Archive for the ‘Berlin’ Category
Affen in Berlin
Freitag, November 21st, 2008Schädel
Donnerstag, November 20th, 2008Er starrt uns aus tiefen, verschatteten Höhlen an, scheint zu grinsen. Sein Gelächter ist unheimlicher als das der Lebenden. Wir erkennen uns in ihm wieder, doch er bleibt uns fremd, der Totenschädel. Dieses Gehirngefäß bezeichnet das Grauen schlechthin, weil er uns so nahe steht. Unter unsere Kopfhaut können wir zwar nicht schauen, aber über die Jahrtausende der Menschheitsentwicklung kristallisierte sich das Gebilde aus Knochen zum Kernsymbol für Tod und Vergänglichkeit vieler Kulturen – bis heute.
Derzeit erfreut er sich profaniert wieder absoluter Beliebtheit.
(Matthias Weiß zum uralten Motiv des Totenschädels in der Kunstzeitung 147/November 2008)
Die Artikel der Kunstzeitung kann man nicht online lesen. Die Zeitung muss man sich schon kaufen besorgen. Die Kunstzeitung ist kostenlos … und ein Muss für den Kunstfreund.
… und jetzt warten wir auf das Schloss
Dienstag, November 18th, 2008Welt der Form
Montag, November 10th, 2008Auf der Website Welt der Form führt uns Thomas Emden-Weinert in die Welt der abstrakten Skulpturen im öffentlichen Raum.
Sogar eine abstrakte Berliner Skulptour gibt es!

Wegzeichen 3a, Otto Herbert Hajek, 1990-97
In der Flickr-Gruppe Skulptour Berlin werden Fotos skulpturaler Arbeiten jeder Art im Berliner öffentlichen Raum gesammelt. Bis jetzt hat diese Gruppe schon 101 Mitstreiter, mehr als 1500 Fotos wurden in die Fotokiste gelegt und einige (wenige) Sachen sind sogar schon sortiert:
Künstler und ihre Werke von A bis F
Künstler und ihre Werke von G bis M
Künstler und ihre Werke von N bis S
Künstler und ihre Werke von T bis Z
Berliner Bär
Sonntag, November 9th, 2008Es steht fest, dass der Berliner Bär ununterbrochen seit 1280 im Siegel oder Wappen erscheint. Genaue Angaben wurden aber damals nicht aufgeschrieben oder sind verloren gegangen und daher ist die Rückführung des Namens auf das Tier bzw. auf Albrecht den Bären in der Forschung heute umstritten.Jedoch hat der Naturforscher Dr. Theodor Zell festgestellt, dass genau an den Stellen, an denen Cölln und Berlin an den Armen der Spree entstanden sind, ein großer Wildwechselort an der Furt lag. Dr. Zell glaubt, dass also das Tier, der Bär, ausschlaggebend für den Namen war.
(Wikipedia zum Berliner Bären)
Das Wappen des Landes und der Stadt Berlin zeigen den Berliner Bären. Der Bär war nicht von Anbeginn das Symbol der Stadt, er musste sich seinen Platz erst „erkämpfen“. Über mehrere Jahrhunderte teilte sich der Bär die Siegel- und Wappenbilder mit dem brandenburgischen und preußischen Adler.
Am Planetarium
Samstag, November 8th, 2008
Junger Sportler, Margret Middell, 1965
Die 1940 in Marienwerder geborene Margret Middell gilt als eine der profiliertesten Künstlerinnen ihres Metiers in Mecklenburg-Vorpommern. Middell studierte bei Waldemar Grzimek und Heinrich Drake an der Kunsthochschule Berlin Bildhauerei und lebte zunächst als freischaffende Künstlerin in Berlin, bevor sie 1976 ins vorpommersche Barth-Glöwitz zog. Obwohl sie wiederholt Kunstwerke im öffentlichen Raum gestaltete und ihre Arbeiten in bedeutenden öffentlichen Sammlungen Ostdeutschlands vertreten sind, habe sich ihr Werk „insgesamt eher im Stillen und auf unspektakuläre Weise entwickelt“ (hier)
Kunstwochenende – Berliner Liste
Donnerstag, Oktober 30th, 2008Die Berliner Liste 2008 findet im Haus Cumberland statt. Dort war bis 1993 die Oberfinanzdirektion.
Dort entdeckt: die Berlin-Bilder von Jörg Schmiedekind (galerie enpassant).
Im Turm der Matthäus-Kirche
Dienstag, September 30th, 20081988 gewann die Berliner Malerin Gisela Breitling den Wettbewerb zur künstlerischen Ausgestaltung des restaurierten Kirchturms von St. Matthäus. Seit 1993 hängen dort von ihr 16 Tafeln (Öl auf Holz) zu Texten des Matthäus-Evangeliums. Die Künstlerin hat sich in ihrer Auseinandersetzung mit den Bibeltexten hauptsächlich an den Frauengeschichten orientiert. (Stiftung St. Matthäus)
Der Bunker in der Reinhardtstraße
Sonntag, September 28th, 2008![]() |
Der nachfolgende Text zur Geschichte des Bunkers ist von der Website der Boros-Sammlung. Der Eintritt zur Site ist SPAM-geschützt. |
Der Hochbunker befindet sich an der Ecke Albrechtstraße/Reinhardtstraße in Berlin-Mitte. Er wurde im Jahre 1942 unter der Bezeichnung „Reichsbahnbunker Friedrichstraße“ erbaut. Die Planung begann 1941 unter der Leitung von Albert Speer im Rahmen des „Führer-Sofortprogrammes“ für die Schaffung ziviler Luftschutzanlagen. Der Bunker sollte den Reisenden des in der Nähe gelegenen Bahnhofs Berlin-Friedrichstraße Schutz vor alliierten Luftangriffen bieten. Die Zivilbevölkerung des umliegenden Wohngebiets und Besucher des Deutschen Theaters konnten sich hier bei Fliegeralarm ebenfalls in Sicherheit bringen. Der Schutzraum fasste bis zu 2000 Personen. Nach der Kapitulation besetzte die Rote Armee den Bunker und nutzte ihn als Gefängnis.
Ab Mitte der 1950er Jahre wurde der Bunker vom volkseigenen Obst- und Gemüsekombinat Berlin als Lager genutzt. Die dicken Wände und das raffinierte Belüftungssystem sorgten für eine nahezu konstante Innentemperatur. Daher war er für die Lagerung von Südfrüchten besonders gut geeignet. Zu DDR-Zeiten wurde er von der Bevölkerung auch „Bananenbunker“ genannt.
Nach der Wende entdeckte die Techno- und Fetisch-Szene den Bunker als Partylocation. Der „Bunker“ galt als der härteste Technoclub in Deutschland. Die dort ebenfalls veranstalteten SM- und Fetischparties waren weit über die Grenzen von Berlin bekannt. 1995 fand im Bunker die
„Sexperimenta“ statt. Seine letzte Techno-Party erlebte der Bunker im Jahre 1996.Der Bunker besitzt eine quadratische Grundfläche mit einer Länge von circa 38 m und einer Höhe von 16 m. Im Inneren erstreckt sich der Schutzraum über fünf Etagen. An jeder der vier Längsseiten ist ein separates Treppenhaus angeordnet. Die Außenwände aus massivem Stahlbeton haben eine Dicke von 2,00 m. Die ursprüngliche Raumhöhe beträgt nur 2,30 m. Das Dach besteht aus 3,10 m dickem Stahlbeton. Beim Bau wurde so genannter „Blauer Beton“ verwendet. Dieser spezielle Beton war zur damaligen Zeit einer der widerstandsfähigsten Baustoffe, der erst nach etwa 30 Jahren voll ausgehärtet ist. Die Oberfläche wurde als unbehandelter Sichtbeton mit den Spuren der Bretterverschalung belassen. Das Gebäude steht wegen der besonderen historischen Bedeutung unter Denkmalschutz.

In einem bestimmten Hotelzimmer hat man kostenlosen Ausblick auf ein Elmgreen & Dragset Werk der Boros-Sammlung . Soll insbesondere auf Gäste verstörend wirken, die nicht wissen, dass im Bunker eine Kunstsammlung untergebracht ist.
(Für Temporarily Placed erhielten Elmgreen & Dragset 2002 den Preis der Nationalgalerie.)
Der streng axialsymmetrische, fünfgeschossige Block ist durch ein umlaufendes, mächtiges Konsolgesims und breite Mittelrisalite auf jeder Seite, denen eingeschossige Vorbauten mit je zwei rundbogigen Elngängen und Streifenquaderung vorgelagert sind, gegliedert. In den
Kubus sind kleine, teils paarweise angeordnete, hochrechteckige Öffnungen eingeschnitten. Die exponierte Lage auf einem Eckgrundstück mag verantwortlich für die vergleichsweise aufwendige Gestaltung dieses Bunkers gewesen sein, der sich in Größe und Gliederung an der Nachbarbebauung orientiert. Gleichzeitig kam die wehrhafte Nutzung aber auch dem herrschenden Gestaltungsideal einer „archaischen“ Architektur entgegen, die sich, im Rückgriff auf den Klassizismus der Zeit um 1800, der Reduktion auf einfache geometrische Formen und einer monumentalen Gesamtwirkung verschrieben hatte.
(aus: Bauen in Berlin 1900-2000)

Streetart am Bunker (vor der Sammlungsnutzung, inzwischen entfernt)
Seltsame Stadt
Mittwoch, September 17th, 2008Seltsame Stadt, dachte Frank, Hütten, Wege, Wälder, er hatte sich das irgendwie anders vorgestellt, irgendwie urbaner und so weiter. Aber da kam auch schon ein großer, beleuchteter Turm in Sicht, und Wolli sagte:
„Da! Der Funkturm!“
Herr Lehmann ist endlich wieder da.
Sven Regener
Der kleine Bruder


















