Gleich geht diese Tür zum Saal auf und wir sehen Inside Llewyn Davis.
Archive for the ‘Berlin’ Category
Inside Kino International
Freitag, Dezember 13th, 2013Auguste
Montag, Dezember 9th, 2013Günther Förg
Sonntag, Dezember 8th, 2013Er brachte die Minimal Art zum Tanzen: Jetzt ist der Künstler Günther Förg mit 61 Jahren gestorben
(hier)

Ohne Titel, 1997 (Skulpturenpark Köln)
Die Skulpturen von Förg lassen sich im Umschreiten erfahren und stehen als Zeichen nicht im Wege, sondern grüßen wie Verbündete in einem undurchsichtigem Gelände, zu dem die Moderne ausgewachsen ist. (Siegfried Gohr)
Rudolf Lorenzen
Samstag, November 30th, 2013Die Gesellschaft musste reif für ihn werden: Der Berliner Schriftsteller Rudolf Lorenzen erlebte erst zu seinem 80. Geburtstag die Anerkennung, die ihm gebührte. Jetzt ist er fast 90-jährig gestorben.
(mehr hier)

Bild aus: „Die Hustenmary“ Verbrecher Verlag 2012
Lorenzen war in den 60er und 70er Jahren ein Teil der Berliner Boheme, er bewegte sich zwischen der Gruppe um Günter Bruno Fuchs, Robert Wolfgang Schnell und der Galerie Zinke, trank mit Kurt Mühlenhaupt und beteiligte sich an den komischen Aktionen der Schule der Neuen Prächtigkeit um die Maler Johannes Grützke und Matthias Koeppel, mit denen er etwa unter Polizeischutz die „Erstbesteigung des Schönebergs“ wagte.

In der Mitte, gefühlt so etwa in Schöneberg, prangt ein fetter roter Punkt: „Sie sind hier“.
Die Hustenmary – Streifzüge durch ein rührend biederes Westberlin
B wie Bofinger
Montag, November 18th, 2013Gedenktafel Wilhelm Sült
Donnerstag, November 14th, 2013
Genktafel am ehemaligen Kraftwerk Rummelsburg, Rummelsburger Landstr. 2, Berlin-Oberschöneweide
Wilhelm Sült (*1888; †2. April 1921 in Berlin) war Gewerkschafter und aktives Mitglied der KPD. In den Anfangsjahren der Weimarer Republik galt er als populärster kommunistischer Betriebsfunktionär Berlins. Magistrat und Unternehmern war er wegen seines starken Einflusses auf die Berliner Elektrizitätsarbeiter ein Dorn im Auge. Am 30. März 1921 wurde er von Polizeibeamten aus einer Vertrauensleuteversammlung heraus in Schutzhaft genommen und zwei Tage später im Polizeipräsidium am Alexanderplatz durch einen Schuss tödlich verletzt.
U-Bahnhof Fehrbelliner Platz
Sonntag, November 10th, 2013Der U-Bahnhof Fehrbelliner Platz ist eine Station der Linie U3 und der Linie U7 der Berliner U-Bahn. Er liegt im Ortsteil Wilmersdorf unter dem Fehrbelliner Platz. Die Station der U3 wurde am 12. Oktober 1913, die der U7 am 29. Januar 1971 eröffnet.
Das Joachimsthalsche Gymnasium
Samstag, November 9th, 2013Im Jahr 1880 bezog das Joachimsthalsche Gymnasium einen Neubau in der Kaiserallee 1–12 (heute: Bundesallee). Das Gebäude, das noch besteht, wurde zwischen 1876 und 1880 von dem Architekten Ludwig Giersberg (1824–1883) nach Plänen von Johann Heinrich Strack mit vorgelagertem Arkadengang und Terrasse errichtet. Formal ist es Bauten der italienischen Hochrenaissance nachempfunden; es steht in der Bautradition Karl Friedrich Schinkels.
Die Fassade wurde 1882 um bildnerische Schmuckelemente aus Sandstein ergänzt und in zwei Nischen, die jeweils 1500 Kilogramm schweren, Standbilder, nach einem Entwurf von Max Klein (1847–1908) Plato und Aristoteles eingebunden.

Johann Heinrich Ludwig Meierotto

Johann Albert Friedrich August Meineke
Vor dem Gebäude stehen zwei Ginkgo-Bäume.
S21
Montag, Oktober 21st, 2013Unter der Bezeichnung S21 wird ein Projekt geführt, mit dem mittelfristig eine zweite Nord-Süd-Strecke der Berliner S-Bahn realisiert werden soll. Diese dient unter anderem zur besseren Anbindung des Berliner Hauptbahnhofs.
Zwei Wochen in Lissabon (5)
Mittwoch, Oktober 9th, 2013Heute eroberten wir spiralförmig den Burgberg (Castelo de São Jorge). Unser Ausflug dauerte sieben Stunden.
In der Geschichte der Sträßchen von Lissabon gab es eine Zeit, in der sich hinter geschlossenen Türen etwas ziemlich Ungewöhnliches zutrug. Die Leute, die sich auf der Straße begegneten, wussten nicht so recht, woher die Seufzer kamen, die eine lärmende Schar, eingeschlossen in vier Wänden, von sich gab. Es ging um ein krankhaftes Bedürfnis, ein Leben zu führen, wie es nur Dichter kennen – ein Spaziergang durch die Parallelwelt der Schlafwandler, die in unsere Zeiten einfielen.
(Claudia Galhos, In den Nebeln des Castelo de Sao George)
Im Reiseführer steht, dass sich die Schauspieler in Lissabon vor einer Aufführung „Viel Scheiße“ (muita merda) zurufen. Wenn früher viele Pferdekutschen vorfuhren, war das Theater gut gefüllt. Die Einnahmen der Theatermacher waren direkt proportional zur Anzahl der Pferdeäpfel auf dem Theatervorplatz.
Bei unseren Spaziergängen durch Lissabon würden wir uns „Wenig(er) Scheiße“ wünschen, dabei geht es heute nicht mehr um Pferdemist, sondern um Hundekacke.
So viele Hundehaufen gibt es nicht mal auf den viel breiteren Fußsteigen in Neukölln.
Die Anzahl der Hundehaufen ist indirekt proportional zur Spaziergangslust.
Wie das hier mit der Müllabfuhr geregelt ist, haben wir noch nicht herausbekommen. An jeder Straßenecke, vor manchen Haustüren stehen Mülltonnen. Daneben liegen Müllsäcke, die immer mehr werden, bis sie plötzlich weg sind. Kommt nachts ein bucklicht Männlein? Natürlich sind die Müllsäcke nicht immer gut verschlossen oder werden auf die eine oder andere Art beschädigt. Der herausquellende Unrat verteilt sich auf den Straßen. Diesen Mist räumt nur der Regen weg, nein, um.
Wir wissen immer noch nicht, wohin mit unserem Müll. Sollen wir ihn auch dem bucklicht Männlein anvertrauen oder dem Regen? Heute hat es zwei Stunden geregnet. Die Straßen glänzen, sind aber nicht sauber.
Obwohl unserer Apartment im Dachgeschoss (5. Etage) sich tagsüber kräftig aufheizt, müssen wir mit geschlossenen Fenstern schlafen. Die Flugzeuge donnern auch nachts über die Altstadt (wir wohnen im Bezirk Baixo Alto), die große Brücke über den Tejo brummt vor sich hin und die Kneipen in unserer Straße haben bis frühmorgens geöffnet. Die Gespräche der angeheiterten Gäste dringen bis in unserer Schlafzimmer vor.
Ich werfe die leere Streichholzschachtel in den Abgrund der Straße, über das Sims meines hohen balkonlosen Fensters. Ich erhebe mich von meinem Stuhl und lausche. Deutlich, als habe dies etwas zu bedeuten, hallt die Streichholzschachtel auf der Straße wider, und ich weiß, sie ist menschenleer. Kein anderes Geräusch ist vernehmbar, nur der Geräuschpegel der Stadt.
(Pessoa, 102)
Ein Sonnenuntergang ist ein intellektuelles Phänomen.
(Pessoa, 75)


































