Posts Tagged ‘Hans Uhlmann’

Hans Uhlmanns Skulpturen in Berlin

Mittwoch, April 18th, 2012

Dachskulptur

Dachskulptur auf der Philharmonie
Freiplastik Hansaviertel
Uhlmanns Schaschlik

Freiplastik Hansaviertel

Montag, Juni 9th, 2008

frisch geputzt

Hans Uhlmann wird am 27. November 1900 in Berlin geboren. Nach seinem Studium des Maschinenbaus wendet er sich der Bildhauerei zu. Ab 1925 widmet sich Uhlmann Skulpturen geometrischer Körper, die er ab 1932 zum Teil aus Draht fertigt. 1933 wird Uhlmann beim Verteilen antifaschistischer Flugblätter festgenommen, seine Arbeiten als entartet eingestuft und aus deutschen Museen entfernt. Bis 1935 bleibt Uhlmann inhaftiert. Trotzdem schafft Hans Uhlmann bis zum Kriegsende ein umfangreiches Oeuvre an Metallplastiken, dessen Ergebnisse er nach Kriegsende 1945 in der Berliner Galerie Rosen ausstellt. Die Hochschule der Künste Berlin beruft Uhlmann zum Professor für Bildhauerei. In den Folgejahren realisiert Hans Uhlmann geometrische Figurationen aus Eisenelementen, deren konstruktivistischer Aufbau den Betrachter in die Suggestion von Bewegung mit einbezieht. Am 28. Oktober 1975 stirbt Hans Uhlmann in Berlin.
(hier)

Interbau

Immer habe ich die Bildhauer beneidet. Sie haben es, so bildete ich mir ein, mit Dingen zu tun; wir Maler plagen uns mit Räumen. … Und Uhlmann. Da macht er einen Knoten. Und schon spinnt er eine zarte Brücke in den Raum hinein; mit dem Kopf zuerst landet er, kapriziert sich in eine Ecke. Gott sei Dank: es gibt noch Ecken im Weltenraum!
(Werner Heldt im Ulenspiegel 1947
aus dem Katalog
Hans Uhlmann Aquarelle und Zeichnungen, 1991)

Uhlmanns Schaschlik

Montag, Februar 25th, 2008

Hans Uhlmann

Natürlich war ganz Berlin baff, als an der Bismarckstraße in den Jahren 1959 bis 1961 Fritz Bornemanns Neubau der Deutschen Oper in die Höhe wuchs. Nichts da von repräsentativen Schmetter-Portalen. Kein Säulenluxus. Die jahrhundertelang geübte architektonische Erhabenheit machte sich aus dem Staube. Das neue Haus schien sich gleichsam mit dem Rücken gegen die „Große Oper“ zu stellen. Das war Berlins Opernpublikum nicht gewohnt. Natürlich wollte es liebend gern demokratisch sein, aber irgendwie sollte das Haus schließlich auch zu den Abendkleidern passen, die man seit langem daheim in den Schränken verwahrte und die auf ihren großen Auftritt warteten.

Faustgroße Kieselsteine, dicht an dicht in Beton gebettet. Eine Stirnwand von eher abweisendem Charakter. Und dann noch das Schlimmste: dieser überdimensionale schwarze, stählerne „Schaschlik-Spieß“, den Hans Uhlmann geformt und 20 Meter hoch vor dem Haus hatte aufrichten dürfen. Er wurde lauthals verflucht. Aber so war es fast jeder künstlerischen Außerordentlichkeit seit jeher gegangen. Wie die Neue Musik schließlich Zeit braucht, sich an sie zu gewöhnen, so auch Architektur und bildende Kunst.
(Quelle Berliner Morgenpost)