Archive for the ‘Berlin’ Category

Ruhende Kraft

Dienstag, September 16th, 2008

Diesen Prachtkerl haben wir doch erst vor kurzem in Lübeck gesehen, natürlich auch schlafend.

Pssst

Das Scharnhorst-Grabmal auf dem Invalidenfriedhof wurde nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel geschaffen. Das Motiv des Hochsarkophags übernahm Schinkel vom Grabmal Petrarcas. Die Fries-Szenen aus dem Leben Scharnhorsts gestaltete Friedrich Tieck. Der auf diesem Fries ruhende, 1828 modellierte Löwe geht auf einen Entwurf von Christian Daniel Rauch zurück.

Tieck3

Tieck2

David in Berlin

Donnerstag, September 11th, 2008

David allein in Berlin

Vor zwei Jahren war David schon einmal Thema in den Kunstspaziergängen (hier). Damals war er noch in Florenz.
Dann trafen wir ihn in Köln, und vor kurzem in Kopenhagen.
Nach einem kurzen Abstecher nach Lübeck ist er jetzt in Berlin angekommen.

Janus

Freitag, September 5th, 2008

Großer Janus II
Großer Janus II, Fritz Koenig, 1985-1995 (Berlin)

Janus´ Herkunft ist unterschiedlich gedeutet. Mal gilt er als Sohn von Apollo und Kreuse, der Tochter des Königs Erechtheus von Athen. Neben diesen jungen Mythos heißt es auch, er sei Sohn des Uranos (oder Coelus) und der Hekate oder er gilt als Sohn des Saturn und der Entoria.
Seine Gattin war seine Schwester Kamese, die er aus seiner Heimat Perrhaebia mitbrachte. Mit ihr ist er Vater der Olisthene. Eine Liebschaft war die Nymphe Krane bzw. Crana. Mit ihr ist er Vater des Königs von Alba Longa.
Als historische Persönlichkeit soll Janus ein altitalischer König gewesen sein, der 150 Jahre vor Aeneas von Perrhaedia nach Italien gelangt war, etwa um die Zeit des biblischen Richters Ehud, nach biblischer Zeitrechnung im 2625. Jahre (nach HEDERICH, Sp. 1322).
(Das Schwarze Netz)

Fritz Koenig
Skulptur von Erich Hauser vor der Neuen Pinakothek (München)

Das lachsfarbene Etwas

Mittwoch, August 27th, 2008

Streetartists ... übernehmen bitte

Berlin – das alles nervt an Dir!
heißt es in der neuen Zitty; in der Aufzählung Nummer 13:
Der Umbau des Alexanderplatzes

Schön war er ja noch nie. Aber alle in der Vergangenheit getroffenen Maßnahmen erwecken den Anschein, dass es da jemand wirklich nicht gut meint mit dem Alex. In dem 50er-Jahre-Steve-McQueen-Horrorfilm Der Blob legt sich am Ende die gefräßige rosa-rote Schleimmasse aus dem All über ein ganzes Kino, um die Besucher zu verschlingen. Genauso sieht dieses lachsfarbene Etwas „Alexa“ aus: Wie ein unterm Blob begrabenes Riesenlabyrinth.
Lösung: Christo muss ihn verpacken.

Adolf Brütt

Montag, August 25th, 2008

Adolf Brütt gestaltete die Siegesallee-Gruppen König Friedrich Wilhelms II. (1900) und Markgraf Ottos des Faulen (1899).

Otto der Faule
Karikatur des Standbilds von Markgraf Otto dem Faulen, Lustige Blätter, 1899

Mit der Gruppe Ottos des Faulen war Brütt nach übereinstimmendem Urteil keine dankbare Aufgabe zugefallen. Der letzte Wittelsbacher gehörte zu den unrühmlichen Herrschern und wurde von den meisten Zeitgenossen nicht als würdig erachtetet, in die Fürstengalerie aufgenommen zu werden. Indem Brütt den Beinnamen Ottos in den Mittelpunkt seiner Interpretation stellte und den Fürsten „in der ganzen Majestät seiner Faulheit“ präsentierte, machte er das Beste aus seinem Auftrag.
(Uta Lehnert in Der Kaiser und die Siegesallee)

Mommsen
Mommsen-Denkmal vor der Humboldt-Universität, 1909

Das in Weimar entstandene marmorne Sitzbild Theodor Mommsens (Brütt, 1909) ist Hintergrund von Heiner Müllers Langgedicht „Mommsens Block“ anlässlich dessen Rückführung an seinen alten Standort vor der Berliner Humboldt-Universität.

Ertrunken
Der Fischer („Gerettet“), 1887 (Flensburg)

Der Fischer von Adolf Brütt war auf zwei Weltausstellungen zu sehen, 1893 in Chikago und 1904 in St. Louis. Erworben von der Berliner Nationalgalerie steht sie heute als Leihgabe auf den Flensburger Museumsberg.

Nichts Besonderes

Mittwoch, August 20th, 2008

Zentrum

Eines Tages … hatte ich einen Brief in den Händen, in dem ich las, daß ich nach B, nach Berlin kommen solle. Kommen Sie nach Berlin, sofort … Nehmen Sie den Schnellzug, und kommen Sie nach Berlin. Also stieg ich in einen Zug, sah aus dem Fenster und fuhr nach Berlin. Und was sah ich? Eigentlich war ich auf alles vorbereitet, aber nicht auf das, was ich sah. Es war nichts Besonderes, es war nur ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte …
(aus: Ror Wolf
Die neunundvierzigste Ausschweifung
Zwölf Kapitel aus dem nackten Leben
in: Zwei oder drei Jahre später, Schöffling & Co., 2007)

Der letzte Kampf des Palastes

Mittwoch, August 13th, 2008

Der letzte Kampf

Es ist wie ein letzter, symbolischer Kampf. Das Prestigeobjekt der DDR, der Palast der Republik, der auf Beschluss des Deutschen Bundestags abgerissen wird, lässt dies nicht so einfach zu. Noch immer ragen in Berlins Mitte die acht Betontreppentürme wie unbeugsame Skelette in den Himmel. Da, wo bereits in fünf Jahren das sogenannte Humboldt-Forum in schlossähnlicher Gestalt stehen soll, drehen sich riesige Kräne.
(mehr hier in der netzeitung)

Kaisers Pergola

Montag, August 11th, 2008

Es handelt sich um die Rekonstruktion einer 14 Meter langen Pergola, die sechs Meter in den Bebelplatz hinein reicht. Auf diesen Anbau pflegte der alte Kaiser Wilhelm zu treten, wenn er sich vom Aktenstudium in seinem Arbeitszimmer erhob, um frische Luft zu schnappen. Ursprünglich war der hölzerne Anbau, der dem Opernplatz eine südländische Note verlieh, mit Rankenpflanzen bewachsen, und wenn er errichtet sein wird, soll sich wie zu Kaisers Zeiten wieder ein Zierwein um die Bohlen aus Eichenholz ranken.Die Rekonstruktion erfolgt im Auftrag der Stiftung Denkmalschutz Berlin. Um größte Authentizität zu erreichen, werden historische Baupläne und Abbildungen sowie Ergebnisse archäologischer Grabungen für den Wiederaufbau der Pergola herangezogen. Zurzeit werden Modelle für die Terrakottaköpfe geschaffen, die die drei Sandsteinpfeiler bekrönen. Sie geben der Holzkonstruktion Halt und repräsentatives Aussehen. Das Fundament erhält derweil eine Verkleidung aus geschliffenen Granitplatten.

Dass im Alten Palais neben der „Kommode“ – der ehemaligen Königlichen Bibliothek, die heute von der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität genutzt wird – im 19. Jahrhundert Geschichte gemacht wurde, ist kaum noch bekannt. Tatsächlich war das ehemals prächtig ausgestattete Eckgebäude in der Ära Wilhelms I. das Herz Preußens und des deutschen Kaiserreichs.
(zitiert)

Kaiserliche Pergola

Wenn die Fassadensanierung an der Kommode abgeschlossen sein wird, kann man wieder eine vergoldete Inschrift über dem Portal lesen. Die lateinische Widmung NUTRIMENTUM SPIRITUS lautet übersetzt „Nahrung des Geistes“ und spielt darauf an, dass die Nutzung der Bibliothek und seiner Schätze bildet und aufklärt. Spöttisch, wie die Berliner nun einmal sind, haben sie den schönen Spruch frecherweise in „Sprit is ooch Nahrung“ umgedeutet …
(mehr hier)

Temporäre Kunsthalle Berlin

Freitag, August 8th, 2008

Kunsthalle

Die Temporäre Kunsthalle Berlin wird seit dem 6. Juni 2008 gebaut.
Eröffnung ist am 30. Oktober.

Das Kunsthallenfieber nimmt beängstigende Ausmaße an. Finanzinvestor Nicolas Berggruen will einen Museumsbau für seine Sammlung zeitgenössischer Kunst errichten; vielleicht ein Umbau des Blumengroßmarkts in Kreuzberg, vielleicht ein neues Gebäude am Humboldthafen. Der Berliner Senat wünscht sich unabhängig davon einen spektakulären Museumsneubau mit 10000 Quadratmetern gegenüber vom Hamburger Bahnhof. Wer wird die Investitionen schultern und vor allem: Gibt es so viel präsentationswürdige Kunst?
(Andrea Hilgenstock in der Kunstzeitung 144/ August 2008)

Windsurfen in Berlin

Montag, August 4th, 2008

Surfen

Bald wird er auf die Spree ausweichen müssen. Das werden Parkplätze.

Frankfurter Tor