Archive for the ‘Berlin’ Category

Balkon Nr. 30

Donnerstag, Februar 18th, 2010

Balkon

Galerieneubau in der Brunnenstraße

Sonntag, Februar 14th, 2010

Was die Architektur betrifft, ist Berlin wahrlich kein Hort des Neuen. Mit der Brunnenstraße 9 findet da möglicherweise eine Änderung statt.
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Brunnenstr

Die charmanteste Geste aber stellen die Geschosshöhen da, die sich an die Nachbarhäuser anpassen – obwohl die verschieden sind. Jedes Stockwerk unternimmt an einer anderen Stelle eine Stufe. So gewinnt das Haus seinen eigenwilligen, spielerischen Charme, der eher an informelle Bauten im Mittelmeerraum oder in Südamerika erinnert als an ein repräsentatives Kunsthaus. Der Stadtplanungsblog „Slub Magazine“, der ein paar Häuser weiter residiert und die Entstehung des neuen Nachbarn mit kindlicher Aufregung verfolgte, schöpfte dafür den schönen Ausdruck „Teutonic Favela“.
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Brunnenstraße 9

Brunnen 9 von hinten


Überall viel Lob für die Architektur
. Es wäre noch schöner gewesen, wenn sich auch die ersten Mieter (Galerie KOW) an ihre Öffnungszeiten halten würde. Wir haben uns am Sonnabend durch den Schneematsch gequält, standen aber um 13.45 Uhr vor (noch?) geschlossenen Türen, Öffnungszeiten 12-18 Uhr.

Kaiserliches Patentamt

Montag, Februar 8th, 2010

Das dreigeschossige Gebäude mit neobarocker Sandsteinfassade wurde 1887–1891 von August Busse (1839–1896) errichtet (Luisenstraße 32-34). Das Portal im Mittelgebäude stand zwischen zwei Doppelsäulen mit überlebensgroßen Plastiken. Den üppigen Fassadenschmuck entwarf Otto Lessing.
(mehr bei Luise)

Eingang

Lesen in Patenten

Leser1

U-Bahnhof Krumme Lanke

Freitag, Februar 5th, 2010

U Krumme Lanke
Alfred Grenander, 1929

Am Empfangsgebäude des U-Bahnhofs Krumme Lanke zeigt sich die außergewöhnliche Qualität der Grenanderschen Entwürfe. Es war über deutsche Grenzen hinaus bekannt und diente als Vorbild für Londoner Haltepunkte wie Chiswick Park oder Southgate.
(Verkehrsdenkmale in Berlin, Michael Imhof Verlag, 2007

Aufforderung

Sonntag, Januar 31st, 2010

Aufforderung

Während ich mich nun über dies alles lustig machte, entwich mir unversehens ein so grausamer Leibesdunst, dass wir beide, ich und der Sekretär, darüber erschraken. Augenblicklich meldete er sich sowohl in unseren Nasen als auch in der ganzen Schreibstube so kräftig an wie einer, den man vorher nicht hat klopfen hören. „Troll dich, du Sau“, sagte der Sekretär zu mir, „zu den anderen Säuen in den Stall. Das passt besser zu dir, du ungehobelter Klotz, als dich mit ehrbaren Leuten zu unterhalten.“ … So habe ich mein gutes Ansehen … wie die Redensart lautet, auf einen Schlag vergeigt.
(aus: von Grimmelshausen Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch
aus dem Deutschen des 17. Jahrhunderts übersetzt von Reinhard Kaiser)

Wasserturm Ostkreuz

Donnerstag, Januar 28th, 2010

Wasserturm

Zwischen den Gleisen der Bahnanlage Ostkreuz befindet sich der 50 m hohe Wasserturm, den die Bauabteilung der preußischen Staatsbahn unter Leitung von Carl Cornelius 1909 bis 1912 realisierte. Der Turm diente u.a. der Wasserversorgung der Dampflokomotiven. Um das Bauwerk vor Ruß zu schützen, erhielt der runde Schaft eine Verblendung aus glasierten violetten Klinkern.
(aus: Baudenkmale in Berlin – Bezirk Friedrichshain, 1996)

Liste der Berliner Wassertürme
Ostkreuzblog – Das Onlinetagebuch zum Ostkreuz-Umbau

Friedrich Althoff

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Althoff
Friedrich Althoff (Büste von C. F. Hartzer, 1902 auf dem Charitegelände, Eingang Schumannstr.)

Althoffs Bemühungen verdankt die Charité in Berlin die Bewilligung der Kosten für ihren Neu- und Umbau an der Wende zum 20.Jahrhundert. Er schuf damit die Voraussetzungen zur erfolgreichen Weiterentwicklung der Berliner Medizinischen Fakultät.

Althoffs Grab
Althoffs Ehrengab im Botanischen Garten (Hans Krückeberg, 1911)

Friedrich Althoff vom Ministerium erteilte dem Interimsdirektor des Botanischen Gartens, Ignaz Urban, den Auftrag für eine Verlegung des Gartens, fragliche Gelände auf der Feldmark um Berlin zu untersuchen und zu bewerten. Mit der 41 Hektar großen Feldmark der Königlichen Domäne Dahlem, bis dahin Kartoffelacker, ermittelte Urban ein in jeder Hinsicht geeignetes Gelände.

Europa in Grünau

Montag, Januar 18th, 2010

In Europa schneit es

Dieses Lichtspieltheater wurde 1919 als „Jägerhaus – Lichtspiele“ gegründet. Beim Umbau 1934 wurde links des Theatergebäudes ein Anbau errichtet, der fortan Foyer und Kasse beherbergte. Die Anzahl der Sitzplätze wurde auf 421 erhöht.
Das Gebäude überstand unbeschädigt den Krieg und nahm 1946 – nach vorübergehender Benutzung als „Grünauer Bunte Bühne“ – den Spielbetrieb wieder auf. Nach seiner Schließung 1964 diente es als Probebühne der Unterhaltungsabteilung des DDR-Fernsehens.
Seit der Wende steht das Gebäude leer.
(Infos sind hier entnommen)

Grabstätte Rode

Sonntag, Januar 17th, 2010

Christian Bernhard Rode

Die Grabstätte für Christian Bernhard Rode und seine Frau auf dem Alten Friedhof der St. Nikolai und St. Mariengemeinde ziert ein Zippus aus Sandstein. Die Deckplatte trägt eine gesockelte Schmuckurne mit einem marmornen Rundmedaillon, welches das Porträt Rodes nach einer Zeichnung von Daniel Chodowiecki zeigt.
(aus: Gartendenkmale in Berlin – Friedhöfe, 2008)

Urban Farming

Donnerstag, Januar 14th, 2010

Gärtner
Gärtner von Karl-Heinz Schamal

„Urban Farming“, Landwirtschaft in der Stadt, heißt der Trend, der gerade ausgerufen wird. Präsidentengattin Michelle Obama gab dem Ganzen ein prominentes Gesicht, als sie einen Gemüsegarten hinter dem Weißen Haus anlegte. Doch der Trend ist trotz neuer Namen gar nicht so neu. Vielmehr ist Urban Farming ein Phänomen, das in Krisenzeiten in den großen Städten immer wieder anzutreffen ist. In den 40er-Jahren etwa bauten Millionen Amerikaner Gemüse in ihren eigenen Hinterhöfen und Vorgärten an und konnten so die Nahrungsmittel-Engpässe der Kriegsjahre überbrücken. In der Nachkriegszeit beackerten die Berliner den Tiergarten. In Kuba bepflanzen die Menschen Brachflächen in Havanna, um sich mit dem Notwendigsten versorgen zu können. Der eigene Anbau in der Stadt ist in vielen Ländern lebenserhaltend, ein Begleitphänomen von ökonomischen Krisen und Armut. In Europa hingegen ist er heute oft politischer Protest: gegen eine globalisierte Landwirtschaft mit Gentechnik, Pestiziden und langen Transportwegen.

Doch es gibt auch die Aktionsgärtner, die nachts losziehen, Sämereien auf Verkehrsinseln verteilen und so gegen das Grau in der Großstadt demonstrieren. In London macht es der Brite Richard Reynolds seit fünf Jahren vor. Er pflanzt Sonnenblumen vor dem Parlament und Lavendel vor Polizeistationen. In Berlin wachsen auf einmal Kürbisse am Landwehrkanal und Zucchini im Mauerpark.
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Hier noch zwei Farming-Bilder aus Königs Wusterhausen und die The Guerrilla Gardening Homepage

Gärtner

Gartenarbeit