Archive for the ‘Berlin’ Category

Skulptouren

Mittwoch, März 11th, 2009

Die Flickr-Gruppe Skulptour Berlin kennt ja (fast) jeder.
Neugierig habe ich mich im Flickrpool umgeschaut, ob es noch ähnliche Gruppen für andere Städte in Deutschland gibt.
Ich bin nur in Chemnitz fündig geworden: Chemnitzer Arts & Sculptures.

Paradies
Karl Rätsch, Torso XXVII – Der (?) Vermächtnishafte, 1987

Skulpturenkarriere: Auf der Kunstausstellung der DDR 1987/88 zuletzt gesehen, jetzt Türsteher vorm Paradies für Mollige in Chemnitz.

Denkmal für ein Denkmal

Dienstag, März 10th, 2009

Denkmal für ein Denkmal

Der Entschluss, für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sowie die anderen Opfer der Januarkämpfe von 1919 auf dem Friedhof in Friedrichsfelde ein Denkmal zu errichten, war in der KPD 1923/24 herangereift. Zunächst war ein traditionelles Denkmal vorgesehen. Der der KPD angehörende Historiker und Kunstsammler Eduard Fuchs (1870-1940) sorgte jedoch dafür, dass der damals noch recht unbekannte Architekt Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) seinen unkonventionellen Entwurf umsetzen konnte.

Mies van der Rohe hatte einen rechteckigen Block von ca. 12 m Länge, 4 m Breite und 6 m Höhe entworfen. Die architektonische Monumentalität des Blocks wurde verstärkt durch die vor- und zurückspringenden, teils breit gelagerten Kuben, die der Oberflächenstruktur zugleich ein Gefühl von Bewegung und Stabilität verliehen.

Im Januar 1935 zerstörten die Nationalsozialisten das Revolutionsdenkmal (Wiederaufbau?).

1983 wurde nach einem Entwurf des Architekten Günter Stahn am Standort des Revolutionsdenkmals von 1926 ein Erinnerungsmal errichtet. Der Bildhauer Gerhard Thieme gestaltete die Bronzeplatte, die als Relief das ursprüngliche Bauwerk wiedergibt.
(hier)

Neues Museum

Freitag, Februar 27th, 2009

Das Neue Museum ist fertig saniert. Vom 6. bis 8. März kann man sich schon mal umschauen.

Das Neue Museum in Berlin ist nicht wirklich neu, es heißt Neues Museum, weil das Alte Museum im Jahr 1841 aus allen Nähten platzte und Friedrich Wilhelm der Vierte, König von Preußen, den Hofbaurat Friedrich August Stüler mit einem Neubau beauftragte.
(mehr hier)

Neues Museum

Alt im Neu

N. Bernau in der Berliner Zeitung ist begeistert:
Der Bau ist ein Wunderwerk der Restaurierung – und doch auch modern

Schon jetzt stehen immer wieder Passanten am Kupfergraben und diskutieren, ob denn die bewahrten historischen Putzreste so fleckig bleiben sollen, ob der neue Nordwestfügel mit seiner aus alten Ziegeln aufgemauerten Fassade zu radikal abstrakt sei. Nun also kann das Experiment Neues Museum auch im Inneren überprüft werden. Nur im neu aus alten Ziegeln aufgemauerten, großartigen Kuppelsaal an der Südostseite des Hauses stehen jetzt schon, dramatisch ausgeleuchtet, antike Großskulpturen.

Aus dem Leben heutiger Menschen

Donnerstag, Februar 26th, 2009

Karneval in Berlin

Rad ab

Bevor man ins Kino International geht, um sich den famousen Brenner-Krimi Der Knochenmann nach dem Roman von Wolf Haas anzusehen, sollte man ruhig einmal eine Runde ums Haus gehen.

Das Kino International wurde nach Entwürfen von Joseph Kaiser 1961 bis 1963 errichtet. In die Seiten- und die Rückfront des Gebäudes sind 14 Betongussplatten mit dem Titel „Aus dem Leben heutiger Menschen“ integriert. Die künstlerische Konzeption der Fassaden lag bei Waldemar Grzimek, Karl-Heinz Schamal und August Schievelbein.

Kunstkrise

Dienstag, Februar 24th, 2009

Wilde Gallery
Wilde Gallery , Chausseestr. 7

Berlin habe, heißt es, mittlerweile so an die 20 000 (Bildende)Künstler, ganz genau weiß das keiner; es könnten auch mehr sein, viele von ihnen sind Nomaden. Und man spricht von mindestens 1 500 Ausstellungsorten – privaten, kommunalen, institutionellen, mäzenatischen und den „wildwüchsigen“ in der Subkultur.
(mehr in der Berliner Zeitung: Kunstkrise)

Wir basteln uns ein Klo

Montag, Februar 23rd, 2009

Wir basteln uns ein Klo

Historische Berliner Urinale

Kaum eine Stadt hatte mehr dieser seltsamen, skurrilen Häuschen in der Nähe von Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen wie Berlin. Gemeint sind kleine, hohe Häuschen, in der klassischen Form achteckig mit vorgesetzter Blende, fast immer grün und meist ziemlich rostig: Urinale. Sie gehören wie die eigentlichen Denkmäler zu den am verbreitesten, typischsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Tür ins Jenseits

Freitag, Februar 20th, 2009

Skarbina

Das Grab des Malers und Mitbegründers der Berliner Sezession Franz Skarbina besteht aus eine Muschelkalkstele und einem vorgelagerten Grabhügel.
Der Stein ist im Sinne der Reformkunst gestaltet und soll als verschlossenes Portal die Tür ins Jenseits andeuten.

Dame auf Sofa
Dame auf dem Sofa, 1891

Skarbina war bereits zu Lebzeiten ein anerkannter Künstler und wirkte als Lehrer an der Berliner Akademie. 1892 schloß er sich jedoch der oppositionellen Künstlergruppe XI an, und nach dem Skandal um die Ausstellung des Norwegers Munch in Berlin gab er seine akademische Lehrtätigkeit auf. Der Berliner Secession gehörte er nur kurze Zeit an.
(aus: Katalog Kunst in Berlin 1648-1987 Altes Museum 1987)

Laternenstulpen

Samstag, Februar 14th, 2009

Kalt in Berlin
Mitte, Auguststraße am Eingang zu den Kunstwerken

In Neukölln hat Philipp auch stulpentragende Laternen gesehen.

Balkon Nr. 28

Sonntag, Januar 11th, 2009

Berliner Balkon Nr. 28
Balkon mit Emoticon oder Emoticon mit Balkon

Mackie Messer

Dienstag, Januar 6th, 2009

Die „Dreigroschenoper“ von Bert Brecht und Kurt Weill steht vom 23. April wieder auf dem Spielplan des Ost-Berliner Brecht – Theaters „Berliner Ensemble“. Die Inszenierung liegt wieder in den Händen von Erich Engel, der schon 1928 bei der Uraufführung des Werkes Regie geführt hatte. Die Rolle des Mäckie Messer soll Wolf Kaiser spielen. Als Polly Peachum wurde Regine Lutz, als Peachum Norbert Christian verpflichtet.
(Hamburger Abendblatt, 11.04.1960)

Grabstein
Grabstelle Wolf Kaiser auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof mit einem szenischen Relief (Fritz Cremer) aus der Dreigroschenoper