Eine der bedeutendsten Neuerungen Baudelaires in den Fleurs (Die Blumen des Bösen) ist die, wenn auch sparsame, Integration der Welt der Großstadt in die Lyrik – einer als insgesamt eher abstoßend und düster vorgestellten Welt, was allerdings durchaus der Realität im übervölkerten, explosionsartig wachsenden und schmutzigen Paris der Zeit entsprach.
Archive for the ‘Berlin’ Category
Warten mit Baudelaire auf die U-Bahn
Dienstag, Oktober 4th, 20111. Oktober 1920
Samstag, Oktober 1st, 2011Am 1.10.1920 trat das „Gesetz über die Bildung der neuen Stadtgemeinde Berlin (Groß-Berlin-Gesetz)“ in Kraft. Damit erfolgte die umfassendste Stadterweiterung in der Geschichte Berlins und die Grundsteinlegung für das moderne Berlin des 20. Jahrhunderts.
Endlich ist es erreicht: der sehnlichste Wunsch der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung des Wirtschaftsgebietes von Groß-Berlin ist in Erfüllung gegangen, die Einheitsgemeinde ist Tatsache geworden! Mit der Hinwegfegung des Wilhelminischen Regiments war die Bahn frei geworden. Der Popanz der Berliner Präfektur ist verscheucht.
(Wilhelm Pfannkuch)
Entwurf und Ausführung
Freitag, September 23rd, 2011Zollabfertigungsgebäude
Donnerstag, September 15th, 2011Zehlendorfer Brunnen
Sonntag, August 28th, 2011
Aufstellung des Zehlendorfer Brunnens (Ursula Sax, 1974)
Aus einem eingelassenen ungefassten Becken tauchen schräg gegeneinander gerichtete und ineinander verschachtelte halbrunde Bronzekörper unterschiedlicher Größe auf. Aus einem Röhrchen wird ein Wasserstrahl gegen die oberste Fläche gerichtet. Das Wasser fließt an ihr herunter, bricht sich an der nächsten, fließt in entgegengesetzter Richtung weiter, bricht sich wieder und landet schließlich – eine leichte, beruhigende Bewegung hervorrufend – im Becken.
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Berliner Hundeleben
Sonntag, August 21st, 2011Kleine Pause
Donnerstag, August 11th, 2011Schatten
Mittwoch, August 10th, 2011Nach dem Regen
Dienstag, August 9th, 2011Trost
Blasen schlugen aus den Pfützen,
Das Pflaster spiegelt, glänzt.
Versteckt aus Büschen und Ritzen
Zwitschern die Vögel längst.
Autos pflügen gelegentlich
Muster in die dampfende Nässe,
Hinterlassen kurz ihre Spur.
Am Fenster schau ich in die Blässe
Des Himmels und fühle nur:
Der warme Regen tröstet mich.(Jürgen Berlin)
Friedhof Heerstraße III
Montag, August 8th, 2011Nach dem Freitod seiner Frau Benjamine Kolbe-van der Meer De Walcheren suchte Georg Kolbe die räumliche Nähe zum Friedhof Heerstraße, auf dem die Verstorbene bestattet worden war. Seit 1928 wohnte er in einem Haus in der Sensburger Allee, von dessen Obergeschoss er das von ihm entworfene Grab sehen konnte.
Die Fläche der Grabstätte gliedern vier liegende, vom Bildhauer Josef Gobes ausgeführte Grabplatten. Hinter diesen ordnete Kolbe drei schlanke expressionistische Stelen an. Die mittlere Stele zeigt das Porträt seiner Frau Benjamine in drei Versionen. Die linke und die rechte Stele tragen im Kapitell die Worte Terra (Erde) und Coeli (Himmel).
aus: Gartendenkmale in Berlin Friedhöfe Michael Imhof Verlag, 2008

























