Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

Falter

Sonntag, Dezember 7th, 2008

Faltung

Katja Strunz in Contemporary Fine Arts

Wer vom Revival der klassischen Moderne noch nicht ganz überzeugt ist, sollte sich die jüngsten Skulpturen und Reliefs von Katja Strunz ansehen. Die Künstlerin ist eine Pionierin des neuen Formalismus und zeigt nun erstmals eine Einzelausstellung bei Contemporary Fine Arts. Strunz geknickte Dreiecke aus Stahl sitzen so fledermauszart auf den Wänden, dass man sie für dreidimensionale Malewitsch- oder Rodtschenko-Interpretationen halten könnte.
(aus: Monopol kompakt Art Forum Berlin)

Giacometti, der Ägypter

Samstag, Dezember 6th, 2008

Es ist die überraschendste, konzentrierteste, vielleicht schönste Ausstellung des Künstlerreigens – und die unsichtbarste. Die meisten Besucher des Ägyptischen Museums werden sie gar nicht erst wahrnehmen. Der Eingriff ist sehr subtil: Zwölf Skulpturen des Bildhauers Alberto Giacometti haben sich in die Dauerausstellung im Alten Museum geschlichen, sich still und heimlich unter die altägyptischen Skulpturen gemischt, da stehen sie nun, als seien sie immer da gewesen.
(hier)

Giacometti

Giacometti, der Ägypter

Wer dem großen Berliner „Kult des Künstlers“-Reigen ins Ägyptische Museum folgt, sieht sich nicht nur den eindringlichen Blicken von Nofretete und Echnaton ausgesetzt, sondern derzeit auch denen von „Diego“, „Annette“ und „Lotar“. Denn genauso wie vor den altägyptischen Portraitköpfen wird der Betrachter auch vor den Portraitbüsten Alberto Giacomettis in erster Linie selbst zum Betrachteten. Mit den momentan integrierten Werken aus der Giacometti-Stiftung Zürich überwachen für die Dauer der von dem Ägyptologen-Kunsthistoriker-Duo Dietrich Wildung und Christian Klemm konzipierten Ausstellung „Giacometti, der Ägypter“ noch mehr scharf umrandete Augen und unbeirrbare Blicke als sonst die Skulpturensäle des Ägyptischen Museums im Alten Museum. Dass die Werke Altägyptens und der klassischen Moderne eine Spanne von mehr als 3000 Jahren zwischen sich entfalten, kann dabei leicht in Vergessenheit geraten – sodass Maurizio Nannuccis Lichtinstallation „All Art has been contemporary“ an der Fassade des Alten Museums zur Zeit einen großen Auftritt hat.
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All Art

Pieta

Samstag, November 29th, 2008

Pieta
Kevin Brand (*1953 in Kapstadt), Pieta

Die Werke Kevin Brands zeichnen sich durch den Einsatz nicht traditioneller bildnerischer Materialien aus. Kritisch setzt er sich mit Themen südafrikanischer Gesellschaftsgeschichte auseinander. Bei der überdimensionalen Klebe-Arbeit Pieta, die während der Berliner Ausstellung an der Fassade eines Gebäudes am Potsdamer Platz angebracht wurde, bildet er das zur Ikone avancierte Pressefoto des Kindes Hector Peterson nach. Peterson wurde während der Soweto-Unruhen von der Polizei getötet. Brand zerlegt die Fotografie in einzelne „Pixel“, die er als monochrome Klebestreifen auf die Fassade überträgt.
(aus dem Katalog FORWARDS 08)

So weit kein Auge reicht

Montag, November 24th, 2008

Diese Hinweise sollte man nicht übersehen: Der Kranausleger weist darauf hin und der Pfeil an der Hauswand: In der Berlinischen Galerie ist eine sensationelle Ausstellung:

dort

Berliner Panoramafotografien aus den Jahren 1949 – 1952

Manchmal weiß man nicht, was man hat. Zwar wussten wir, dass wir einen Schatz gerettet hatten, als die Berlinische Galerie 1992 das Fotoarchiv der Ostberliner Magistratsverwaltung für Städtebau übernahm – wussten aber nicht wirklich, woraus er bestand. Und manchmal hält man eine Schatztruhe auch besser geschlossen, solange man sich nicht sorgfältig um den Inhalt kümmern kann.

Erst der Fotograf Arwed Messmer hat mit seinem künstlerischen Blick vor gut einem Jahr erkannt, dass zahlreiche in der übernommenen Systematik des Archivs unzusammenhängend abgelegte Fotografien ganz ungewöhnliche, ja atemberaubende Panoramen bilden.
(Jörn Merkert im Vorwort des Ausstellungskatalogs)

Die Ausstellung findet im Rahmen des 3. Europäischen Monats der Fotografie statt.

Temporäre Kunsthalle Berlin

Sonntag, November 16th, 2008

Wolken kann man nicht bauen. Und darum wird die erträumte Zukunft nie wahr.
Ludwig Wittgenstein

Temporäre Kunsthalle Berlin

1. Ausstellung(en) der temporären Kunsthalle Berlin:
außen: Gerwald Rockenschaub
innen: Candice Breitz

Skulptur in der Fotografie

Samstag, November 15th, 2008

Kleiner Kubus

Die feine Kunst- und Antiquitätenmesse Ars Nobilis bietet ihren Besuchern in jedem Jahr ein zusätzliches Highlight. In der zentralen Sonderausstellung lag der Fokus bisher auf ausgesuchten Porzellanen aus Meißen oder Möbeln aus der Werkstatt der Gebrüder Abraham und David Roentgen in Neuwied. In diesem Jahr schlägt man eine Brücke zu der fast gleichzeitig stattfindenden Sculptura – jener internationalen Skulpturenmesse im Deutschen Historischen Museum, die hier zum ersten Mal zu finden ist.
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Höllenhund

Im Atelier

Freitag, November 14th, 2008

Atelierbesuch bei Bernd Koberling

Koberling

Das Leben erklärt nicht die Kunst, doch die gemachten Erfahrungen prägen den Künstler und damit seine Kunst. Bernd Koberling, 1938 in Berlin geboren, hat Koch gelernt. Danach erst studiert er an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Vielleicht gibt es kein Bild von ihm, das man als misslungen bezeichnen könnte, weil ein guter Koch einem nie absichtlich ein schlechtes Essen vorsetzen würde.
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Zwischen Langjökull und Hofsjökull

Island: Koberling, der im Gras kniet. Eine weite grüne Wiese. Er trägt Gummistiefel, eine rote Weste und eine Baseballmütze. Vor ihm liegen ein knappes Dutzend Blätter Aquarellpapier, zwei Farbkästen, Pinsel, eine Rolle Toilettenpapier. Im Hintergrund zwischen Hügeln, einer Bergkette und Nebelfetzen steht eine kleine von Solarzellen betriebene Hütte, in der er wohnt.
“Ich schöpfe aus der Natur, aber übersetze das Gesehene und Erlebte in meine eigene Formensprache.“
Die reine Natur findet der Künstler in Island. Neben Berlin ist Island mittlerweile seine zweite Heimat. Die menschenleere Landschaft dort ist eine ideale Inspirationsquelle für seine organischen Abstraktionen.
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Kunstwochenende – Berliner Kunstsalon

Sonntag, November 2nd, 2008

Im Hof

Der Kunstsalon … ist eine reine Szeneveranstaltung, bei der das Geschäftliche in den Hintergrund tritt. Wie eine riesige soziale Skulptur breitet sich die Kunst über vier Etagen bis in den Keller des ehemaligen Umspannwerks im Prenzlauer Berg aus, ohne sich um die konsumgerechte Präsentation zu scheren. So viel Chaos zieht nicht nur Feierlustige aus der internationalen Künstlergemeinschaft an, sondern auch Sammler und Galeristen auf der Suche nach unentdeckten Talenten.
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Turbine

und noch einige Bilder (nicht nur von diesem Jahr).

Kunstwochenende – Art Forum

Samstag, November 1st, 2008

Partystimmung

Feierstimmung in den Messehallen: Art Forum Berlin

Ein Lied

Kopf 1

Arttalk

und noch einige Bilder (nicht nur aus diesem Jahr).

Kunstwochenende – Preview Berlin

Freitag, Oktober 31st, 2008

Die Preview Berlin – The Emerging Art Fair – findet im (ehemaligen *schluchz*) Flughafen Tempelhof Hangar 2 statt.

Preview Berlin

Dort in der Galerie (!!!) L.J. Beaubourg entdeckt: SWOON. Von SWOON kannten wir bisher nur einige Arbeiten in den Straßen Berlins (hier der SWOON-Pool in Flickr).

SWOON