Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

Aufwachen im Haus am Waldsee

Sonntag, März 8th, 2009

Mit Aufwachen stellt das Haus am Waldsee den in Berlin lebenden, in London ausgebildeten und in Österreich geborenen Maler Clemens Krauss zum ersten Mal in einer deutschen Institution vor.

Haus am Waldsee

Krauss wird nicht nur seine Arbeiten der vergangenen sechs Jahre ausstellen, er selbst wird mit seinen privaten Möbeln, seiner Musik, seinen Filmen und seiner Kunstsammlung in die oberen Ausstellungsräume einziehen. Während der gesamten Laufzeit wird er am Waldsee (auf)wachen.

Gespräch Katja Blomberg mit Clemens Krauss,
Haus am Waldsee, Berlin, am 12. Dezember 2005

[Nachtrag, 10. März 2009]
Wenn das Haus zum Körper wird  (Irmgard Berner in der Berliner Zeitung)

Künstlerbücher zu biblischen und apokryphen Texten

Samstag, März 7th, 2009

Uecker

Günther Uecker hat Das Buch Hiob als Künstlerbuch mit 47 handsignierten Originalgrafiken gestaltet. Jede Doppelseite umfasst eine Bild- sowie eine Textseite mit dem Bibeltext in Hebräisch und der deutschen Übersetzung Martin Luthers. Hergestellt wurde das Buch im Siebdruck sowie im aufwendigen Terragraph- oder Sanddruck-Verfahren im Atelier von Har-El in Jaffa/Tel Aviv.

Der Kunstbeirat des Deutschen Bundestages hat ein Exemplar der Auflage erworben und stellt dieses für Christentum wie für Judentum gleichermaßen bedeutsame Buch im Kunst-Raum des Bundestages aus, bevor es seinen Platz im Andachtsraum des Reichstagsgebäudes findet.

Zur Veranschaulichung von Konzept und Arbeitsweise des Ateliers Har-El werden zwei weitere Künstlerbücher der Galerie aus Jaffa vorgestellt: „Das Thomas-Evangelium“ von Jannis Kounellis sowie „Genesis“ von Emil Schumacher.
(mehr hier)

Ein guter Jahrgang

Freitag, März 6th, 2009

Günter Kunert wurde heute vor 80 Jahren geboren.

Der Jahrgang 1929 ist ein sehr wertvoller für die deutsche Literatur, es ist das Geburtsjahr von Christa Wolf, Peter Rühmkorf, Walter Kempowski und Hans Magnus Enzensberger.
(aus: Die Welt ertragen von Cornelia Geissler in der Berliner Zeitung)

Ein anderer K

In der Saarländischen Galerie findet eine Ausstellung des bildenden Künstlers Kunert statt.

Radio Bremen: Zum 80. Geburtstag von Günter Kunert

Aufwachen, es wird dunkel

Dienstag, März 3rd, 2009

Aufwachen, es wird dunkel
war der Titel der Ausstellung bei FRISCH mit wunderbaren neuen Bildern von Nicolai Huch.

Aufwachen, es wird dunkel

Irgendwann muss das wieder aufhören mit diesen Krisenbezügen … Einer noch: Was ist die Geisteshaltung der Stunde? Klar, die Romantik! Warum sonst holt gerade mancher junge Künstler die Leichen alter Schauergespenster aus dem Keller, Totenköpfe, Blumenbuketts, Geisterhaftes, verwunschene Wälder? Hier lauert hinter jedem Rosenbusch Krise und Verfall, niemand behält die Kontrolle. Und gibt es eine bessere Allegorie der entgleisten Finanzwirtschaft als eine durch den Nebel rasende Kutsche ohne Kutscher, aus der die Flammen schlagen? Der Applaus gebührt Nicolai Huch, 1977 geboren, Meisterschüler bei Valérie Favre an der UdK. „Aufwachen, es wird dunkel“, heißt die Reihe opulenter Ölgemälde (650-6000 €), die Sammler Harald Frisch in der Halle am Wasser zeigt (Invalidenstraße 50, bis 21. Februar). Skeletthunde in dunkler Nacht, wahnsinnige Mädchen im Feuerschein, schlafmohnrote Signalballone als Blütenkelche. Unter zwei Hamletschen Totenköpfen die Drohung: „It’s going to get worse“, es wird schlimmer werden.
(Tagesspiegel)

ma

Samstag, Februar 28th, 2009

Blüte

Der japanische Künstler Yoshihiro Suda, bekannt für seine Holzskulpturen von lebensgrossen Blumen und Pflanzen, bezieht sich in seiner Arbeit auf den japanischen Begriff “ma”. Dieser umfasst ein Bedeutungsspektrum von “nichts”,“dazwischen”, “Beziehung”, “Leerstelle”, bis hin zu “etwas”.
(Loock Galerie)

Structure Beneath skin

Montag, Februar 23rd, 2009

Martin Bigum in der Wohnmaschine

Kampf der Engel

Finger

All about my mother

Sonntag, Februar 22nd, 2009

Peter Doig bei Contemporary Fine Arts

Der Himmel brennt, in glühendem Orange leuchtet er auf. Sterne flackern, Dunstwände wabern umher. Darunter ein Bergkamm mit schrundigen Bäumen, in ihrer Struktur fast geisterhaft verdichtet. Atmosphäre mit ausblutender Farbe, die Textur gefühlig zerschmelzend oder raffiniert atomisiert, Effekte wie unter Salzsäure oder durch eine psychedelisch getrübte Brille, das Ganze voller Anleihen bei Munch oder Matisse – so kann heute kein Anderer malen.
(Sebastian Preuss hier in der Berliner Zeitung)

All about my mother
Studiofilmclub – All about my mother

Zum ersten Mal sind jetzt … alle 140 Plakate vereint, die Doig für seinen wöchentlichen „Studiofilmclub“ in Port of Spain malte.

Bei Jarmuschek + Partner

Samstag, Februar 21st, 2009

Jürgen Wolf bei Jarmuschek+Partner mit der Ausstellung

Bäuchlings
wie der Hund verzückt
an der Leiter blickt hinauf
in die Achsel der Gehilfin

Einbruch Ausbruch

Wolf

Auf einer niedrigen Stufe kann man über sich in vielen Kategorien urteilen, aber auf einer erhöhten Stufe blickt man auf die Regeln der Vernunft hinab und hebt den Blick zu Erhabenen. Wer die Schönheit eines Pos mit ruhigen und festen Blicken ansieht, ist erlöst. Renoir sagt, wer einen Frauenhintern gut malen kann, ist schon gerettet. Ich sage nichts und jubiliere bei der Vorfreude, bald einen schönen Frauenhintern zu sehen.
(Jürgen Wolf, Text in der Pressemitteilung)

Bodhi Art gibt es nicht mehr

Donnerstag, Februar 19th, 2009

Das war im Mai diesen Jahres zur Eröffnungsausstellung bei Bodhi Berlin in den Hallen am Wasser hinterm Hamburger Bahnhof.
Der traurige Blick war berechtigt: Die Global-Player-Galerie Bodhi Berlin hat nach nicht mal einem Jahr geschlossen.

BodhiBerlin

Der Inhaber soll in finanzielle Schwierigkeiten geraten sein. Auch die Dependancen in Dehli, New York und Singapore müssen schließen.
Wo gibt es jetzt in Berlin zeitgenössische Kunst aus Indien?
(Infos aus Zitty 4/2009)

Dokumentararchäologe

Freitag, Februar 13th, 2009

Vitrinensturz
Vitrinensturz von Jörg Herold in der Galerie EIGEN+ART

Im vorderen Teil der Ausstellung kommentiert Herold mit der Arbeit „Vitrinensturz“ die Schädelästhetik des Göttinger Professors Johann Friedrich Blumenbach aus dem 19. Jahrhundert. Nach dessen Lieblingsschädel, dem einer Georgierin, ordnete Blumenbach den Mitteleuropäern eine bevorzugte Stellung zu.
(aus dem Pressetext)