Archive for the ‘Ausstellungen’ Category
Corner Space
Freitag, Januar 17th, 2014Knallrote Graffiti
Donnerstag, Januar 16th, 2014Knallrote Graffiti! Eine Dose Farbspray in der Hand, schreitet Nasan Tur tatbereit auf eine weisse Wand zu. Dort landen nun eins ums andere Wörter, die der 1974 in Offenbach geborene und an der Frankfurter Städelschule ausgebildete Künstler als polyglotter Wanderer in der städtischen Wildnis Berlins gesammelt hat: «Sandra ich liebe Dich», «PKK PKK», «Massakka», «Understand?», «Du bist Deutschland», «Tarik seni seviyorum», «Dream Survive». Weil der Platz nicht ausreicht für all die Flüche, Seufzer, Liebeserklärungen und Polit-Slogans, schichten sie sich bald übereinander; schon weiss man nicht mehr, was da türkisch oder deutsch sein soll. Leere Spraydosen sammeln sich am Boden, die Wand leuchtet röter und röter, dem Künstler wird warm. «Vorsicht Krisengebiet»: Da ist die Fläche bereits ganz bedeckt mit Farbe – ein hitziges Feld mit von Schriftzeichen ausgefransten Rändern, in dessen kunsthistorischer Ahnenreihe man Alexander Rodschenkos monochrom rotes Tafelbild «Chistyi krasnyi tsvet» (1921) aus dem Moskau der heroischen Jahre kurz nach der Oktoberrevolution erahnt.
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Ein bestimmter Typus von Arbeiten kann durchaus von einem Ort zum nächsten wandern, vorausgesetzt, er gehorcht bestimmten präzisen Regeln oder Gebrauchsanweisungen. Das ist der Fall bei den Arbeiten, die sich „wiederaufführen“ lassen, wie sich zum Beispiel ein Musikstück wiederaufführen lässt. Das bedeutet auch, dass die konkrete Auslegung die ursprüngliche Anordnung modifizieren kann. Diese neue Ausdeutung, diese Veränderungen … kommen schlicht durch den neuen Ort zustande, an dem das Werk wiederaufgeführt wird.
(Daniel Buren)

Nurs Arbeit spiegelt sich im Hamburger Bahnhof in einem Scherben von Michelangelo Pistoletto
Das Kapital (oder Kapitahl, oder Khaphithal, oder auch Kaapitaal) überrascht einen eben immer wieder.
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Backjumps – Christmas Special
Samstag, Dezember 14th, 2013Silly Lily
Donnerstag, Dezember 12th, 2013Thomas Schütte allerorten. Längst ist das intensive Werk des Düsseldorfer Bildhauers so groß geworden, dass es nur mehr in Ausschnitten gezeigt werden kann. Im Folkwang Museum in Essen sind die „Frauen“ zu sehen, im Kunstmuseum Luzern die „Houses„, in der Fondation Beyeler die „Figuren„.
(Hans-Joachim Müller in der Kunstzeitung 12/13, Nr. 208)
und natürlich hier.
40 Jahre Galerie Max Hetzler
Samstag, Dezember 7th, 2013Von der Ästhetik des Minimalen bis zum Maximum des Erfolgs: Max Hetzler hat mit seiner Galerie Kunstgeschichte gemacht. Jetzt wird sie vierzig Jahre alt. Und seine Künstler feiern ihn. Nur Jeff Koons hatte etwas besseres vor.
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Seit Jahrzehnten verkauft der Berliner Galerist Max Hetzler Kunst für sechs- und siebenstellige Summen. Aber wenn es darauf ankommt, tut es auch ein Ausstellungskatalog für 40 Euro. Zu Besuch bei einem der leidenschaftlichsten Kunstbuchsammler Deutschlands
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Alignment of values
Sonntag, Dezember 1st, 2013Der mozambikanische Künstler Gemuce setzt sich mit dem Problem von Verhandlung und Kommunikation auseinander, sei es zwischen Individuen oder zwei sich gegenüberstehenden Welten. Zur Darstellung dieser wählt er die Mauer als zentrales Motiv seiner 15-teiligen Ölgemäldeserie Alignment of Values. Als universale Metapher symbolisiert sie nicht nur die Trennung dieser Welten, sondern eine allgemeine Distanz zwischen Menschen, die es ihnen erschwert, einander zu verstehen.
The circle walked casually
Freitag, November 29th, 2013Der Brief
Donnerstag, November 28th, 2013Uwe Wittwer in der Galerie Judin
Den Brief, dem die Ausstellung ihren Titel verdankt, verfasste eine Großtante des Künstlers im Jahr 1921. Dass er, von einer Generation zur nächsten durchgereicht, fast ein Jahrhundert später als Großformat an einer Galeriewand hängt, zeugt von einer Bedeutung, die über seinen Inhalt hinausreicht. Wittwer hat den Brief gespiegelt und so ein unmittelbares Lesen durch den Betrachter verunmöglicht. Der Effekt, dass aus der Schrift ein Bild wird, verstärkt sich noch durch die Wahl des Ausschnitts und die Betonung des Falzes. Der Brief gesellte sich erst spät zu den anderen Werken der Serie. Das Original hing zwischen anderen Dokumenten und Fotografien an der Pinnwand im Atelier – und passte irgendwann in die Stimmung des Künstlers beim Malen.
(hier)




























