplatz gemalt habe, einen sehr intensiven imaginären Dialog mit Dix über seine Bilder, seine Welt und seine Weltsicht geführt und ich hätte mich gerne einmal in Wirklichkeit mit ihm unterhalten.

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Altbau-Idylle

Erinnerung: Ruprecht von Kaufmann 2014 im Georg-Kolbe-Museum

Dioskuren: Der geschenkte Tag

Freitag, September 19th, 2025

Im Neuen Museum
Dioskuren – Der geschenkte Tag

Die beiden ungleichen Zwillinge Kastor und Polydeukes – Söhne der schönen Königstochter Leda – wurden in einer Nacht von unterschiedlichen Vätern gezeugt, Kastor von Ledas Gemahl, dem spartanischen König Tyndareos, Polydeukes hingegen vom Gott Zeus, der Leda in Gestalt eines Schwanes erschienen war. Während Kastor als Sohn zweier Menschen sterblich ist, verleiht Polydeukes´ göttlicher Vater ihm Unsterblichkeit. Die als Dioskuren bezeichneten Zwillinge bestehen gemeinsam Heldentaten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies und beim Kampf des Herakles gegen die Amazonen. Als der sterbliche Kastor getötet wird, bittet Polydeukes seinen Vater Zeus, ihm die Unsterblichkeit zu nehmen, damit er mit seinem Bruder gemeinsam in den Hades gehen kann. Zeus, gerührt von der über den Tod hinausgehenden Liebe der Zwillinge, stellt Polydeukes vor die Wahl, ewig jung zu bleiben, oder gemeinsam mit seinem Bruder einen Tag im Hades und einen auf dem Olymp zu verbringen, dabei aber zu altern und letztendlich auch zu sterben. Polydeukes wählt die Sterblichkeit und fortan wechseln beide täglich zwischen Tod und Leben.

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„Der geschenkte Tag“, das raumfüllende malerische Werk des deutsch-britischen Künstlers Michael Müller greift das Kernstück des Mythos, die das Sterben überwindende Verbundenheit der Zwillinge auf. Der Künstler hält die immer wiederkehrenden 24 Stunden der die Welt durchwandelnden Brüder in bildgewaltiger Form fest: vom hellen Tag auf dem Olymp steigen beide in die Düsternis des Hades hinab. Das Besondere an diesem Kunstwerk ist, dass der Künstler jeden Abschnitt in der entsprechenden Tages- bzw. Nachtstunde gemalt und damit die sich immer wiederholende Reise selbst intensiv durchlebt hat.

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Vorarbeiten in der König Galerie: Fragmente der Zeit

Jörg Plickat

Montag, September 8th, 2025

NordArt Eintrittskarte

Bei der NordArt 2025 – ein neues Werk von Jörg Plickat (weitere Plickat-Arbeiten)

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Phönix und Drache

Wunderbild

Samstag, September 6th, 2025

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LBurg 160

Katharina Grosse in den Deichtorhallen

LBurg 167

Katharina Grosse in Berlin und in Aarhus

Kunstsammlung Claassen

Freitag, August 29th, 2025

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Kunstsammlung Henning J. Claassen in Lüneburg

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Wie kommt Mark Twain vom Mississippi River, wo er seine Kindheit verbrachte, an die Ilmenau? Natürlich mit dem Schiff. Es ist der Lüneburger Unternehmer Henning J. Claassen, der dem Viertel in den vergangenen Jahrzehnten ein neues Gesicht verliehen hat. Der Mann hat einen Blick für Schönes: „Ich habe die Skulptur auf einer meiner Reisen entdeckt. Auf dem Weg nach Australien gab’s einen Zwischenstopp in Bangkok. Dort ist sie mir sofort aufgefallen.“

Vor mehr als 10 Jahren kaufte er den Mark Twain in Bronze, doch der Transport von Thailand an die Ilmenau war nicht einfach: „Es war ein langer Weg per Schiff, unter anderem durch den Suezkanal.“ (mehr hier)

Lüneburger Heide
Lüneburger Heide (Christopher Lehmpfuhl)

Rohkunstbau Nr. 30 in Altdöbern (III)

Montag, August 4th, 2025

Roh 05

Bianca Kennedy hat aus 250 Filmen Badewannenszenen extrahiert, zusammengeschnitten und präsentiert das Ergebnis auf drei Bildschirmen. Von geruhsamer Entspannung, Waschritualen, Liebesszenen und Mord ist alles dabei. Wir sind beim Anschauen von Videoarbeiten oft nicht sehr geduldig, aber diesmal haben wir die gesamten 14’ durchgehalten vielleicht auch, weil wir Spaß daran hatten, die Filme zu erkennen, aus denen zitiert wurde.

Roh 06

Die Künstlerin Bianca Kennedy entführt uns in eine Welt, in der die Badewanne nicht nur ein Ort der Entspannung und Hygiene ist, sondern auch zur Bühne für eine Vielzahl von Handlungen und existenziellen Themen wird. Im Video inszeniert sie die Badewanne als Symbol für Geburt, Sexualität, Tod und mehr. Körperpflege wird zur Nebensache.
Die Badewanne wird in Kennedys Werken zu einem Raum, in dem ein ganzes Leben stattfinden kann. Hier wird nicht nur gebadet, sondern auch gelesen, geschrieben, getrunken, geraucht, gekifft, geküsst, gelacht, gesungen, geweint, getrauert, gestritten, geschlafen, geschossen, getötet und geliebt. Bianca Kennedy zeigt, dass die Badewanne ein Ort der Vielfalt und der Möglichkeiten ist, in den unterschiedlichsten Handlungen und Emotionen Platz finden.

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Rohkunstbau Nr. 30 in Altdöbern (II)

Sonntag, August 3rd, 2025

DOUBLE DOUBT (Neuroses) von Erwin Wurm

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Double Doubt (Neuroses)

Und das steht dazu im Begleitheft zur Ausstellung:

Seit Jahrzehnten treibt Erwin Wurm eine Kernfrage um:
Wie könnte die Idee des Skulpturalen genutzt werden, um den Alltag und unsere Zeit zu verarbeiten, um eine neue Perspektive oder zumindest eine neue Interpretationsmöglichkeit zu gewinnen? Im Laufe seiner Karriere hat Erwin Wurm seine Vorstellungen von Skulptur, Raum und menschlicher Form zunehmend in verschiedene Richtungen radikalisiert und erweitert.
Slapstick und Absurdität sind dabei potente Strategien der gesellschaftskritischen Beobachtung.

Erwähnungen von Erwin Wurm in den NEUEN KUNSTSPAZIERGÄNGEN (hier)

Rohkunstbau Nr. 30 in Altdöbern (I)

Samstag, August 2nd, 2025

Was bleibt / Eine Rückschau aus der Zukunft (Roland Boden)

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Roh 10

Wie aus einer Mitteilung des für gewöhnlich gut informierten Raum-Anzeigers Rochlitz hervorgeht, wurden kürzlich bei einer erdnahen Passage des Asteroiden (50000) Quaoar Spuren der lange im All verschollenen Raumsonde Hyperion entdeckt. Auf der Oberfläche des Kleinstplaneten entdeckte man tiefgefrorene Überreste der Astronauten in merkwürdigen, Kopulationshaltungen gleichenden Positionen.

Die Raumsonde Hyperion mit einer Besatzung von fünf Astronauten (m/w/d) sollte im Orbit der erdfernen Riesenplaneten Neptun und Jupiter nach Spuren organischer Materie suchen.

Nach einer ausführlichen Untersuchung des Vorfalls muss nun von folgendem Szenario ausgegangen werden:
Nachdem der Flugkörper den Kuiper-Gürtels passiert hatte, erfolgte offensichtlich eine nicht vorhergesehene Zunahme baryonischer Emissionen. Diese plötzlich einsetzende, unerwartet heftige kosmische Strahlung führte dann wohl zu einer Reaktion mit der Azetat-Innenverkleidung der Sonde, die aus Kostengründen aus minderwertigen Baumarkt-Material zweifelhafter Herkunft bestand. Dabei wurde eine erhebliche Quantität von hochkonzentriertem (2,4)-Phenol-Desoxyphtalein-Säure-Ester in gasförmiger Form freigesetzt. Diese Substanz führt bekanntlich zu einer enormen Steigerung des Libido-Verhaltens und wird aus diesem Grund gelegentlich in stark verdünnter Form in Kaninchen- zuchtanlagen und Bullendeckstationen zur Umsatz- optimierung eingesetzt. Bei der errechneten hohen Konzentration in der beengten Raumsonde erfolgte jedoch ein Potenz-Anstieg um den Faktor 18.500, welcher aber in leicht zeitlicher Verzögerung zur Geltung kam. Deshalb gelang den Astronauten beim Aufkommen von gewissem Unwohlsein offensichtlich noch die Notlandung auf dem sich gerade in der Nähe befindlichen Asteroiden, bevor das Gas dann zur vollen Effektivität kam. Mit der nach der Landung nun schlagartig einsetzenden Wirkung kam es zu einer ungehemmten Abfolge intergalaktischer Penetrationen. Durch die damit einhergehende punktuelle Zerstörung der Raumanzüge erfolgte dann innerhalb von Sekundenbruchteilen ein abrupter Druckabfall und eine drastische Verminderung der Temperatur auf etwa -270°C, was die Körper der Astronauten schlagartig gefrieren ließ und diese in der nun aufgefundenen Situation fixierte.
Eine Bergung musste aus Kostengründen verworfen werden. Es ist deshalb davon auszugehen, dass das bizarre Ensemble weiter für Äonen durchs All reist, auch dann noch, wenn die Menschheit einst in einer fernen oder nicht so fernen Zukunft exterminiert sein wird, so lange, bis schließlich alles im Big Bang endet.
Womöglich ist dies so das einzige Übrigbleibsel, was schließlich von der vormaligen Existenz des Homo Sapiens kündet.

Prison Paintings

Sonntag, Juli 27th, 2025

Das ehemalige Gerichtsgebäude Lehrter Straße steht seit 2012 leer und wird im Rahmen der 13. Berlin Biennale erstmals als Ort für zeitgenössische Kunst in Berlin zugänglich gemacht.

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Prison Paintings von Htein Lin

Prison Paintings

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