Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

Großes Kino. Filmplakate aller Zeiten

Freitag, Januar 26th, 2024

Die Ausstellung „Großes Kino“ präsentiert 300 originale Filmplakate der 1900er- bis 2020er-Jahre aus der Sammlung Grafikdesign der Kunstbibliothek am Kulturforum.

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Kinoplakate von Götz Valien

Der Künstler Götz Valien hat in den letzten 30 Jahren über 3000 Kinoplakate im Großformat auf Leinwände gebracht. Er ist einer der letzten Kinomaler in Deutschland. Im Schnitt benötigt er für ein Gemälde zwei Tage. Läuft ein Film nicht mehr im Kino, wird die Leinwand weiß übermalt und wiederverwendet. Die ausgestellten Leinwände entstanden für das Filmtheater am Friedrichshain in Berlin, andere Gemälde – wie jene für die Fassade des Kinos International – sind bis zu neun Meter hoch. Die Yorck-Kinogruppe setzt auch in Zeiten der Massenproduktion digital gedruckter Plakate auf eine Technik, die es seit dem 19. Jahrhundert gibt und bewahrt damit eine Tradition.

Die Kunst des Filmplakats

Das Gehirn in Wissenschaft und Kunst

Mittwoch, Januar 24th, 2024

Eine Ausstellung im Berliner medizinhistorischen Museum der Charite

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Broken Lady (Jessica Harrison, 2021)

Die Ausstellung „Das Gehirn in Wissenschaft und Kunst“ bietet allen Interessierten einen Gang hinter die Kulissen der Hirnforschung. Sie zeigt, wie detailliert sich die Landkarte des Gehirns inzwischen zeichnen lässt, wo Wahrnehmung, Empfinden, Erinnern und Denken sitzen, wie sich die einzelnen Hirnregionen zu höheren Funktionseinheiten vernetzen und welche medizinischen Hilfsangebote inzwischen gemacht werden können, wenn Hirnleistungen durch Alter, Krankheit oder Unfall eingeschränkt sind.

Im Paradies fällt der Schnee langsam

Montag, Januar 22nd, 2024

Lin May Saeed im Georg-Kolbe-Museum

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Im Schöneberg Museum

Mittwoch, Januar 17th, 2024

Jürgen Henschel

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Am Abend des 2. Juni 1967, nach der Demonstration gegen den Schah von Persien, stirbt der Student Benno Ohnesorg durch eine Polizeikugel. Und genau diesen Moment hat Jürgen Henschel festgehalten, das Bild geht um die Welt, gehört bis heute zum kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Henschel macht danach Fotografie zum Beruf. 100 seiner Bilder sind jetzt erstmals in einer Ausstellung im Schöneberg Museum zu sehen: Seine Blick auf die Jahre 1953 bis 1990 in West-Berlin, zwischen kaputten Fassaden, Mauerbau, Demos und Hausbesetzungen.
(hier)

Das kleine Grosz Museum

Sonntag, Januar 14th, 2024

A piece of my work in a work without peace

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Das kleine Grosz Museum zeigt Fotomontagen und Collagen von George Grosz.

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Beim Betreten des uneinsehbaren Areals des 2022 eröffneten Kleinen Grosz-Museum in Berlin-Schöneberg wirkt es so, als würde die Zeit auf der turbulenten Bülowstraße stehen bleiben: Eine umgebaute Shell-Tankstelle aus den 1950er Jahren zeigt sich mit moderner Glasfassade, Kiefern, Kirschbäume und Bambus säumen das Anwesen, Wasser plätschert neben der überdachten Terrasse. (hier)

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Cookery Class, 1958

Body Painting

Sonntag, Januar 14th, 2024

Richard Prince in der Galerie Max Hetzler

Galerie MH 12

Galerie MH 13

friends & others

Mittwoch, Januar 10th, 2024

Joachim Grommeks meisterhafte Irritationen in der Galerie Taubert Contemporary

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Weshalb macht sich einer die Mühe und imitiert Pressspan? Malend und dazu auf einer Spanplatte, die selbst eine feine Maserung aufweist. Auch wenn Joachim Grommek die Illusion hölzerner Oberflächen längst ebenso virtuos wie effizient erzeugen kann, erstaunt sein konsequenter Wille zur visuellen Nachschöpfung. Es bleibt nicht bei der einen Täuschung. Sowohl die Farbflächen als auch die präzisen Horizontalen und Vertikalen seiner Gemälde wirken wie industriell produziert. Vergeblich sucht man in seiner neuen Serie „friends & others“ nach einem individuellen Gestus, die Glattheit und Perfektion charakterisiert im Gegenteil Grommeks künstlerische Praxis. Und er verstärkt diesen Eindruck der Verwendung vorgefertigter Folien und Klebestreifen durch die plastischen Eigenschaften seiner Malerei: Selbst die transparenten Streifen, die Tesafilm imitieren und die auf der Spanplatte arrangierten Bildelemente zu fixieren scheinen, wirken wie aufgeklebt. Dass es in seinen Ausstellungen immer wieder Besucher gibt, die ein Stück davon abziehen wollen, unterstreicht die illusionären Qualitäten dieser zeitgenössischen Trompe-l’œils.
(aus der Pressemitteilung, Christiane Meisner)

Kunstspaziergang am 4. Januar 2024

Freitag, Januar 5th, 2024

Um 14.30 Uhr sehen wir im Cinema Paris den ersten Film in diesem Jahr: PRISCILLA von Sofia Coppola.

Zuvor besuchen wir die Ausstellung STORYTELLING (David Yarrow) in der Galerie CAMERA WORK, danach reicht die Zeit noch um in den Raum für Zeichnung (Galerie Inga Kondeyne) die Arbeiten von H. Frank Taffelt zur Werkserie KB.S. anzusehen.

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David Yarrow (Breaking Bad, 2023)

Die Ausstellung »Storytelling« von David Yarrow umfasst 25 monumentale Arbeiten des Künstlers, die überwiegend im Jahr 2023 entstanden sind und zum ersten Mal gemeinsam in einer Ausstellung präsentiert werden. Unter den gezeigten Arbeiten befinden sich sowohl inszenierte Werke aus verschiedenen Serien sowie klassische Tierporträts.

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H. Frank Taffelt (aus der Werkserie KB.S.)

Taffelts Bildträger sind mit Vergangenheit imprägniert: Aktendeckel, Rechnungsblöcke, Büropapiere aus dem großmütterlichen Haushalt erhalten ein festigendes Grundierweiss, ehe der Künstler recht eigentlich ans Werk geht; er schneidet, faltet, knickt, falzt, klebt schmale Papierstreifen, die, als Erhebungen Reihe um Reihe gesetzt, eigenwillige Papierobjekte entstehen lassen.Dieses das Handwerkliche nie verleugnende, gleichsam hügelan, hügelab aufgereihte und mit Lücken, Leerstellen und Rillen bestückte Papierstreifengebilde hält für den genau und geduldig Schauenden vor allem eines parat: ein reichhaltiges, wundersames Lichtspiel der Abschattungen, sowohl der Kleinstelemente untereinander wie des Gefüges insgesamt.

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Blick durchs Schaufenster der Wichtendahl Galerie, Arbeiten von Annette Meincke-Nagy

Die Galerieräume in der Carmerstraße teilen sich die Wichtendahl Galerie und die Galerie Inga Kondeyne. Die Galerie Inga Kondeyne vertritt den großen Zeichner Hanns Schimansky. Mit der Berlinischen Galerie waren wir 2006 bei einem Atelierbesuch bei Schimansky dabei.

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Hanns Schimansky im Atelier (2006)

In der Wichtendahl Galerie sind aktuell sehr schöne Plastiken von Annette Meincke-Nagy zu sehen. Die Plastiken bestehen aus einem Papier-Quarz-Leim-Gemisch. Auf einem Drahtgerüst wachsen sie in einem langwierigen, meditativen Prozess Schicht für Schicht heran.

The Bad Mother

Mittwoch, Dezember 27th, 2023

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The Bad Mother im Haus am Lützowplatz

Anknüpfend an die titelgebende Arbeit „The Bad Mother“ von Louise Bourgeois setzt sich die Gruppenausstellung mit der Erwartungshaltung an Mütter künstlerisch auseinander. Mit Müttern, die zu egoistisch, zu sexy, zu selbstaufopfernd, zu „mütterlich“ sind. Mit Müttern, die ihre eigenen Erwartungen nicht erfüllen und deren Lebensrealität ein Kontinuum zwischen Selbstaufgabe und Selbstbehauptung ist. Mit Müttern, die ihre eigenen Träume und Werte auf ihre Kinder projizieren. Mit Müttern, die sich an ihren Müttern abarbeiten und dabei selbst Mutter sind. Mit Müttern, deren Kinder überlegen, ob sie selbst Mutter/Vater sein wollen und können.

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Niina Lehtonen Braun

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Artist of the Year 2023

Mittwoch, Dezember 20th, 2023

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La Chola Poblete: Guaymallén
Deutsche Bank „Artist of the Year“ 2023

Eine deutlichere, ironisierende Sprache findet La Chola in den großformatigen, erotisch aufgeladenen Fotografien, die Macht und Unterwerfung thematisieren. Da sehen wir beispielsweise die Künstlerin mit entblößtem Oberkörper hinter einer Fleischtheke stehen, dahinter aufgereiht an Haken große Fleischstücke.

Der Bildtitel lautet „la virgen de la leche“ – in der religiösen Bildtradition meint das die milchspendende Jungfrau Maria, die Näherende. Und tatsächlich sehen wir im großen Bogen einen Milchstrahl, der von der einen Brust direkt in den Mund eines vor der Theke knieenden Mannes geht. Dieser junge Mann im weißen Hemd und mit Krawatte und Aktentasche ist in seinem Outfit unschwer als Mormone auf Missionstour erkennbar. La Chola zitiert unentwegt Religiöses in ihren Arbeiten, verfremdet es und lässt so immer wieder Sinn für einen bizarren Witz erkennen.
(hier)

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