Archive for the ‘Berlin’ Category
Misslungene Wiederholung
Sonntag, August 3rd, 2008Der Turm der Parochialkirche
Donnerstag, Juli 31st, 2008Es soll wieder so werden wie vor etwa hundert Jahren: Die 37 Glocken der Parochialkirche an der Klosterstraße sollen alle siebeneinhalb Minuten läuten. Und zur halben und vollen Stunde soll der Anfang eines Chorals erklingen; eine Melodie, die je nach Datum des Kirchenkalenders bis zu 15 Mal jährlich wechselt. Peter Teicher von der Kirchengemeinde Sankt Petri-Sankt Marien hat tief in den Archiven gewühlt. „Das alte Glockenspiel war mit der Turmuhr verkoppelt“, sagt er. Und neben dem Organisten war damals – dank finanzieller Hilfe des Kaisers – sogar ein „Glockenist“ angestellt.
Der Verein Denkmal in Berlin will bis zum Jahr 2011 die alte Barockkirche genau so wieder herrichten, wie sie einmal war. Dazu gehört vor allem der Turm mit dem Glocken- und Uhrengeschoss, mit Pyramide und Holzspitze. Und mit einer Kugel obendrauf, auf der eine Sonne prangt. Die Baukosten sollen 2,3 Millionen Euro betragen.
(mehr hier)
JR – Face to Face
Sonntag, Juli 27th, 2008Inzwischen sind viele JR-Arbeiten vom Winde verweht, nur dieser nette Herr mit dem Lüftungsauge hat noch den Widrigkeiten des Wetters und der Stadtreinigung widerstanden.
Viehstand
Mittwoch, Juli 23rd, 2008Im Jahr 1801 war der Viehstand bey den Ackerbürgern, Viehmästern, Brauern und Branntweinbrennern folgender: 247 Pferde, 148 Ochsen, 3839 Kühe, 10 Stück Jungvieh, 1637 Hammel, 4600 Schafe, 1858 Schweine. Man bemerke, daß die Pferde der Lohnkutscher, die Herrschaftlichen, Cavallerie- und andere Pferde hier nicht mitgerechnet sind.
(Berlin 1806 – Das Lexikon von Johann Christian Gädicke)
Zitadelle Spandau
Mittwoch, Juli 16th, 2008Das wäre ein Studienobjekt für Onkel Toby!
(Laurence Sterne
Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman.)
Kafka hat Geburtstag
Donnerstag, Juli 3rd, 2008Das Gassenfenster
Wer verlassen lebt und sich doch hie und da irgendwo anschließen möchte, wer mit Rücksicht auf die Veränderungen der Tageszeit der Witterung, der Berufsverhältnisse und dergleichen ohne weiteres irgendeinen beliebigen Arm sehen will, an dem er sich halten könnte, — der wird es ohne ein Gassenfenster nicht lange treiben. Und steht es mit ihm so, daß er gar nichts sucht und nur als müder Mann, die Augen auf und ab zwischen Publikum und Himmel, an seine Fensterbrüstung tritt, und er will nicht und hat ein wenig den Kopf zurückgeneigt, so reißen ihn doch unten die Pferde mit in ihr Gefolge von Wagen und Lärm und damit endlich der menschlichen Eintracht zu.
Franz Kafka
Balkon Nr. 26
Dienstag, Juli 1st, 2008
Kasperletheater an der Kantstraße
Grete:
Es gibt Neue Saure Gurken, Leute! Es gibt Neue Saure Gurken!
Von allen Seiten kommen Käuferinnen angerannt, vornweg die überaus dicke Frau, die sich noch vor Grete drängt. Im Nu beginnt sich eine Schlange zu bilden … Der Volkspolizist tritt diensteifrig näher.
Die Leute im Chor zu Herrn Küger:
Hinten anstellen!
Frechheit!
Kaspar zieht Herrn Küger am Ärmel nach hinten.
Herr Küger:
Ich zahle mit Westgeld!
Volkspolizist:
Mit Westgeld zahlen ist im Konsum verboten!
aus:
Franz Fühmann Schlipperdibix und klapperdibax
Zwei Kasperlstücke, Hinstorff-Verlag 1985
Der Garten der Hannah Höch
Sonntag, Juni 8th, 2008Mit der Berlinischen Galerie im Garten der Hannah Höch.
Mehr als 800 Pflanzen blühen in einem der zauberhaftesten und auch kleinsten denkmalgeschützten Gärten Berlins. Das kleine Bahnwärterhäuschen im Norden der Stadt ist ein fast unbekanntes Paradies. Hier wohnte und arbeitete die Dadaistin Hannah Höch, deren Kunst unter dem Nazi-Regime verfemt war, von 1939 bis zu ihrem Tod 1978. Johannes Bauersachs, ein Maler aus Ingolstadt lebt schon seit langem mit seiner Familie dort. Das Bezirksamt Reinickendorf als Erbe der berühmten Künstlerin vertraute ihm viele Jahre lang Haus und Garten an. Inzwischen konnte er es von der Stadt Berlin kaufen. „Sechs Stunden musst du täglich in den Garten“, hat Hannah Höch einmal gesagt. Johannes Bauersachs hält das nicht für übertrieben. Trotz des winzigen Grundstücks und der nach und nach immer näher gebauten Häuser ringsum kann ihm niemand auf den Teller schauen. Genau so hatte Hannah Höch ihre Gartenbilder angeordnet: die prachtvollen Rosenbögen, die Büsche und Stauden.
(mehr von Inge Ahrens im Tagesspiegel)
Hannah Höch war meine Tante und es gibt keinen Garten, der so sehr mein Onkel ist wie dieser.
Ohne diesen Garten kann HH überhaupt nicht verstanden werden.
Beide Zitate sind von Peter Carlsberg, Neffe der HH, von der dem Buch
G. Sturm, J. Bauernsachs
Ich verreise in meinen Garten
Der Garten der Hannah Höch
Stapp Verlag Berlin, 2007
beiliegenden DVD „Diptam Baumzingel Bunter Mohn“.
ZUZUKU
Sonntag, Juni 1st, 2008ZUZUKU ist eine interessante Website zu modernen Skulpturen im öffentlichen Raum in Deutschland und zu einigen Skulpturenparks in Europa.
ZUZUKU braucht Hilfe. 1961/63 fand in Berlin ein Bildhauersymposium statt. Die Ergebnisse sind – vor einigen Jahren restauriert – heute noch auf der Wiese neben dem Bundeskanzleramt ausgestellt.
Wer kennt die Bildhauer dieser Werke?
Bülowstraße
Samstag, Mai 31st, 2008Bruno Möhring ist ein bedeutender Architekt des Jugendstils in Deutschland. Um 1900-1901 entstand die Station Bülowstraße der Berliner Hochbahn.












