All along the Wall there were grass-covered minefields, so there were a lot of free-running rabbits, too light to set off a mine, no other beasts to prey upon them. At mating time, the hormone-crazy rabbits would smell a partner on the other side, and they would go crazy, producing pining-rabbit sound, trying desperately to find a hole in the Wall. The rabbits would drive the guards out of their minds, but they could not shoot them because they had to save their bullets for the humans trying to defect. Everybody in Berlin knew that the rabbit-mating season was the worst time to escape across the Wall, because the rabbits made the guards very trigger-happy.
Outrageous though it may have been, I always found the story funny and poignant – the unnaturalness of the Cold War, the love that knew no boundaries, the Wall brought down by horny rodents.
(Aleksandar Hemon in The Lazarus Project)
Archive for the ‘Berlin’ Category
Wall Rabbits
Freitag, Juli 31st, 2009Arbeitsplatz
Donnerstag, Juli 16th, 2009
Bild von Jan Muche, Uferhallen Wedding
Doch, heute musste es sein: Powernapping.
Tiere an der Panke
Mittwoch, Juli 8th, 2009Rolf Szymanski
Dienstag, Juni 30th, 2009In den DRK-Kliniken in Westend gibt es Szymanski satt.
Von den zwei Wurzel der Skulptur, dem Fruchtbarkeits- und Totenkult, nährt Szymanskis Kunst ausschließlich die erste. Den leidenden, dem Tod geweihten Menschen gibt es hier nicht; stets aufs neue jedoch entspringt der ewige Mythos, die Frau.
(Gerd Henninger in: Berliner Kunststücke – Die Sammlung der Berlinischen Galerie)
Lesen ist gefährlich
Montag, Juni 29th, 2009Socken und 48-Stunden-Neukölln
Freitag, Juni 26th, 2009Im Kaffeemitte kann man sich jetzt bei einer kleinen Pause die Socken waschen lassen. Das Angebot ist vor allem bei Touristen beliebt, die nach den angstrengenden kulturellen Angeboten in der großen Stadt gerne mal die Zehen in die frische Berliner Luft halten.
Gibt es so etwas eigentlich auch in Neukölln?
Schlecht wäre es nicht, denn bei Berlins größtem Kunst- und Kulturfestival 48-Stunden-Neukölln wird man einige Kilometer zurücklegen müssen. Zur Not kann man sich die Füße am Märchenbrunnen waschen.
Madonna
Mittwoch, Juni 24th, 2009So prüde spanische Frauen sind, werden sie Mutter, dann fällt jegliche Scheu. Brüste sind ein Prunkstück, das man herumzeigt wie ein Bauer eine doppelt prall geratene Runkelrübe. Daß Mütter ihre Kinder oft drei und vier Jahre stillen, ist in Spanien keine Seltenheit. Das führt dann zu ergötzlichen Szenen, wenn der Durstige selber die Quelle auspackt und sich seinen Schoppen holt.
(Albert Vigoleis Thelen – Die Insel des zweiten Gesichts)
Das mathematische Berlin
Dienstag, Juni 23rd, 2009Iris Gröschel
Das mathematische Berlin,
hier illustriert mit einigen (mathematischen) Skulpturen von Karl Menzen
Die Mathematik ist das Alphabet, mit dem Gott die Welt geschrieben hat.
(Galileo Galilei)
One mathematician argues that if four dinosaurs stand together in a prehistoric clearing, they number four even though no people are there to count them. In other words, numbers exist independent of human beings. But consider the counterexample (suggested by British mathematician Sir Michael Atiyah) that starts with the imaginary idea that intelligence resides not in people but in a „vast solitary and isolated jellyfish, buried deep in the depths of the Pacific Ocean“ with „no experience of individual objects, only with the surrounding water.“ In this thought experiment, argues Atiyah, „there would be nothing to count.“ It follows from this second example that numbers — and all math — arise from the way that humans perceive the world.
Jagdschloss Grunewald
Sonntag, Juni 14th, 2009Jagdschloss Grunewald – das klingt nach Hörnerklang und erlegtem Wild. In den Wäldern und Seen rund um das malerische Renaissanceschloss „zum gruenen Wald“ hatte die höfische Jagd seit 1542 Tradition. Kurfürst Joachim II. von Brandenburg ließ sich als begeisteter Jäger den bewehrten Stützpunkt errichten.
Von Angesicht zu Angesicht
Berliner Porträtmalerei aus drei Jahrhunderten
Wilhelm Wolffs (1861, Zinkguss) skulpturaler Kommentar zum Hundeauslaufgebiet Grunewald
Der Bildhauer Reinhold Felderhoff
Dienstag, Juni 2nd, 2009Eines der letzten größeren Werke Reinhold Felderhoffs war der „Stralauer Fischer“ von 1916 für das neue Rathaus Treptow (Neue Krugallee/Ecke Bulgarische Straße) in Berlin. Die zwei Meter hohe Skulptur aus Marmor auf einem 1,50 Meter hohen Sockel aus Granit steht seit 1925 in dem Fischerbrunnen, den noch Felderhoff als rechteckiges Bassin entworfen hatte. Der als Aktfigur modellierte athletische Fischer zieht leicht nach vorn gebeugt kraftvoll ein Netz empor.
Historischer Hintergrund der Figur sind die Stralauer Fischer und ihr berühmter „Stralauer Fischzug“, der seit 1574 alljährlich am 24. August, dem Bartholomäustag, stattfand. Der Zug beging feierlich das Anfischen nach der jährlichen Schonzeit zwischen Ostern und Bartholomäus, die Kurfürst Johann Georg von Brandenburg in einem Edikt vom 22. Februar 1574 verfügt hatte. Am 23. August 1873 verbot der Stralauer Amtsvorsteher das Fest, da es in immer wüstere Saufgelage und Schlägereien ausartete. 1923 lebten die Feierlichkeiten nochmals kurzzeitig auf.
(mehr hier)
Diana ist in klassischer Nacktheit dargestellt und durch ihr Attribut, den Köcher, den sie sich umlegt, als Göttin der Jagd ausgewiesen.
In Schleswig steht eine Dauerleihgabe der Nationalgalerie Berlin aus dem Jahre 1910. Eine leicht verkleinerte Wiederholung in Marmor entstand 1917. Sie soll bis 1940 im Besitz der Nationalgalerie gewesen sein und kam später nach Brandenburg, wo sie heute im Theaterpark aufgestellt ist. Ein weiterer Bronzeabguss entstand für den Kunstbesitz Hermann Görings in Karinhall. Dieses Exemplar steht seit 1963 im Wröhmännerpark Spandau.
(aus: Katalog Ethos und Pathos – Die Berliner Bildhauerschule 1786 – 1914)

Diana im Schlosspark Gottorf in Schleswig, Erstfassung 1898
Die Siegesallee-Aufträge waren in der Berliner Bildhauerschule wegen der Bezahlung und des Renommees überaus begehrt; um einen Auftrag zu erhalten, „verleugneten die meisten [Bildhauer] ihre künstlerische Überzeugung […].“ Reinhold Felderhoff erhielt seinen Auftrag ohne Bewerbung. Sein Schwager Robert Baerwald hatte den Zuschlag für die Denkmalgruppe 15 mit Kurfürst Friedrich I. bekommen und verstarb noch vor Beginn der Arbeiten. Daraufhin verhandelte Felderhoff mit dem Kaiser um den Nachfolgezuschlag. Den erhielt dann zwar Ludwig Manzel, aber Felderhoff bekam den Auftrag für die Denkmalgruppe 6 mit Markgraf Johann II. (1237 (?) – 10. September 1281), dem die historische Kommission der Siegesallee unter Leitung von Reinhold Koser die beiden Nebenfiguren Graf Günther I. von Lindow und Ruppin (? – 1284) sowie den Berliner Fernhändler und Ratsmann Konrad Belitz (? {Ersterwähnung 1288} – 1308) zuordneten.
(hier)

Markgraf Johann II im Lapidarium
Die Skulpturenreste von der Siegesallee sind jetzt nicht mehr im Lapidarium zu sehen. Sie werden nach Restaurierung in der Spandauer Zitadelle ausgestellt werden.























