Bronze-Reliefplatte an der Außenwand der Ulrichskiche, Gerhard Geyer, 1957
Matthias Grünewald starb am 31. August 1528 in Halle an der Saale, vielleicht.

Grünewald von Gerhard Geyer, 1989
Bronze-Reliefplatte an der Außenwand der Ulrichskiche, Gerhard Geyer, 1957
Matthias Grünewald starb am 31. August 1528 in Halle an der Saale, vielleicht.

Grünewald von Gerhard Geyer, 1989
Waldemar Grzimek, Figurengruppe (Ehrenmal für die Opfer des Faschismus, 1947)
Dieser Brunnen ist ein außergewöhnliches Schmuckstück: phantasievolle und provokante Figuren(gruppen) aus Halles Geschichte zieren ihn. Wir sehen Ludwig den Springer, den Schäfer von Trotha, die Saalenixe, Fischerstecher, die Hallorenmutter und viele andere. Wir sehen in einer pikanten Dreiecksgeschichte den nackten Kardinal Albrecht in eindeutig ekstatischer Pose mit seiner schönen italienischen Mätresse ebenso wie seinen später hingerichteten Vertrauten Hans von Schönitz.
Ursprünglich sollte Gerhard Lichtenfeld (1921-1978) einen Brunnen für den Marktplatz zu Halle entwerfen. Nach seinem Tod übernahm Bernd Göbel die Fortführung des Auftrags, dabei gab es durchaus Diskussionen über die dargestellten Figuren. 1988 war alles soweit fertig, doch durch die politische Wende verzögerte sich die Aufstellung erneut, und wieder flammten nach der Wende peinliche Diskussionen um einige der dargestellten Figuren auf. Ein scharfer Wind blies dem Künstler damals ins Gesicht. 24 Jahre vergingen so vom ersten Auftrag bis zur Inbetriebnahme des Brunnens 1998 jetzt auf dem Hallmarkt.
Die Strafe wurde in Anlehnung an Buch 6, Kapitel 4, Artikel 1 des dänischen Gesetzes formuliert: „Daß Graf Johann Friedrich Struensee … zur wohlverdienten Strafe … Ehre, Leben und Besitz verwirkt haben soll, und … weiter, daß sein gräfliches Wappen vom Scharfrichter soll zerbrochen werden; so soll auch Johann Friedrich Struensees rechte Hand ihm lebend abgeschlagen werden und danach sein Kopf; sein Körper zerteilt und aufs Rad gelegt, aber Kopf und Hand auf einer Stange zur Schau gestellt werden.“
(Per Olov Enquist, Der Besuch des Leibarztes)
Im Stadtmuseum Halle kann man sich das Richtbeil, das Hand vom Arm und Kopf vom Körper trennte, anschauen. Es war sicher entsetzlich für Struensee zu hören, dass man auch sein gräfliches Wappen zerbrechen würde. Hoffentlich musste er dabei nicht mehr zugucken.
Camposanto in Halle
Am bekanntesten ist der neben dem Dom in Pisa gelegene Camposanto Monumentale, der von 1278 bis 1283 erbaut und im 14. und 15. Jahrhundert mit Fresken geschmückt wurde. Er diente unter anderem als Vorbild für den Sebastianfriedhof in Salzburg (1595 bis 1600) und eben für den in Halle.
Das ist der Hallesche Jahrhunderschritt.
Man achte auf die Schraubverbindung zur Befestigung des Armes, saubere Restauratorenarbeit.
Im Jahr 2006 sollte eine auf fünf Meter vergrößerte bemalte Bronze des Jahrhundertschritts (Werkverzeichnis Nr. WV/S 47) auf der Außenfläche vor dem Reichstag in Berlin errichtet werden. Dies wurde nie verwirklicht. Zwischenzeitlich … ist sie seit dem 16. September 2012 … im Hof des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam aufgestellt (hier). In der Gießerei Marc Krepp haben wir den Arm stehen sehen.
Am 22. Januar 1426 ritt der höchste Richter von Halle, der unter anderem auch Burggraf von Magdeburg war, dreimal um den Roland, verneigte sich vor ihm und begann danach Gericht zu halten: Gerichte da czusiczzen, Schultheisen und Scheppen incuwisen und yu den ban czu geben.