Posts Tagged ‘Ingeborg Hunzinger’

Ingeborg Hunzinger

Freitag, Februar 6th, 2015

Eine Ausstellung in der „Galerie Alte Schule“ in Adlershof

Auf Plätzen, in Parks, an denkwürdigen Orten Berlins stehen die Steinskulpturen und Bronzen der am 3. Februar vor 100 Jahren in dieser Stadt geborenen Bildhauerin Ingeborg Hunzinger. Die Tochter einer Jüdin engagierte sich links und legte in ihre Figuren vor allem dies: Weiblichkeit, Wucht und Widerstand.
(mehr hier)

Hunzinger

Besuch bei der Sphinx

Freitag, Januar 20th, 2012

Melancholie

In Chemnitz auf dem Schlossberg hat Hunzingers Sphinx einen geeigneten Platz zum Grübeln.
Warum lässt man sie in Berlin in der Kühle des Berliner Doms erschauern? Diesen Standort hat sie nicht verdient. 

„Wann immer eine Skulptur für den öffentlichen Raum entstand, und es waren viele, musste Ingeborg Hunzinger genau wissen, was für ein Ort das sein würde, mit welcher Historie, mit welchem Licht, das auf die Rhythmik der Figuren fallen würde.“, steht hier

Erzählt mir nichts, diesen Standort hat sie nicht gekannt. Die Sphinx wurde dorthin abgeschoben, vielleicht, weil sie für den eigentlich vorgesehenen Standort nicht opportun war.
Wer weiß etwas zur Geschichte der Sphinx?

Sphinx1

Sphinx3

Sphinx4

Ingeborg Hunzinger

Dienstag, Juli 21st, 2009

Die Berliner Bildhauerin Ingeborg Hunzinger ist in der Nacht zum Sonntag mit 94 Jahren gestorben.

Hunzinger

Zuletzt arbeitete sie an einer lebensgroßen Skulptur von Rosa Luxemburg, mit der sie sich sehr schwer tat. Denn sie wollte den widersprüchlichen Seiten ihres „Schwarms“, wie sie die Revolutionärin nannte, gerecht werden. Neben dem Kämpferischen sollte das Werk auch das Frauliche, ja Eitle zeigen. Und es sollte seinen Platz vor der Volksbühne finden.

Ihre Liebe … galt dem Stein. Während einer Reise war sie in Florenz den Skulpturen Michelangelos begegnet. Später erzählte sie: „Ich ließ alles fallen, und mir war klar: Nichts anderes mehr als Stein und Bildhauern.“
(Torsten Harms in der Berliner Zeitung, hier)

Jüngling

An der Kunstakademie in Charlottenburg studierte die junge Ingeborg Franck (so ihr Mädchenname) neben Bildhauerei zunächst auch Malerei. Die Begabung dafür hatte sie von ihrem Großvater Philipp Franck geerbt. Doch die Bildhauerei ist ihre Berufung. Ihr Vater hält anfangs nicht viel davon. Er weigert sich, die Bahnfahrt nach Franken zu bezahlen, wo seine Tochter eine Steinmetzlehre machen will. Die fährt daraufhin kurzerhand die 500 Kilometer nach Würzburg mit dem Rad. So sperrig und eigensinnig ist sie ihr ganzes Leben lang geblieben.
(mehr hier in der Wiener Zeitung)