Archive for the ‘Public Art’ Category

ZUZUKU

Sonntag, Juni 1st, 2008

ZUZUKU ist eine interessante Website zu modernen Skulpturen im öffentlichen Raum in Deutschland und zu einigen Skulpturenparks in Europa.
ZUZUKU braucht Hilfe. 1961/63 fand in Berlin ein Bildhauersymposium statt. Die Ergebnisse sind – vor einigen Jahren restauriert – heute noch auf der Wiese neben dem Bundeskanzleramt ausgestellt.

Wer kennt die Bildhauer dieser Werke?

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Mozarts Nasenspitze

Mittwoch, Mai 21st, 2008

Mozart von links
Beethoven-Mozart-Haydn-Denkmal von Rudolf Siemering im Tiergarten

2001 begann eine umfassende Restaurierung unter Aufsicht des Landesdenkmalamtes. Die Leitung aller Arbeiten lag bei der „Restaurierung am Oberbaum“, die Gesamtkosten von 960 000 Euro übernahm die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
Viele der etwa 145 Einzelteile des zerlegten Denkmals waren durch Einschüsse bei Kriegsende und spätere mutwillige Zerstörungen beschädigt, Marmorelemente von Rissen durchzogen und durch Kupfersalze grünlich verfärbt. Der Marmor konnte durch spezielle Verfahren stabilisiert werden und erhielt abschließend eine Anti-Graffiti-Schicht. Einige fehlende Teile – zum Beispiel Mozarts Nasenspitze – wurden ergänzt, Kriegs- und Nachkriegsspuren sollten jedoch auch erkennbar bleiben. Verschiedene verloren gegangene Metallteile – Masken, Musikinstrumente, Blumengehänge – mussten nach historischen Fotos und Postkarten rekonstruiert werden. Nachdem der Tiergartentunnel fertiggestellt und das jahrzehntelange Provisorium der Entlastungsstraße beseitigt und überpflanzt worden war, konnte mit dem Wiederaufbau des Denkmals begonnen werden. Im Sommer 2007 waren die letzten Arbeiten am Sockel abgeschlossen.

Giordano Bruno

Mittwoch, April 9th, 2008

Berlin hat ein Giordano-Bruno-Denkmal. Seit Februar steht die von Alexander Polzin geschaffene Bronzeskulptur auf (fast unter) dem Potsdamer Platz.

Giordano Bruno

Weitere Abgüsse der Skulptur stehen im süditalienischen Geburtsort Giordano Brunos (Nola bei Neapel) und vor der Central European University in Budapest.

Viel interessanten Lesestoff zu Giordano Bruno enthält die Ausstellungsdokumentation 450 Jahre Giordano Bruno 1998 in Bremen, darunter z.B.
Das Aschermittwochsmahl – Ein Spaziergang (!) mit Folgen.

Unterm Schwanz

Mittwoch, April 2nd, 2008

unterm Schwanz
 

„Da, wo die Scheiße fällt, stehen die Intellektuellen.“
So brachte Heiner Müller die Situation des Geistes im Reich des Preußenkönigs Friedrich II. auf den Punkt. Noch heute steht in Berlin Unter den Linden Christian Daniel Rauchs Reiterstandbild des „Alten Fritz“, das Dichter und Denker wie Kant und Lessing unterm Pferdeschweif versammelt, wo sonst.
(Zitat)

Heiligers Planck

Dienstag, April 1st, 2008

Mommsen: „Ich habe fast 60 Jahre auf dich gewartet.“
Planck: „Nachdem man mich beleidigt hat (von wegen Gespenst im Schlafanzug), habe ich mich erst einmal ein paar Jährchen nach Zeuthen zurückgezogen.“

Planck, kritisch beäugt von Mommsen

Weder schön noch typisch für die Zeit … wie das Max-Planck-Denkmal nach Zeuthen kam (Text: D. Hoffmann im Königs Wusterhausener Heimatkalender, 2002).
Obwohl Heiligers Planck nun nicht mehr in Zeuthen ist, Kunstwerke bei DESY in Zeuthen (Interner Bericht, 2005) ist lesenswert.

Die Humboldts vor der Uni

Montag, März 31st, 2008

Wilhelm von Humboldt
Wilhelm von Humboldt (Martin Paul Otto, 1883)

1876 fand zur skulpturalen Gestaltung des Eingangs zur Humboldt-Universität ein Wettbewerb statt. Dazu waren fünf Künstler eingeladen. Martin Paul Otto war nicht darunter, aber er reichte trotzdem einen Entwurf für ein Wilhelm-von-Humboldt-Denkmal ein und gewann.
Reinhold Begas musste sich bei seinem Entwurf für das Alexander-von-Humboldt-Denkmal am Werk von Otto orientieren, obwohl sein eigener Wettbewerbsbeitrag eine ganz andere Komposition vorgesehen hatte.
Alle Sockelreliefs, auch die bei Alexander von Humboldt, sind von Martin Paul Otto.

Alexander von Humboldt
Alexander von Humboldt (Reinhold Begas, 1883)

Neues von Lindas Ex

Samstag, März 29th, 2008

Linda

Linda ist eine semantische Leerstelle. Sie dient als Signet eines Kunst-Guerilleros, der mit seinen geheimnisvollen Ikonen sein Revier markiert. (Morgenpost, 21.07.04)

Hier weiß man es besser. Lindas Ex heißt Roland Brückner, und er bloggt.
Oder ist es doch ein anderer?

Märchenbrunnen

Freitag, März 28th, 2008

Schneewittchen

Der siebente Zwerg aber …
(aus: Thomas Schleusing
Märchen für Erwachsene, Eulenspiegel-Verlag, 1979)

Schneewittchen mit dem siebenten Zwerg

Das ist Schnewittchen mit dem siebenten Zwerg am
Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain,
hier sind mehr Fotos von denen dortigen Skulpturen.

George Rickey

Dienstag, März 25th, 2008

Wenn alles klappt, ist ein Mobile ein Stück Poesie, das vor Lebensfreude tanzt und überrascht.
A. Calder

Four Lines 
For Lines in a T, Martin-Gropius-Bau

Kinetische Kunst von George Rickey

George Rickey
Rickeys Rotierende Quadrate in Münster

Zwei Figuren

Dienstag, März 18th, 2008

Baum
Joel Shapiro, eine von Zwei Figuren, 1994
Charlottenstraße, Ausgang Quartier 205

Kunst am Bau (FOCUS-Artikel aus Heft 18/1997)

Der Bauboom an der Spree elektrisiert Kunsthändler und Künstler. …
Die Galeristen erhoffen sich in der Hauptstadt … ein Stück vom großen Kuchen „Kunst am Bau“. Auf rund 500 Millionen Mark schätzt der Münchner Art Consultant Mathias Kampl das Auftragsvolumen, das in den nächsten Jahren in Berlin anfällt. Zwar wurde das Gesetz von 1950, das für öffentliche Bauherren die Investition von zwei Prozent der Bausumme für Kunst am Bau festschrieb, 1995 aufgehoben, doch der Bund hält sich bei den Regierungs- und Parlamentsbauten nach wie vor an den alten Richtwert. Die Um- und Neubauten kosten rund sechs Milliarden Mark. Allein beim Bundestag sind 30 Millionen Mark für Kunst am Bau eingeplant.
Vor allem private Bauherren aus dem Ausland profilieren sich – immerhin aus freien Stücken – gern mit monumentalen Werken. Es sind oft engagierte Kunstsammler wie der Kosmetikerbe Ronald Lauder, der am früheren Checkpoint Charlie baut. Der Projektentwickler Tishman Speyer ließ sich sein Kunstkonzept im Quartier 205 der Friedrichstadtpassagen mit Werken von John Chamberlain, Sol Le Witt und Joel Shapiro zwei Millionen Mark kosten. Bereits in Frankfurt hat der Immobilientycoon vor dem Messeturm mit Jonathan Borofskys einprägsamem „Hammering Man“ ein kostspieliges Zeichen gesetzt.