Archive for the ‘Berlin’ Category

Super Ego

Donnerstag, Dezember 17th, 2015

Toni Schmale 5

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Toni Schmale in der NGBK

Toni Schmale 6

In der Ausstellung in der NGBK werden vorwiegend Skulpturen gezeigt. Die Objekte aus Beton und Stahl wurden von der Künstlerin präzise bearbeitet, ihre Oberflächen auf Hochglanz poliert oder lackiert. Während frühere Arbeiten direkter auf Körper, Körperteile oder Körperlichkeit verweisen, sind die bildhauerischen Werke Schmales in der Ausführung etwas abstrakter und kühler, transportieren jedoch ebenso radikal geschlechterpolitische Utopien und queere Identitäten, nicht zuletzt auch über die Titel. Arbeiten wie „hafenperle“, deren Elemente an eine Hantelbank und an Rudergeräte erinnern sowie weitere Werke aus der Serie „fuhrpark. was das / der neue gefährt sein kann“ projizieren auf unterschiedlichen Ebenen Bilder von körperlicher Verausgabung. Die Werke suggerieren den Besucher_innen eine Einladung zur Interaktion, provozieren eine physische Assoziation mit Sportgeräten oder Sexspielzeug, aber auch ein Abtasten-Wollen der perfekt bearbeiteten Oberflächen – eine Verführung, der es zu widerstehen gilt.
(hier)

Das Heldenmädchen von Lüneburg

Montag, Dezember 7th, 2015

Johanna Stegen

Die Grabstätte von Johanna Stegen auf dem Friedhof II der Sophiengemeinde in Berlin

Johanna Stegen
Das Porträtmedaillon ist von Albert Moritz Wolff

Albert Lortzing

Sonntag, November 29th, 2015

Lortzing
Lortzing im Tiergarten (Gustav Eberlein, 1906)

Das 1859 von den Mitgliedern des Herzöglichen Hoftheaters zu Braunschweig gestiftete Grabdenkmal für den Sänger und Komponisten Albert Lortzing (1801-1851) und seine Frau Rosine, geb. Ahles (1799-1854), ein Sandsteinpfeiler mit Bildnistondo, Maßwerk und Krabbenbesatz, war bis zur Errichtung des Standbildes im Tiergarten 1906 das einzige Denkmal für den Schöpfer volkstümlicher Opern in Berlin. Der gotische Stil des, möglicherweise von den Bildhauern Dähne und Wittmann unter Einbeziehung einer bronzenen Kopie eines von Ludwig Schwanthaler geschaffenen Portraits Lortzings verfertigten Monuments, soll das nationale Element im Wirken Lortzings verdeutlichen, denn die Gotik galt den Romantikern als deutscher Nationalstil. Das Grabmal wurde laut rückseitig angebrachter Inschrift 1927 restauriert.
2001 konnte anhand historischer Fotos die bekrönende Fiale mit dem Krabbenbesatz nachgeschaffen werden.
(Jörg Kuhn in: Gartendenkmale in Berlin – Friedhöfe, Imhof Verlag, 2008)

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Cherenkov Telescope Array

Montag, November 23rd, 2015

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Das Cherenkov Telescope Array (CTA) ist ein 2010 gestartetes Projekt eines internationalen Konsortiums zur erdbasierten Gammastrahlen-Astronomie. Dabei werden durch die Beobachtung von Tscherenkow-Blitzen in der Erdatmosphäre Rückschlüsse auf astronomische Gammastrahlenquellen wie Galaxien und Supernovae gezogen. Das Projekt befindet sich seit 2010 in der Planungs- beziehungsweise Protoypenphase.

Grabstätte Bechstein

Sonntag, November 22nd, 2015

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Der Pianofortefabrikant Carl Bechstein (1826-1900) und seine Gattin Louise (1828-1899) wurden auf einem 40 qm großem Erbbegräbnis beigesetzt. Georg Roensch (1861-1923) entwarf das Grabmonument. Über der Gruft mit sarkophagartigem Deckstein aus grünem Fichtelgebirgs-Syenit ragt eine halbovale Exedra mit zur Front weisenden Pfeilern auf. Die Fronten werden durch zwei bronzene Portraitreliefs geschmückt. Vor der gegliederten Rückwand mit Nischenarchitektur ist die gesockelte Bronzefigur einer trauernden Muse aufgestellt, entworfen von Max Koch (1859-1930), gegossen von Hermann Noack (1867-1941). Der ideal gebildete Kopf birgt eingelegte Augen aus dunklem Glas. Die Harfe ist verloren. Ein schmiedeeisernes Gitter der Firma Eduard Puls (1840-1909) umfasst die Grabstätte. Vor 1997 wurde es restauriert. Ein mit Rosen beranktes, eisernes Klettergerüst kaschiert die dahinter liegenden Grab-
kapellen.
(Jörg Kuhn in: Gartendenkmale in Berlin – Friedhöfe, Imhof Verlag, 2008)

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Die Telefonzelle

Donnerstag, November 19th, 2015

Die Älteren werden sich vielleicht erinnern – Telefonzellen waren diese Häuschen, die es in deutschen Großstädten fast so zahlreich gab wie, sagen wir mal: Apotheken.

Telefonzellendenkmal

[Früher] konnte man … in diese Zellen hineingehen, die Tür hinter sich schließen, in einem Telefonbuch blättern, einen funktionstüchtigen Telekommunikationsapparat benutzen, wildfremde Menschen anrufen und sich ungestraft über ihre Namen lustig machen.
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Von Treptow nach Neukölln

Montag, November 16th, 2015

ParkCenter

Plesser

Wildenbruchstraße

Gardinen

Schaufenster

Satterugly

Sonntag, Oktober 25th, 2015

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Fassade01

Spektakuläre Street Art, ein 100 qm großes Wandgemälde, kritisiert in mexikanisch folkloristischer Weise internationale Ikonisierungen, welche Traditionen vergessen machen und Wurzeln ausradieren. Double personalities, die verblendet von Medien und Lügen, sich alleinig der Gier hingeben und nicht weiter wachsen können sind ein Teil der Welt von Satterugly.
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Interview with Artist Satterugly

Balanceakt Ecke Zimmerstraße

Dienstag, Oktober 20th, 2015

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Stephan Balkenhol

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Larysa Kosatsch

Montag, Oktober 12th, 2015

»Wenn ich diese weichen und schwächlichen oder kalten und klugschwätzerischen Werke junger Ukrainer lese und sie mit den frischen, starken, mutigen und dennoch so einfachen, aufrichtigen Worten Lesja Ukrajinkas vergleiche, komme ich zu dem Schluss, dass dieses kränkliche, schwächliche Mädchen wohl der einzige Mann in der derzeitigen ukrainischen Literatur ist … «
Mit diesen berühmten Worten hebt der Kritiker und Dichter Iwan Franko seine jüngere Kollegin Lesja Ukrajinka auf den Olymp der ukrainischen Literatur. Bis heute gilt sie als die bedeutendste ukrainische Autorin der Moderne.
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Die dunkle Granittafel, die im linken Teil ein Brustbild der Dichterin zeigt, wurde von der Botschaft der Ukraine und dem Zentralverband der Ukrainer in Deutschland am 30.8.2010 an der Fassade des Hauses Johannisstraße 11 enthüllt. Lesja Ukrajinka war hier zu einem Klinikaufenthalt.