Archive for the ‘Public Art’ Category

XOOOOX

Montag, September 8th, 2008

 xoooox

Streetart by xoooox

It seems that the street/urban art is getting all international attention, and it’s not that „underground“ with many legal big events officially held. How do you feel about it? Also, please tell us about how you feel on the street art in Berlin now.
At the moment it is a big bubble which will hopefully burst very soon. It is blown up by media, advertising and book publishers that attracted a great deal of attention at street art. But you still have to develop your style of expression and it would be too easy to say “I stop doing street art, because of the trend”. Berlin has the typical street art spots with a lot of paste ups but I like more the classical writing scene with the huge street bombings and the masses of tags.
(more)

Redspective

Janus

Freitag, September 5th, 2008

Großer Janus II
Großer Janus II, Fritz Koenig, 1985-1995 (Berlin)

Janus´ Herkunft ist unterschiedlich gedeutet. Mal gilt er als Sohn von Apollo und Kreuse, der Tochter des Königs Erechtheus von Athen. Neben diesen jungen Mythos heißt es auch, er sei Sohn des Uranos (oder Coelus) und der Hekate oder er gilt als Sohn des Saturn und der Entoria.
Seine Gattin war seine Schwester Kamese, die er aus seiner Heimat Perrhaebia mitbrachte. Mit ihr ist er Vater der Olisthene. Eine Liebschaft war die Nymphe Krane bzw. Crana. Mit ihr ist er Vater des Königs von Alba Longa.
Als historische Persönlichkeit soll Janus ein altitalischer König gewesen sein, der 150 Jahre vor Aeneas von Perrhaedia nach Italien gelangt war, etwa um die Zeit des biblischen Richters Ehud, nach biblischer Zeitrechnung im 2625. Jahre (nach HEDERICH, Sp. 1322).
(Das Schwarze Netz)

Fritz Koenig
Skulptur von Erich Hauser vor der Neuen Pinakothek (München)

Lange Nacht

Samstag, August 30th, 2008

Römischer Feldherr

Heute – auch in der Abguss-Sammlung antiker Plastik – Lange Nacht der Museen.

Eine Wand für Neue Musik

Dienstag, August 26th, 2008

Sinfonieorchester

An der Außenwand des Probenraumes des Symphonieorchesters Schleswig-Holstein ist das Fassadenobjekt Eine Wand für Neue Musik von Hansjörg Schneider zu sehen.
Das Objekt visualisiert ein Musikstück des Komponisten Ramon Haubenstock-Ramati. Die 1958 entstandene Partitur Mobile für Shakespeare ist ein Stück für eine Sängerin und verschiedene Musik- und Geräuschinstrumente und kann als musikalisches Mobile verstanden werden. Aus dieser Partitur wählte der Künstler ein Segment, das eine Notation für Klavier enthält. Die Zeichnung der Noten wird in ein räumliches gitter übertragen. Aus der Fläche entwickelt sich ein dreidimensionales Netz aus leicht nach vorne gebogenen Ebenen.
(aus dem Museumsflyer)

Adolf Brütt

Montag, August 25th, 2008

Adolf Brütt gestaltete die Siegesallee-Gruppen König Friedrich Wilhelms II. (1900) und Markgraf Ottos des Faulen (1899).

Otto der Faule
Karikatur des Standbilds von Markgraf Otto dem Faulen, Lustige Blätter, 1899

Mit der Gruppe Ottos des Faulen war Brütt nach übereinstimmendem Urteil keine dankbare Aufgabe zugefallen. Der letzte Wittelsbacher gehörte zu den unrühmlichen Herrschern und wurde von den meisten Zeitgenossen nicht als würdig erachtetet, in die Fürstengalerie aufgenommen zu werden. Indem Brütt den Beinnamen Ottos in den Mittelpunkt seiner Interpretation stellte und den Fürsten „in der ganzen Majestät seiner Faulheit“ präsentierte, machte er das Beste aus seinem Auftrag.
(Uta Lehnert in Der Kaiser und die Siegesallee)

Mommsen
Mommsen-Denkmal vor der Humboldt-Universität, 1909

Das in Weimar entstandene marmorne Sitzbild Theodor Mommsens (Brütt, 1909) ist Hintergrund von Heiner Müllers Langgedicht „Mommsens Block“ anlässlich dessen Rückführung an seinen alten Standort vor der Berliner Humboldt-Universität.

Ertrunken
Der Fischer („Gerettet“), 1887 (Flensburg)

Der Fischer von Adolf Brütt war auf zwei Weltausstellungen zu sehen, 1893 in Chikago und 1904 in St. Louis. Erworben von der Berliner Nationalgalerie steht sie heute als Leihgabe auf den Flensburger Museumsberg.

Auf einen Rotspon in Lübeck (1)

Montag, August 11th, 2008

StKatharinen

1929 begann Ernst Barlach auf Anregung des Lübecker Museumsdirektors Carl Georg Heise mit den Entwürfen für ein Skulpturenensemble für die Nischen in der Westfassade [der Katharinenkirche] unter dem Titel „Gemeinschaft der Heiligen“. Bis 1933 konnten jedoch nur drei Klinker-Statuen durch die Ilse Bergbau AG ausgeführt werden: Frau im Wind, Bettler und Singender Klosterschüler. Heise, der 1933 entlassen wurde, ließ die Figuren kurz darauf verstecken, um sie zu schützen. Nach Kriegsende vollendete Gerhard Marcks den Fries bis 1949 in eigenen Formen mit den Figuren: Christus als Schmerzensmann, Brandstifter, Jungfrau, Mutter und Kind, Kassandra und Prophet.
Barlach hat absichtlich die Proportionen der Figuren dergestalt abgeändert, dass die obere Körperhälfte verlängert ausfällt und die Köpfe leicht vergrößert dargestellt werden, m.a.W. die Beinlänge wirkt etwas zu kurz. Der perspektivische Grund liegt darin, dass die Skulpturen weit oben in der Fassade ihren Platz finden: der Betrachter nimmt daher in der relativ schmalen Straße die Figuren nie in Augenhöhe in natürlicher Größe wahr, sondern immer von der gegenüberliegenden Straßenseite schräg von unten in die Höhe blickend. Figuren mit normalen Körperproportionen würden aus einer solchen Perspektive nach oben hin verkürzt wirken, was Barlach durch seine Proportionsänderungen ausgleicht.
(Wikipedia)

St. Katharinen

St. Katharinen

Von den sechs Modellen, die [Barlach] für die Katharinenkirche anfertigte, realisierte er zwischen 1930 und 1932 lediglich drei Figuren: den „Bettler“ (1930), den „Sänger“ (1931) und die „Frau im Wind“ (1932). Sie entstanden nach Vormodellen aus Gips als Klinkerbrand, um sie in die Nischen der Fassade der Backsteinkirche zu integrieren. 1932 wurden die drei Figuren im Chor der Katharinenkirche aufgestellt.
(mehr zur Geschichte der Figuren gibt es hier)

SP38

Mittwoch, August 6th, 2008

Slaves
SP38

Könnte man sagen, dass Du einer der Väter des Streetart in Berlin bist?
Als ich hier ankam, da gab es kaum etwas in der Straße und es gab viel zu tun in den Bezirken wo früher Osten war. Ich weiß nicht genau, wie das vorher in Westberlin war. Ich denke, da gab es viel Grafiti. Aber mit den angeklebten Postern war ich vielleicht einer der ersten. Berlin eignet sich gut für Streetart. Es gibt immer wieder Erneuerung, es ist ein gutes Zusammenspiel. Alles passt gut zusammen und es gibt nicht schlecht viel Platz. Einige blöde Sachen gibt’s natürlich auch.
(ein Interview)

Prinz Albrecht

Montag, Juli 28th, 2008

Schnittig

Das Prinz-Albrecht-Denkmal wurde am 14. Oktober 1901 in Charlottenburg enthüllt. Es entstand als Gemeinschaftsarbeit des Bildhauers Eugen Boermel und des Malers und Bildhauers Conrad Freyberg. Freyberg war im deutsch-französischen Krieg Regimentskamerad des Prinzen Albrecht gewesen. Dargestellt ist der jüngste Bruder Kaiser Wilhelms I. im Habitus eines Reitergenerals mit hohen Stulpenstiefeln in bequemer Haltung.
Das Denkmal war dem 1872 verstorbenen Prinzen „als fürstliche(m) Reiterführer und ritterliche(m) Prinzen in Untertänigkeit und treuer Verehrung gewidmet von seinen Kameraden 1901“. Die Reliefs am Denkmalsockel schildern bewegte Szenen aus den Feldzügen Albrechts (Feldzug Prenois am 31. August 1870 und Feldzug von Orgeres-Loigny am 2. Dezember 1870), die auf den Maler C. Freyberg als beteiligten Augenzeugen zurückgehen.
(Sibylle Einholz im Katalog Ethos und Pathos – Die Berliner Bildhauerschule 1786-1914, 1990)

31. August 1870

Robert-Koch-Forum

Dienstag, Juli 15th, 2008

Robert-Koch-Forum
Eingang zum Robert-Koch-Forum, oben die Reliefs von Albrecht von Haller und Johannes Peter Mueller

In den Jahren 1873-83 ist auf Initiative des Physikers Hermann von Helmholtz der ausgedehnte Komplex Dorotheenstraße 94/96 für die naturwissenschaftlichen, medizinischen und technischen Institute der Friedrich-Wilhelm-Universität auf dem trapezförmigen Gelände zwischen Dorotheenstraße und Reichtagsufer errichtet worden.

In zwei Erdgeschossräumen, deren bauzeitliche Möblierung fast vollständig erhalten ist, befindet sich die Gedenkstätte für Robert Koch, der 1882 im großen Hörsaal seinen Vortrag über die Entdeckung des Tuberkelbazillus hielt.
(aus: Denkmale in Berlin – Ortsteil Mitte, Michael Imhof Verlag)

Helmholtz
Helmholtz von Ernst Herter vor der Humboldt-Uni

Mueller
Mueller-Standbild von Richard Ohmann (Haupteingang Naturkundemuseum)

Hitze

Mittwoch, Juli 2nd, 2008

 Sonnenbad
Sonnenbad, Alfredo Ceschiatti, Hansaviertel

Das Schönheitsgefühl wird durch den Grad der ruhigen Beschauung hervorgerufen, der Verdauung durch das Auge, wie Wobster in seinen Schriften über das Schöne behauptet.
(Ror Wolf in: Tranchirers letzte Gedanken über die Vermehrung der Lust und des Schreckens, Anabas 1994)