Archive for the ‘Ausstellungen’ Category
Shift
Dienstag, Mai 25th, 2010Gefühl ist Privatsache
Montag, Mai 24th, 2010Verismus und Neue Sachlichkeit

Hermann Nonnenmacher, Abschied 1928
Irgendwann erlebt jeder Mensch diesen Augenblick, diesen ohnmächtigen Schmerz des Unabwendbaren.
Eben waren sie noch eins. Jetzt löst sich ein Stück von dem anderen. Das Gesicht der Verlassenen ist flach und formlos vor Kummer, ihre Arme sind haltsuchend an den erstarrten Körper gepresst, die Schultern in weher Angst hochgezogen. Kein Gedanke mehr, nur noch dieser Blick, minutiös genau das Unfassbare erfassend: wie er den Kopf abwendet, den Fuß spannt zum ersten Schritt, der den Abstand schafft, die Trennung endgültig vollzieht.
Abschied.
(Margot Pfannstiel)
Vodou
Samstag, Mai 22nd, 2010In Berlin ist zum Beispiel die Armee der Bizango aufmarschiert – eine finstre Riege mannshoher Puppen, die den Mitgliedern des Geheimbundes einst symbolische Kraft verlieh. Heute stehen sie Spalier, wenn diese an rituell bestückten Altären etwas zusammenbrauen, und sie sind im Geiste dabei, wenn die Männer und Frauen losziehen in geheimer Mission
„Die sind nachts auf den Straßen unterwegs zu den Leuten, mit denen es Probleme gibt – wenn einer etwas gestohlen hat, wenn jemand gewalttätig wurde. Die haben die Möglichkeiten und das Wissen, diese Menschen zur Verantwortung zu ziehen, wenn sie sie gemeinsam für schuldig befunden haben. Sie tun das spirituell, aber auch ganz direkt. Sie ziehen durch die Straßen, schwarz-rot gekleidet, des Nachts, oder auch tagsüber während einer Art Karneval. Dann pusten sie etwa ein Pulver in Luft, und wenn das ein Schuldiger einatmet, dann fühlt er sich bald schlecht und muss sich Hilfe suchen.“
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Bet Your Sweet Life
Freitag, Mai 21st, 2010Schonung dürfen wir nicht erwarten. Diese Künstlerin ist hart drauf. Sie sieht die Welt, wie sie ist. Sie sagt dazu in Bildern, was sie denkt. Monica Bonvicini, die schon in den Neunzigern nach Berlin gekommene schmale, blonde, herbschöne Italienerin, teilt ihre Weltsicht und ihre Kommentare über das moderne Dasein aus in martialischen Formen. Und sie macht daraus mit unangestrengter Wirkung in der weitläufigen Galerie Max Hetzlers eine souveräne Kunsthallen-Einzelschau.
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Menzen & Mehnert
Sonntag, Mai 16th, 2010Karl Menzen und Frank Mehnert in der Ruine der Franziskaner Klosterkirche
Reduktion und Reduzierung bei Menzen (L. Hennings)
Michael Schoenholtz
Donnerstag, Mai 13th, 2010Michael Schoenholtz im Georg-Kolbe-Museum
Schoenholtz in den Kunstspaziergängen (hier und hier) und in meiner Fotosammlung
Wangechi Mutu
Sonntag, Mai 9th, 2010Wangechi Mutu in der Deutschen Guggenheim
Die gedankliche Aneignung von und das Nachdenken über Bilder gehen in Mutus Arbeit mit einer körperlichen Erfahrung einher: „Ich glaube, bei Künstlern sitzt das Gehirn in jeder Faser des Körpers, die man bei seiner kreativen Arbeit einsetzt.“ Die Bilder einer entfremdeten Welt transformiert Mutu in ihren Collagen zu etwas Eigenem, indem sie sie berührt, de facto als greifbares Material in Neuschöpfungen „verarbeitet“.
Have you ever really looked at the sun?
Samstag, Mai 8th, 2010Eine Doppelausstellung von Damien Hirst und Michael Joo in der Rehkeule.
Wunderbar
Freitag, Mai 7th, 2010Sandra Vasquez de la Horra in der Galerie Nolan Judin Berlin
Nach dem Zeichnen – in der Regel nur mit Bleistift, ganz selten auch mit Farbe – taucht die Künstlerin das Papier in ein Wachsbad. Diese ungewöhnliche Vorgehensweise verleiht den Werken eine seltsame Materialität und dem Strich eine leichte Unschärfe. Das die Zeichnung versiegelnde Wachs erzeugt eine Patina, die Werke wirken zeitlos. Sandra Vásquez de la Horra verwendet altes, bereits gebrauchtes Papier, das sie gerne auf Flohmärkten auftreibt.
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