Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

Ein bißchen Ruhe

Sonntag, Januar 10th, 2010

Das war noch nie da. Ein ganzes Wochenende lang sind wir nicht auf Kunsttour in Berlin gewesen. Mit dem Schnee haben wir uns ein bißchen Ruhe gegönnt.
Wir sind zwar Abenteurer, aber S-Bahn- oder Regionalbahnfahren bei dem Wetter ist uns dann doch zu waghalsig.

Ein bißchen Ruhe
Max Ernst, Un peu de calme, 1939

Bäume
Zwischen Wildau und Königs Wusterhausen

Das Bild von Max Ernst erinnert an die Meldung der Woche: Kommt die Sammlung Pietzsch nach Berlin?
(Die Ausstellung Bilderträume. Die Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch in der Neuen Nationalgalerie endet heute.)

Das Herrbarium

Sonntag, Januar 3rd, 2010

Herrbarium4

Das Herrbarium – eine herrliche Aufstellung

Herrbarium5

Herrbarium7

Eva Kretschmer und Ulrike Olms beschäftigten sich ein Jahr lang mit der von ihnen erfundenen Pseudowissenschaft der „Herresie“, die zu verstehen ist als Erfassung, Typisierung und Charakterisierung der Herren-Spezies. In Anlehnung an die wissenschaftliche Pflanzensammlung eines Herbariums, wurden Herren gepflückt, gepresst (herrbarisiert), katalogisiert und gesammelt im eigens entworfenen „Herrbarium“.
Die Herren werden in Schaukästen, Vitrinen und auf Schautafeln gezeigt. Auf mehr als 15 Bestimmungstafeln werden Herrentypen von bisher 20 erfassten Herrenarten beschrieben. Ein Gattungsschema gibt die Verwandtschaften und Verbändelungen der Spezies wieder. Eine Verbreitungskarte verzeichnet das Vorkommen der unterschiedlichen Herren.
Zahlreiche Skulpturen und Objekte werden gezeigt, darunter eine Bartsammlung. Eine Herrenwohnung wird in einem Aquarium anschaulich installiert. Eine Hörstation gibt Herrenmusik und Herrengeräusche wieder. Die Ausstellung vermittelt zudem Einblicke in die Laborarbeit der beiden Forscherinnen. Gerätschaften und Instrumente des Sammelns und Untersuchens werden ebenso gezeigt wie Karteikästen, Skizzen oder wissenschaftliche Korrespondenz.
(mehr hier)

Herbarium1

Kleins Fontane im Märkischen Museum

Dienstag, Dezember 29th, 2009

Fontane

Max Klein
Denkmal Theodor Fontane, 1908/10
Das am 7. Mai 1910 enthüllte Monument stand ursprünglich am Rand des südlichen Tiergarten … Es ist das letzte große Denkmal, das im Kaiserlichen Berlin zu Ehren eines Dichters errichtet worden ist. In Theodor Fontane ehrt das Stadtmuseum den „heimlichen Hausgott des Märkischen Museums“, wie der ehemalige Direktor Walter Stengel es 1930 formulierte.
(Museumstext)

Hier ist Berlin!

Sonntag, Dezember 27th, 2009

Nicht nur den klassischen Flaneur, auch den heutigen Touristen lädt Berlin zum Spazieren, Verweilen und Entdecken ein. Anlass genug, sich der Metapher des Stadtspaziergangs zu bedienen, bevor 2012 im ehemaligen Marinehaus am Köllnischen Park die vollständige Berliner Geschichtsausstellung präsentiert wird.
(mehr hier und im Märkischen Museum)

Berolina

So sah sie aus, die Berolina auf dem Alexanderplatz.

Kunst und Kalter Krieg

Sonntag, Dezember 20th, 2009

Kunst und Kalter Krieg

Kunst und Kalter Krieg
Deutsche Positionen 1945 – 1989

Die Internationale Vereinigung der Kunstkritiker hat die Schau „Kunst und Kalter Krieg Deutsche Positionen 1945-1989“ mit einem Preis geehrt. Das Deutsche Historische Museum in der Bundeshauptstadt gab noch bekannt, dass der Preis mit „deutschem Thema“, in der BRD zum ersten Mal vergeben wurde. (hier)

Wie deutsche Kunst den Kalten Krieg erlebte (Ulf Poschardt in der Welt, hier)

Rezension der Ausstellung (und des Katalogs) von Ruth Heftrig, hier

Das Dilemma der Dinge

Samstag, Dezember 19th, 2009

Galerie Krobath jetzt auch in Berlin, Marienstr. 10

In der neuen Dependance der Wiener Galerie zeigt Fritz Panzer Drahtskulpturen, die Umsetzungen seiner großformatigen filigranen Zeichnungen von Gegenständen und Innenraumdetails in die dritte Dimension sind.

Rolltreppe

1998 übersiedelt Panzer … nach Berlin, und betätigt sich als „Stadtzeichner“ für die Berliner Zeitung. „Stadtblicke“ heißt die Kolumne, für die er unpathetische, bescheidene Notizen vom Berliner Leben zeichnet, mit prägnanten Umrisslinien die Konturen einer Stadt vermisst. Seit dem Jahr 2000 wohnt Panzer wieder in Wien, und seit damals entstehen ungezählte kleine Skizzen und große, fast lebensgroße Arbeiten auf Papier. Eine davon ist programmatisch: Panzer zeichnet sein Wohnzimmer – vollgeräumt ist es mit seinem bestimmenden Material, den Papierrollen – und er erzählt, dass „Im Wohnzimmer“ jenes Blatt sei, bei dem ihm erstmals der Gedanke kam, dreidimensional zu zeichnen, die Fläche zu verlassen und in den Raum aufzubrechen.

Als Material boten sich ein paar Rollen Flachdraht an, Restbestände aus den Prenninger Industriehallen, und auch das Thema kam aus der alten Heimat: die „Prenninger Küche“ entsteht, komplett mit Herd und Abzugshaube, Küchentisch, Regalen und Fliesen. Die Abtropftasse voll mit Geschirr, in der Spüle liegen Pfannen und Teller, hinter dem über Putz geführten Elektrokabel stecken Urlaubspostkarten. Panzer biegt den Draht, um ihn in Form zu bringen, er biegt sich die Volumina zurecht und wickelt Verstärkungen entlang der Umrisslinien von Möbeln und Gerät. Der Wickeldraht ist dünner als der Formgebende und bleibt oft lässig unversorgt in der Luft hängen, wobei sich eine informelle Parallelstruktur zur Matrix bildet.
(mehr hier, Text von Brigitte Huck)

Istanbul next wave (III)

Freitag, Dezember 11th, 2009

Sechs Positionen kritischer Kunst aus Istanbul
Akademie der Künste, Hanseatenweg

Altan Gürman
Balkan Naci Islimyeli
Bedri Baykam
Halil Altindre
Sukran Moral
Irfan Onurmen

The monument of direct democracy
Halil Altindere, 2009

Istanbul next wave (II)

Donnerstag, Dezember 10th, 2009

Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel
AdK, Pariser Platz

Boden unter meinen Füßen

Junge Kunst aus Istanbul hat in Berlin derzeit ein Präsenz wie noch nie
(Die Bosporus-Welle, Thea Herold in der Berliner Zeitung)

Sie sind gekommen

Yesims Gedicht fing so an: „Sie sind gekommen.“. Es lag, gedruckt auf gelbes Papier, in zahllosen Exemplaren zum großen Stapel aufgetürmt am Boden und jeder sollte eins mitnehmen. Geschrieben hatte es die junge Türkin Yesim Agaoglu. Geboren 1966 in Istanbul, studierte sie zuerst Archäologie und danach Kommunikation. Ihre literarischen Arbeiten sind oft interaktiv und lassen sich deshalb längst auch als Performance oder Happening beschreiben. Sogar als filmische Skulpturen.

Nester zivilen Ungehorsams

Sonntag, Dezember 6th, 2009

Baumhaus

Der japanische Künstler Tadashi Kawamata schafft mit seiner Installation „Berliner Baumhäuser“, die aus dem Haus in die Bäume des Parks ausgreifen, Nester zivilen Ungehorsams. Seine Konstrukte verkörpern das menschliche Bedürfnis nach Schutz und Individualität. Er hat bereits den urbanen Ort wie Madison Square Garden in New York mit seinen tree huts bespielt. Seine Baumhäuser stehen für das Gegenteil standardisierter Architekturen und so eignet er sich die modernistische Kongresshalle vom Haus der Kulturen der Welt an.

Sonderführung

Donnerstag, Dezember 3rd, 2009

Laabs
Hans Laabs, Pepes Restaurante, 1969

In einer Sonderführung für den Förderverein der Berlinischen Galerie zeigte uns Jörn Merkert einige Juwelen der Sammlung: Bilder von Hans Laabs, dem Meister der „heiteren Melancholie“ und Werke des Pioniers konstruktiver Eisenbildhauerei Hans Uhlmann. Er führte nach dem Krieg das Schweißgerät als Handwerkszeug des Bildhauers und an der Kunshochschule ein.

Dachskulptur
Dachskulptur auf der Philharmonie von Hans Uhlmann