Trompe l’oeil, ein seit der Antike gebräuchliches und im 17. Jahrhundert verfeinertes Konzept der spielerischen Augentäuschung zeugt von intellektuellen Einfallsreichtum und einer sinnlichen Einbeziehung der Betrachter. Meist von ausgefeilten Tricks geprägt, stellt das Spiel mit Illusionismus und Hyperrealismus die Virtuosität der Künstler eindrucksvoll zur Schau. Heute scheint das Trompe de l’oeil in erster Linie konzeptionell motiviert, die Täuschungin den meisten Fällen ein sichtbarer Teil des Kunstwerks zu sein, ein exquisites und smartes Verhandeln verschiedener Wahrnehmungsmodi.
(Pressetext, Auszug)
Archive for the ‘Ausstellungen’ Category
The sophisticated eye
Samstag, April 10th, 2010Kunstsäle Berlin
Freitag, April 9th, 2010Ein neuer Berliner Kunstort: Kunstsäle Berlin, Bülowstr. 90

Mariusz Tarkawian, Looking for art, 2007
hier: Meuser „Ich kann beim besten Willen keinen Staubsauger erkennen“
Temporäre Kunsthalle
Sonntag, April 4th, 2010In der Temporären Kunsthalle Berlin:
squatting. erinnern, vergessen, besetzen
Sven Johne
Großmeister der Täuschung
z.B. Joachim Boilstedt
Joachim Boilstedt (GMDT/II/2005)
Die letzten Jahre vor dem Eintritt in den Vorruhestand waren wohl eher unbefriedigend: Joachim Boilstedt pflegte seit 1991 halbtags die städtischen Parkanlagen in Saalfeld. Im Frühjahr 2002 beschloss der damals 63-Jährige deshalb, Kosmonaut zu werden. Boilstedt baute sich daraufhin im heimischen Garten ein Raumschiff aus Blech und Sperrholz und startete. 63 Tage blieb er in seiner »Mission Future« getauften Rakete. Boilstedt hatte an alles gedacht; sein Raumschiff verfügte über eine ausgeklügelte Versorgungstechnik: ein Stromkabel versorgte Mini-Fernseher und Kühlbox, über ein Fallrohr konnte er seine Notdurft verrichten, und durch ein kleines Bullauge verpflegte ihn seine Ehefrau. »Am liebsten isst er Griesbrei oder Milchreis«, teilte sie der Lokalpresse mit. Boilstedt selbst berichtete durch sein Guckloch vorbeikommenden Schaulustigen von seiner Fahrt durch das All. Zwar ginge es sehr beengt zu im Raumschiff, jedoch würde ihm hier wenigstens die Schwerelosigkeit keine Sorgen bereiten. Alles bliebe wohl geordnet an seinem Platz. Einer Schulklasse hielt der einstige NVA-Panzerfahrlehrer einen Vortrag über den Aufbau des Sonnensystems und die Möglichkeiten, den Mars zu besiedeln. Einer zufällig vorbeikommenden Besuchergruppe aus Fulda empfahl sich Boilstedt als profunder Kenner sowjetischer Raumfahrttechnologie.
Minimalismus
Samstag, April 3rd, 2010Daimler Contemporary
Minimalism Germany 1960s
naturAnsichten
Sonntag, März 28th, 2010
Melanie Schmidt, Hellrote Tulpe, 2008
16 Künstler – 9 Länder – 4 Kontinente
in der
Galerie Alte Schule
März im März
Freitag, März 26th, 2010Volker März in der Galerie Tammen
Nackte helle Haut, schwarze Haare. Rote Ohren, rote Nippel, Pistole in der Hand. Und nicht größer als eine Puppe. Das ist Kafka. Der entblößte, schießende Kafka ist die Ikone des Künstlers Volker März. Er hat ihn mitgenommen nach Israel, hat die Tonfigur an den Strand von Tel Aviv gelegt und sie zum Checkpoint zu Gaza getragen, wo ihn die Soldaten stoppten. In der Wüste Negev dann war Kafka alias März so irritiert von tieffliegenden Kampfflugzeugen, dass er ein Kamel erschoss. Natürlich nicht wirklich. Aber absurd, heiß und hochpolitisch ist die Geschichte allemal.
(mehr hier)
Dies ist die Geschichte von Franz Kafka, der 1924 im Alter von 41 Jahren nicht an Tuberkulose stirbt, sondern mit seinem Affen, Herrn Rotpeter, nach Palästina rudert, wo er heute im Alter von 126 Jahren in Tel Aviv lebt. Von hier aus beleuchtet er die Weltgeschichte der letzten 85 Jahre und damit die Geschichte Israels in knappen Kommentaren, die seinen diversen Briefen und E-Mails entnommen sind. Herr Rotpeter, der immer an seiner Seite durch die Geschichte eilt, ist sein zweites Ich: ein menschgewordener Affe, der aus seiner natürlichen Freiheit des Dschungels gekidnappt wurde, um ihn in die menschliche Zivilisation zu bringen.
(hier das Buch)
Vera Mercer
Sonntag, März 21st, 2010Porträts und Stillleben von Vera Mercer in der KommunaleGalerieberlin
Nach ihrer Heirat mit Daniel Spoerri war Vera Mercer Teil der Pariser Künstleravantgarde der frühen 1960er Jahre; sie porträtierte u. a. Marcel Duchamp, Niki de Saint-Phalle und immer wieder Spoerri. Parallel zu diesen Porträts fotografierte sie auch alte Pariser Markthallen kurz vor deren Abriss. Hier begegnete sie einem Thema, das sie seitdem beschäftigt: Nahrung wie Früchte und Gemüse, Fleisch und Fisch – und das spätere Arrangement im heimischen Studio. Vera Mercers Blumen-, Früchte- und Tierstillleben sind vom 7.3. bis zum 25.4. in der Kommunalen Galerie in Berlin zu sehen.
(hier)
Der See in der Stille
Sonntag, März 14th, 2010Der See in der Stille
Ausstellung zum 80. Geburtstag Günther Ueckers im Mies-van-der-Rohe-Haus am Obersee
Uecker in den Kunstspaziergängen:
Das Buch Hiob
Uecker in Lübeck
Sandkreise in Cottbus
Werkschau 2005 im Martin-Gropius-Bau
Kunst auf Rezept
Hat Günther Uecker das Brandenburger Tor genagelt?
Uecker auf dem Pfefferberg
Im Pavillon
Sonntag, März 7th, 2010Milk and Vodka – A Holi-City #01
Stas Bags – Name: Eine kinetische Installation
Das erste, was ein Mensch nach seiner Geburt erhält ist sein Name. Stas Bags’ kinetische Installation zeigt einen menschlichen Körper in Bewegung, der an unsere Urinstinkte und grundlegende menschliche Kommunikation appelliert und gleichzeitig für das kollektive Bild der Menschheit steht. Der Pavillon wird zu einem räumlichen Modell für die Reflexion über Individium und Holismus.
Sammlung Hoffmann
Samstag, März 6th, 2010Antony Gormley in der Sammlung Hoffmann
Die private Sammlung zeitgenössischer Kunst befindet sich in zwei Etagen eines ehemaligen Fabrikgebäudes. Erika und Rolf Hoffmann haben es renoviert und umgebaut mit dem Ziel, hier inmitten ihrer im Lauf von vierzig Jahren erworbenen Kunstwerke zu leben und zu arbeiten.














