Archive for the ‘Berlin’ Category

Keiner da!

Dienstag, Mai 5th, 2009

Berliner Fresko

Klingeln hat keinen Zweck. In der(n) nächsten Woche(n) ist keiner zu Hause, deshalb gilt auch das hier.

Balkon Nr. 29

Samstag, Mai 2nd, 2009

Berliner Balkon Nr. 29

Dort

Metopenfries am Brandenburger Tor

Dienstag, April 28th, 2009

Metope 01

Und so begann der Streit der Kentauren mit den Lapiten:

Mit Hippodame hielt Hochzeit des verwegnen Ixion
Sprößling und hieß zum Schmaus an gereiht dastehenden Tischen
Lagern das Wolkengeschlecht in baumumschatteter Grotte.

Jetzt auch naht, umringt von der Menge der Mütter und Töchter,
Herrlich in Schönheit, die Braut. Wir priesen Pirithous glücklich,
Daß sein solch ein Weib; doch fast war vergebens der Glückwunsch.
Denn dir, Eurytus, glüht, dem grausestens von der Zentauren
Grausem Gezücht, die Brust wie von Wein so auch von der Jungfrau
Anblick, und es beherrscht dich der Rausch, von Begierde verdoppelt.
Lärmend auf einmal stören das Mahl umstürzende Tische,
Und an den Haaren gefaßt und geraubt wird frech die Vermählte.
(Ovid Metamorphosen, XII)

Metope 04

Hier gibt es nach und nach Bilder vom ganzen Fries.

Die Bemerkung von Langhans, das Thema sei „vom griechischen Original genommen“, bezieht sich zweifelsohne auf den Metopenfries des Parthenons auf der Athener Akropolis.

Die Gesamtzahl von 32 Metopen der Südseite des Parthenons wurde getreu zu je 16 auf beide Seiten des Tores verteilt und fast ausschließlich der Darstellung von Kentaurenkämpfen gewidmet.
(Das Brandenburger Tor 1791 – 1991 Eine Monographie, Verlag Willmuth Arenhövel Berlin, 1991)

Metope 06

Geschichtspark

Samstag, April 25th, 2009

Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Berlin-Moabit

Bank

Nachempfindung einer Zelle in Originalgröße als begehbare Skulptur mit Klanginstallation Klopfzeichen von Christiane Keppler (Gedichte von Haushofer)

Schatten

Stadtlyrik

Freitag, April 24th, 2009

Leuchtturm

Stadtlyrik 02

Puppenklinik Zitadelle Spandau

Donnerstag, April 9th, 2009

„Ich glaub, wir lassen still die Puppen stehen als Dokumente einer großen Zeit“ – so lauten die letzten Zeilen des Gedichts „Bruch“, das der Schriftsteller Kurt Tucholsky 1918 verfasste. Die Puppen, wie die Berliner despektierlich jene 32 überlebensgroßen Denkmäler fast aller brandenburgisch-preußischen Herrscher bezeichneten, standen früher mal in der Siegesallee im Tiergarten. 750 Meter war die Allee lang und „voll mit Spielzeug“, spotteten damals die Berliner. Die Standbilder wurden später von den Alliierten abgeräumt, die meisten konnten gerettet werden und lagern seitdem in einem Senatsdepot.
Dort bleiben sie nun nicht länger. Spätestens Anfang Mai werden 26 Figuren und 40 Büsten der Siegesallee auf die Zitadelle Spandau gebracht und dort zunächst restauriert, sagte gestern der Spandauer Kulturstadtrat Gerhard Hanke (CDU). In etwa drei Jahren dann werden die Skulpturen Teil der neuen Ausstellung „Berlin und seine Denkmäler“ auf der Zitadelle. Dafür wird jetzt das ehemalige Magazingebäude als Museum hergerichtet. Zugleich wird das Kasernengebäude ausgebaut.
(mehr hier von Uwe Aulich in der Berliner Zeitung)

Einige sind schon seit einiger Zeit in Spandau kaserniert:

Graf Rochus zu Lynar
Graf Rochus zu Lynar

Friedrich Wilhelm IV
Friedrich Wilhelm IV

Markgraf Albrecht der Bär
Markgraf Albrecht der Bär

In den Kunstspaziergängen gibt es eine 18teilige Serie zu den Skulpturen der Siegesallee. Hier ist Teil 18 und dann immer auf die Seriennummer klicken!
Ansonsten habe ich hier, hier, hier und dort noch etwas zu den Skulpturen und Künstlern der Siegesallee.

Design als Kunst

Montag, März 23rd, 2009

Wire Island

Das Wire Island ist von Werner Aisslinger, dem urbanen Inselspezialisten: Hier sein Loftcube Projekt.

Möbelentwürfe von Werner Aisslinger stehen in den Sammlungen des MoMA in New York, der Münchner Pinakothek der Moderne und im Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Mit dem Berliner Designer sprach Nora Sobich über sein neuestes Projekt – das kollageartig aus ausrangierten Büchern gebaute Regalsystem „books“ –, über Industriedesign in Deutschland und den Hype um Design als Kunst.
(mehr hier)

Was werden wir in diesen Frühlingstagen tun?

Mittwoch, März 18th, 2009

Knospen

Zerstreutes Hinausschauen

Was werden wir in diesen Frühlingstagen tun, die jetzt rasch kommen? Heute früh war der Himmel grau, geht man aber jetzt zum Fenster, so ist man überrascht und lehnt die Wange an die Klinke des Fensters.
Unten sieht man das Licht der freilich schon sinkenden Sonne auf dem Gesicht des kindlichen Mädchens, das so geht und sich umschaut, und zugleich sieht man den Schatten des Mannes darauf, der hinter ihm rascher kommt.
Dann ist der Mann schon vorübergegangen, und das Gesicht des Kindes ist ganz hell.

Franz Kafka

Frühling in Berlin

Die lasterhaften Straßen von Berlin

Dienstag, März 17th, 2009

Hund

Die lasterhaften Straßen von Berlin

Die Hüte lasterhafter Männer und die Hosen
die Röcke lasterhafter Damen und die großen
die großen lasterhaften Augen und die Blasen
die großen Blasen auf den lasterhaften Straßen

Auf den zerschlitzten Sitzen Blut und schwere Füße
der tiefe Morgenschmerz der Rost die Regengüsse
die roten Köpfe und die Windgeschwindigkeiten
der Kot die Wassernot der Sturm die Trockenheiten

Am Anfang nackt und blind wie kleine dicke Bohnen
wie dicke Bohnen nackt und blind auf den Balkonen
am Ende dick auf den Balkonen nackt und blind
der Wind drückt meine Stimme in den Mund: der Wind

1971 (Ror Wolf)

Schlesische

Schmetterling

Liebfrauenkirche

Montag, März 16th, 2009

Beschützte

Der Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker erbaute 1904/05 die dreischiffige Kirche in romanischer Stilfassung mit Doppelturmeingangsbau. Auf dem Vorplatz steht ein Marienbrunnen.

Gut gebrüllt